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15.11.2018 11:19

RatSWD macht sich stark für FAIRe Datenpolitik und neue Datenzugänge

Thomas Runge Geschäftsstelle
Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD)

    Der RatSWD unterstützte auf seiner 50. Sitzung das Engagement des Normenkontrollrats zur Registermodernisierung und zu strukturierten Gesetzesevaluationen; dabei wurde jeweils die prozessbegleitende Einbindung der Wissenschaft gefordert. Mit der Akkreditierung von eLabour und dem Gaststatus für das WSI der Hans-Böckler-Stiftung diversifiziert sich sein FDZ-Netzwerk weiter. Ein GO FAIR Implementation Network wurde konzipiert, das die Belange rund um sensible Daten im nationalen und internationalen Austausch vertreten soll. Mit der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie sind nun 13 Fachgesellschaften für die Wahl der Berufungsvorschläge des RatSWD vorschlagsberechtigt.

    Auf seiner 50. Sitzung am 08. und 09.11.2018 hat der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) mit dem Leiter des Sekretariats des Normenkontrollrates, Florian Spengler, die mögliche Einbindung der Wissenschaft in die Registermodernisierung diskutiert. Der RatSWD unterstützt dezidiert die Anliegen des Normenkontrollrats, die Register zu modernisieren. Nur durch eine Modernisierung und den gleichzeitigen datenschutzkonformen Zugang der unabhängigen Wissenschaft zu den Registerdaten [1] lassen sich viele dringende gesellschaftsrelevante Fragestellungen angehen.

    Auch die aktuell anstehenden Evaluationen von Gesetzen auf Basis des Staatssekretärsbeschluss von 2013 (3 bis 5 Jahre nach ihrer Verabschiedung) wurden erörtert. Die Wissenschaft könnte bei der Methoden- und Datenauswahl für die Evaluationen eine qualitätssichernde Funktion übernehmen. Bislang ist die systematische Einbindung wissenschaftlicher Expertise in den anstehenden Evaluationen noch ungeklärt. Ebenso ist die Veröffentlichung der Evaluationsberichte und der gegebenenfalls eigens erhobenen Daten keine Selbstverständlichkeit, was einem offenen, gesellschaftlichen Diskurs im Wege steht. Ein fortlaufender Informationsaustausch zwischen dem Normenkontrollrat und dem RatSWD wurde vereinbart.

    Der RatSWD sprach dem Forschungsdatenzentrum (FDZ) eLabour [2] eine vorläufige Akkreditierung aus. Das nunmehr 32. FDZ bietet der Wissenschaft einen Zugang zu qualitativen arbeitssoziologischen Studien. Darüber hinaus verlieh der RatSWD dem Datenzentrum des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) [3] der Hans-Böckler-Stiftung einen Gaststatus im FDI Ausschuss, in dem sich akkreditierte FDZ seit knapp 10 Jahren erfolgreich vernetzen.

    Der RatSWD hat die Initiierung eines GO FAIR Implementation Networks für die Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften beschlossen. Zu den Zielen des Netzwerkes gehört der nationale und internationale Erfahrungsaustausch über die Zugänglichkeit, das Management und die Interoperabilität von sensiblen Daten.

    Die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) wurde in die Liste der Fachgesellschaften aufgenommen, die für die Wahl der Berufungsvorschläge für den RatSWD vorschlagsberechtigt sind. Somit wird der RatSWD nunmehr von 13 Fachgesellschaften unterstützt.

    Die nächste Sitzung des RatSWD findet am 28.02. und 01.03.2019 in Berlin statt.

    [1] https://www.ratswd.de/pressemitteilung/11102017
    [2] http://elabour.de/
    [3] https://www.boeckler.de/wsi_51469.htm

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    Der Rat für Sozial-und Wirtschaftsdaten (RatSWD)
    berät seit 2004 die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der Forschungsdateninfrastruktur für die empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften. Im RatSWD arbeiten acht durch Wahl legitimierte Vertreterinnen und Vertreter der sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachdisziplinen mit acht Vertreterinnen und Vertretern der wichtigsten Datenproduzenten zusammen.
    Er versteht sich als institutionalisiertes Forum des Dialoges zwischen Wissenschaft und Datenproduzenten und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen. Der RatSWD engagiert sich für eine Infrastruktur, die der Wissenschaft einen breiten, flexiblen und sicheren Datenzugang ermöglicht. Solche Daten werden von staatlichen, wissenschaftsgetragenen und privatwirtschaftlichen Akteuren bereitgestellt. Der RatSWD hat 31 Forschungsdatenzentren akkreditiert, deren Kooperationen er fördert. | https://www.ratswd.de


    Weitere Informationen:

    https://www.ratswd.de/pressemitteilung/15112018 Pressemitteilung auf der Homepage des RatSWD


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Politik, Psychologie, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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