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28.11.2018 15:17

RWI: Stark gestiegene Diskrepanz zwischen Benzin- und Rohölpreisen durch Niedrigwasser

Sabine Weiler Kommunikation
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

    Seit Anfang Oktober sind die Preise für Rohöl im Sinkflug, die Preise für Benzin und Diesel jedoch gestiegen. Diese Diskrepanz macht Autofahrer stutzig. Tatsächlich aber haben sich die Benzin- und Rohölpreise schon seit Anfang Mai auseinander entwickelt. Das ergibt die Auswertung der Benzin- und Rohölpreisdaten des Jahres 2018 im Rahmen des RWI-Benzinpreisspiegels. Ein wesentlicher Grund dafür sind die seither nahezu beständig gesunkenen Pegelstände von Flüssen.

    Die wichtigsten Ergebnisse:
    - Seit Anfang Oktober befinden sich die Preise für Rohöl im Sinkflug, die Preise für Benzin und Diesel sind seither jedoch gestiegen. Diese Diskrepanz macht Autofahrer stutzig. Von der Mineralölwirtschaft wird sie mit Engpässen bei der Kraftstoffversorgung infolge niedriger Pegelstände von Flüssen, insbesondere des Rheins, erklärt. Deshalb könnten Tankschiffe viel weniger Benzin und Diesel transportieren und manche Passagen sogar gar nicht mehr passieren.

    - Tatsächlich haben sich die Benzin- und Rohölpreise schon seit geraumer Zeit auseinander entwickelt. Das ist das Ergebnis der Auswertung der Benzinpreis- und Rohölpreisdaten des Jahres 2018 im Rahmen des RWI-Benzinpreisspiegels. Der Abstand zwischen dem Preis für Benzin (E10) pro Liter und dem Rohölpreis der Sorte Brent in Euro pro Liter hat seit Anfang Mai beinahe beständig zugenommen (Abbildung 1). Ein wesentlicher Grund dafür sind die seither nahezu stetig gesunkenen Pegelstände von Flüssen, vor allem des Rheins.

    - Die Auswertung im Rahmen des RWI-Benzinpreisspiegels hat auch ergeben, dass die Differenz zwischen Benzin- und Rohölpreisen in jenen Städten, die wie Hamburg weniger von Lieferengpässen betroffen sind, weit geringer ausfällt als in Städten, die wie Stuttgart bei der Belieferung mit Kraftstoffen stark auf die Binnenschifffahrt angewiesen sind (Abbildung 2). Allerdings hat auch in Hamburg die Preisdifferenz zwischen Benzin und Rohöl seit Anfang Oktober zugenommen.

    Der Leiter des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am RWI, Manuel Frondel, sagt: „Sobald die Pegelstände der Flüsse wieder deutlich ansteigen und die Lieferengpässe per Schiff beseitigt sind, sollten die Kraftstoffpreise, wie in der Vergangenheit auch, wieder der Entwicklung des Rohölpreises folgen.“

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    Ihre Ansprechpartner dazu:
    Prof. Dr. Manuel Frondel, Tel. (0201) 81 49-204
    Sabine Weiler (Pressestelle), Tel. (0201) 81 49-213

    Weitere Informationen zum RWI-Benzinpreisspiegel sind unter http://www.rwi-essen.de/benzinpreisspiegel zu finden. Die beiden im Text angesprochenen Abbildungen sind dieser Mitteilung beigefügt. Über die Ergebnisse berichtete am 28. November 2018 die „Welt“ unter der Überschrift „Das rätselhafte Nord-Süd-Gefälle bei Diesel und Benzin“.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Manuel Frondel, Tel. (0201) 81 49-204


    Weitere Informationen:

    http://www.rwi-essen.de/benzinpreisspiegel - weitere Informationen zum RWI-Benzinpreisspiegel


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Energie, Gesellschaft, Politik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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