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26.11.2018 13:39

Kommando Cyber- und Informationsraum und Fraunhofer FKIE schließen Bündnis für IT-Sicherheit

Silke Wiesemann Wissenschaftskommunikation
Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE

    Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) der Bundeswehr und dem Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE steht auf einem neuen Fundament. Generalmajor Jürgen Setzer, stellvertretender Inspekteur Kommando Cyber- und Informationsraum, und Prof. Dr. Peter Martini, Institutsleiter des Fraunhofer FKIE, unterzeichneten jetzt einen Vertrag, um im Bereich Cyber-Sicherheit künftig noch enger zu kooperieren.

    Bei der stetig wachsenden Bedrohung durch Hacker-Angriffe in allen gesellschaftlichen Bereichen wird schnell deutlich, dass nur eine gemeinsame und gesamtstaatliche Strategie eine Cyber-Sicherheit in Deutschland auf hohem Niveau künftig gewährleisten kann. Vor diesem Hintergrund soll vor allem durch einen intensiven, regelmäßigen Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hospitationen ein Wissenstransfer stattfinden, von dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KdoCIR wie auch die des Fraunhofer FKIE profitieren werden, waren sich die Unterzeichner einig.

    »Die Bundeswehr und das FKIE verbindet eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unser Institut leistet bereits mit seinen anwendungsorientierten Forschungsarbeiten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Systeme und Netze der Bundeswehr. Der Kooperationsvertrag schafft zusätzliche Möglichkeiten, speziell im Bereich Cyber-Sicherheit auch andere, neue Wege zu gehen«, erklärte Professor Martini anlässlich der Vertragsunterzeichnung. So wolle man beispielsweise im Bereich der IT-Forensik gemeinsame Übungen mit gemischten Teams durchführen mit dem Ziel, aktuelle Gefahrenlagen, Bedrohungsszenarien, Angriffswerkzeuge und Tätergruppen zu identifizieren und zu analysieren.

    Auch aus Sicht von Generalmajor Setzer kann mit der Kooperation KdoCIR und Fraunhofer FKIE ein bedeutender Mehrwert erzielt werden. »Cyber-Sicherheit kommt eine zentrale Bedeutung in unserer zunehmend digitalisierten Welt zu. Angriffe auf unser weitreichendes, vernetztes IT-System der Bundeswehr erfolgen täglich und erfordern eine kontinuierliche Härtung unseres Netzes einschließlich der Netzwerkzugänge. Das Fraunhofer-Institut FKIE ist auf diesen Feldern einer der Taktgeber in punkto Erforschung sicherer, virtueller Datenwelten und -wege. Mit unserer Zusammenarbeitsvereinbarung gehen wir einen wegweisenden Schritt, aktuelle Sicherheitsrisiken einzudämmen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen.« So könne man gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Cyber-Sicherheit in Deutschland leisten.

    Weiteres Thema, das alle Top-Player der Cyber-Sicherheit derzeit stark beschäftige, sei das fehlende Fachpersonal. Die angespannte Fachkräftesituation im Bereich der Informationstechnologie ist auch für den stellvertretenden Inspekteur CIR eines der entscheidenden Handlungsfelder. »Auf Grundlage unseres Konzeptes Cyber Community wollen wir externe Cyberexperten für die Cyber-Reserve gewinnen und bieten so z. B. in verschiedenen Arbeitsfeldern eine Mitarbeit über eine Internet-Plattform an«, so Generalmajor Setzer. Auch hier wollen Bundeswehr und Fraunhofer FKIE künftig gemeinsam neue Wege gehen und sich bei der Aus- und Weiterbildung geeigneter IT-Sicherheitsexperten unterstützen.

    Aktive Mitgliedschaft im neu gegründeten Cyber Security Cluster Bonn

    Das KdoCIR wie auch das Fraunhofer FKIE sind Gründungsmitglieder des kürzlich gegründeten Cyber Security Cluster Bonn. Dieser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die in Bonn ansässigen Top-Player im Bereich Cyber-Sicherheit noch enger miteinander zu vernetzen und deren Kompetenzen optimal zu vereinen. Professor Martini ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Clusters, General Setzer vertritt das KdoCIR im Beirat, dem auch der Vizepräsident des BSI und die Präsidentin des Polizeipräsidiums Bonn angehören. »Das Cyber Security Cluster Bonn versteht sich als Armee der Guten. Jeder Baustein, der zu einer besseren Zusammenarbeit und damit zu mehr Cyber-Sicherheit führt, ist wichtig«, sagte Professor Martini anlässlich der Unterzeichnung.

    Der Cyber- und Informationsraum (CIR) ist der jüngste Organisationsbereich der Bundeswehr. Er ist ganzheitlich für die Dimension Cyber- und Informationsraum verantwortlich und gewährleistet den Betrieb und Schutz des IT-Systems der Bundeswehr, sowohl im Inland als auch im Einsatz. Fähigkeiten zur Aufklärung und Wirkung im Cyber- und Informationsraum werden gestärkt und weiterentwickelt. Zudem unterstützt CIR mit dem Geoinformationswesen der Bundeswehr alle anderen Bereiche der Bundeswehr. Mit seiner Auftragserfüllung und dem Austausch sowie der Kooperation mit anderen Institutionen trägt er zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge bei.

    Das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE ist in seinem Kern auf die Unterstützung staatlicher Institutionen im Bereich der Äußeren und Inneren Sicherheit ausgerichtet. Herausragende Bedeutung hat die strategische Kooperation mit dem Verteidigungsministerium, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Bundespolizei. Im Bereich der Wirtschaft fokussiert FKIE auf Sicherheit an Flughäfen und im Luftverkehr, bei Maritimen Systemen und in der IT-Branche. Mit seinen etwa 450 Mitarbeitern an den Standorten Bonn und Wachtberg ist das FKIE ein führendes Institut für anwendungsorientierte Forschung und praxisnahe Innovation in der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie im Bereich der menschengerechten Gestaltung von Technik.


    Weitere Informationen:

    https://www.fkie.fraunhofer.de/de/Pressemeldungen/kooperation_kdocir.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik
    überregional
    Kooperationen
    Deutsch


    Das Kommando Cyber- und Informationsraum und das Fraunhofer FKIE arbeiten künftig noch enger zusammen: Den Kooperationsvertrag unterzeichneten General Jürgen Setzer und Prof. Dr. Peter Martini.


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