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08.11.2018 08:00

Thermoelektrik-Experte kommt mit Humboldt-Preis nach Dresden

Dr. Carola Langer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden

    Prof. Dr. Zhifeng Ren von der Universität of Houston, Texas, wird mit dem Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am IFW Dresden forschen.

    Ein renommierter Experte auf dem Gebiet der thermoelektrischen Materialien kommt zu einem Forschungsaufenthalt an das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW). Es ist Prof. Dr. Zhifeng Ren von der Universität Houston in Texas, USA, der den Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung nutzen wird, um seine Forschungen an thermoelektrischen Materialien zusammen mit seinem wissenschaftlichen Gastgeber Prof. Dr. Kornelius Nielsch voranzutreiben.

    Vor zwei Monaten wurde Zhifeng Ren zum Direktor des Texas Center für Supraleitung an der Universität Houston, Texas berufen. Er hat sich mit bahnbrechenden Arbeiten einen Namen als äußerst innovativer Materialforscher gemacht. Seit seiner Promotion 1990 an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften hat er zahlreiche richtungsweisende Ergebnisse auf vielen Gebieten der Materialforschung erzielt. Das Spektrum reicht von Supraleitern, über Kohlenstoffnanoröhren und Halbleiternanodrähten bis zu thermoelektrischen Materialien. Sein Credo ist, dass seine neuen Erkenntnisse das Leben der Menschen verbessern müssen. Deshalb ist sein Ziel nicht nur der Erkenntnisgewinn, sondern immer auch die Innovation. Zum Beispiel hat er ein Verfahren entwickelt, wie mit thermoelektrischen Materialien aus Abwärme Elektrizität gewonnen werden kann. Integriert man solche Materialien in das Abgassystem von Verbrennungsmotoren, so wird ein Teil der sonst ungenutzten Motor-Abwärme in elektrischen Strom umgewandelt Auf diese Weise kann die Energieeffizienz erhöht und die Emission von Treibhausgasen deutlich verringert werden. Thermoelektrik wird auch das Thema der Kooperation mit dem IFW Dresden sein. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Herstellungsmethoden für thermoelektrische Nanomaterialien und die Suche nach neuen thermoelektrischen Materialien.
    Neben dem Thema Thermoelektrik gibt es weitere Felder, die in der Zusammenarbeit mit dem IFW bearbeiten möchte, darunter die Supraleitung und die Entwicklung neuer Katalysatoren für die Erzeugung von Wasserstoff und Sauerstoff sowie zweidimensionale Materialien für die Energietechnik.

    Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 100 Forschungspreise an renommierte Wissenschaftler aus aller Welt für Forschungsaufenthalte in Deutschland. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert. Die Preisträger sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen durchzuführen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Kornelius Nielsch
    k.nielsch@ifw-dresden.de
    IFW Dresden
    Tel. 0351 4659 104


    Weitere Informationen:

    http://www.ifw-dresden.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Energie, Physik / Astronomie, Umwelt / Ökologie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Prof. Dr. Zhifeng Ren von der University of Houston, Texas ist als Humbolt-Preisträger am IFW Dresden tätig. (Foto: privat)


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