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13.11.2018 18:38

Exzellentes Gütesiegel für Greifswalder Kinderkrebsspezialisten

Constanze Steinke Pressearbeit
Universität Greifswald

    Optimale Betreuung für Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung

    Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt mit der Schreckensdiagnose Krebs werden an der Universitätsmedizin Greifswald behandelt. Nun ist das Greifswalder Kinderonkologische Zentrum an der Universitätsmedizin Greifswald erstmals von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.“ zertifiziert worden.

    Für die Greifswalder Kinderonkologen ist das ein weiterer großer Erfolg im täglichen Einsatz gegen den tückischen Krebs. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 80 Kliniken und Abteilungen, die Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen behandeln. Davon sind aktuell 19 im Besitz dieses Gütesiegels, das hohe Qualitätsmaßstäbe voraussetzt und für zwei Jahre gültig ist (s. Urkunde).
    „Das Kinderonkologische Zentrum ist die elfte zertifizierte Einrichtung unter dem Dach des Onkologischen Zentrums Vorpommern an der Universitätsmedizin Greifswald“, betonte heute der Ärztliche Vorstand Prof. Claus-Dieter Heidecke. „Unser Bestreben ist es, in der Krankenversorgung sowie in der klinischen Forschung höchste Kompetenz und Know-how zu bündeln, um allen Patienten mit einer Krebserkrankung eine bestmögliche Behandlung und Perspektive zu garantieren.“

    Forschung für bessere Heilungschancen beim Neuroblastom

    Die Kinderonkologische Station an der Universitätsmedizin Greifswald ist vor allem für die Versorgung der erkrankten Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre in Vorpommern verantwortlich. Weitere Kinderkrebskliniken gibt es in Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin und Rostock. „Für unsere oft noch sehr jungen Patienten und ihre Familien ist es von immenser Bedeutung, dass sie in Einrichtungen versorgt werden, die eine hohe Strukturqualität aufweisen“, hob der Geschäftsführende Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin und Kinderonkologe Prof. Holger Lode hervor. „Die Zertifizierung setzt beispielsweise eine Pflege durch kinderonkologische Fachkräfte sowie durch Kinderfachärzte mit dem Schwerpunkt Pädiatrische Hämatologie und Onkologie voraus. Darüber hinaus werden durch interdisziplinäre Tumorkonferenzen alle Spezialisten an Entscheidungen über Diagnostik und Therapie beteiligt. So wird sichergestellt, dass auch externe Referenz- und Expertenmeinungen in die Behandlungsführung einbezogen werden.“ Der Kinderonkologe verwies darauf, dass sich auch bei Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen die Heilungschancen stetig verbessern. „Insbesondere durch neue Therapien im Bereich der Immuntherapie gibt es große Fortschritte zu verzeichnen“, so Lode.

    So liegt auch ein herausragender klinisch-wissenschaftlicher Schwerpunkt in Greifswald in der Weiterentwicklung der Immuntherapie. In den letzten Jahren hat sich die kinderonkologische Abteilung als eines der führenden Zentren im Bereich der Neuroblastom-Behandlung in Europa etabliert. Mehr als 100 Kinder aus aller Welt mit einem Neuroblastom sind bereits nach Greifswald gekommen, um die Krebserkrankung als letzte Möglichkeit mit einer speziellen Immuntherapie zu bekämpfen, die nur an wenigen Zentren weltweit angeboten wird. Die inzwischen zugelassene Behandlung beruht derzeit auf einem Antikörper, der die Krebszellen als körperfremd markiert und so für das Immunsystem zur Bekämpfung sichtbar macht.

    Aktuell forschen die Greifswalder Wissenschaftler an einem Impfstoff gegen das Neuroblastom, welcher das Immunsystem nicht nur stärker, sondern auch dauerhaft auf die Tumorzellen aufmerksam macht und so die natürliche Abwehr der Kinder gegen den Krebs ermöglicht.
    Das Neuroblastom ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern. Sie machen fast acht Prozent aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus. Patienten mit dieser Erkrankung haben mit konventionellen Methoden immer noch eine sehr ungünstige Prognose.

    In Greifswald werden jedes Jahr rund 500 Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung betreut. Die Greifswalder Kinderonkologie ist die einzige Klinik in Mecklenburg-Vorpommern, die auch Stammzelltransplantationen bei Kindern und Jugendlichen mit Blutkrebs durchführt. Zur Kinderonkologie im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin gehören eine Station, eine Tagesklinik sowie eine Ambulanz mit zwei Oberärzten, drei Assistenzärzten, 15 Pflegefachkräften, einer Sozialarbeiterin und einem Erzieher. Für die Eltern der jungen Langzeitpatienten stehen zwei Dolmetscher sowie moderne Unterkünfte im Eltern-Kind-Zentrum vor Ort zur Verfügung.

    Onkologisches Zentrum Vorpommern https://bit.ly/2ATpBUX

    Ansprechpartner Universitätsmedizin Greifswald
    Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin
    Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. med. Holger Lode
    Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
    T +49 3834 86-63 01
    E kindermed@uni-greifswald.de
    http://www.medizin.uni-greifswald.de
    http://www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
    Instagram/Twitter @UMGreifswald


    Anhang
    attachment icon Urkunde

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Prof. Holger Lode (v. li.), die Geschäftsführerin des Onkologischen Zentrums, Dr. Maria Zach, und der Ärztliche Vorstand, Prof. Claus-Dieter Heidecke.


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