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12.11.2018 12:59

50 Jahre Institut für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie

Claudia Ehrlich Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie sowie der Antrittsvorlesung des neuen Instituts-Direktors Professor Wolfgang Retz, findet am Freitag, dem 16. November, um 14 Uhr, ein Kolloquium mit öffentlichen Vorträgen statt: auf dem Campus Homburg im Großen Hörsaal der Frauen- und Kinderklinik, Gebäude 9, der Universitätsklinik des Saarlandes. Interessenten sind herzlich eingeladen.

    1968 wurde das Institut für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie als bundesweit erstes Institut seiner Art an der Universität des Saarlandes gegründet. Seither hat sich das Fach der Forensischen Psychiatrie und Psychologie dynamisch weiterentwickelt, was in Forschung und Lehre wie auch in der vielfältigen Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Sachverständige für die Justiz zum Ausdruck kommt. Das Profil des Instituts ist geprägt durch die langjährige enge Zusammenarbeit mit den Justizbehörden sowohl im Saarland, in Rheinland-Pfalz als auch bundesweit, durch eine intensive forensische Praxis und auch durch Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Juristen, Ärzte und Mediziner.

    Forschungsschwerpunkt ist der Einfluss psychischer Erkrankungen auf kriminelles Verhalten. Besondere Bedeutung hat das Institut auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, im Erwachsenenalter erlangt. Hier übernahm das Institut mit seiner Forschung eine Vorreiterfunktion und ist seither eine der führenden Einrichtungen.
    50 Jahre nach der Institutsgründung hat Professor Wolfgang Retz die Leitung als Nachfolger des langjährigen Direktors, Professor Michael Rösler, übernommen.

    Im Rahmen der Fest-Veranstaltung am 16. November wird der ehemalige Instituts-Direktor Professor Michael Rösler um 14.30 Uhr über „Die prognostische Beurteilung der drogeninduzierten Psychosen“ sprechen. Um 15.00 Uhr beleuchtet der Psychologe und Direktor der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden, Dr. Martin Rettenberger, die „Entwicklungen in der Prognosebegutachtung bei Straftätern“. Um 15.30 Uhr wird Professor Wolfgang Retz in seiner Antrittsvorlesung die Frage „Was macht eigentlich ein forensischer Psychiater?“ beantworten.

    Kontakt für die Medien:
    Prof. Dr. Wolfgang Retz, E-Mail: Wolfgang.Retz(at)uks.eu, Tel.: 06841/16-26350

    Hintergrund:
    Prof. Dr. med. Wolfgang Retz, ist neuer Professor für Forensische Psychologie und Psychiatrie sowie Direktor des Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie der Universität des Saarlandes.

    Wolfgang Retz studierte Humanmedizin in Würzburg. Seine Promotion zum Doktor der Medizin wurde durch die Unterfränkische Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft ausgezeichnet. 1999 kam Retz mit dem damaligen Institutsdirektor Professor Michael Rösler an die Saar-Universität. 2004 wurde er auf eine Juniorprofessur für "Neurobiologie in der forensischen Psychiatrie" an der Universität des Saarlandes berufen. 2008 habilitierte er sich an der Saar-Uni und erhielt die Venia legendi für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie. Ein Ruf führte ihn anschließend an die Universitätsmedizin Mainz, wo er auch heute noch die forensische Abteilung leitet.

    Die Forschungsinteressen von Wolfgang Retz liegen in der Gewaltforschung, insbesondere der Bedeutung von Entwicklungsstörungen für die Entwicklung sozialer Anpassungsstörungen und delinquentes Verhalten. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich auch mit der Diagnostik und der Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt betrifft das Zusammenspiel von genetischen Ursachen und Umweltfaktoren auf die Entwicklung gewalttätigen Verhaltens.

    Als Direktor des Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie wird er sich verstärkt auch der Frage der Delinquenzprävention und geeigneter Behandlungsmethoden für Straftäter und deren Umsetzung widmen.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Wissenschaftler
    Medizin, Psychologie, Recht
    regional
    Personalia
    Deutsch


     

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