Deutsche Telekom AG stiftet 17 Professuren für Digitalisierung an der HTWK Leipzig

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30.11.2018 16:45

Deutsche Telekom AG stiftet 17 Professuren für Digitalisierung an der HTWK Leipzig

Franka Platz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

    Gründung einer Fakultät „Digitale Transformation“ geplant

    Der Freistaat Sachsen, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und die Deutsche Telekom AG haben heute (Freitag, 30.11.) ein gemeinsames Vorhaben im Bereich der Digitalen Transformation vorgestellt. Die Deutsche Telekom AG stiftet 17 Professuren, die an der HTWK Leipzig zu einer neuen Fakultät „Digitale Transformation“ zusammengefasst werden. Die Deutsche Telekom AG trägt die damit verbundenen Kosten. Die Vereinbarung gilt rückwirkend zum Beginn des Wintersemesters. An der HTWK wurden bereits die ersten 126 Studierenden in den Fächern Informations- und Kommunikationstechnik sowie Telekommunikationsinformatik immatrikuliert. Die Kapazität soll schrittweise auf 500 Studierende erweitert werden.

    „Durch die Gründung der neuen Fakultät mit Unterstützung der Deutschen Telekom wird die Forschung in Leipzig weiter gestärkt und übernimmt auf dem Gebiet der zukunftsträchtigen Informationstechnologie eine führende Rolle. Für die Hochschullandschaft in Sachsen ist dieser Schritt zukunftsweisend. So kann sich die HTWK noch stärker im Segment digitaler Kommunikation etablieren. Dies wird für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft eine immer größere Bedeutung haben. Ich danke der Deutschen Telekom AG, dass sie diese Neugründung finanziell großzügig unterstützen und die 17 Professuren stiften wird“, erklärt Ministerpräsident Michael Kretschmer.

    Wirtschaftsminister Martin Dulig unterstreicht: „Die Digitalisierung stellt uns vor große Herausforderungen, aber sie bietet uns auch viele Chancen. Um diese nutzen zu können, benötigen wir Fachleute, die uns den Weg in die digitale Transformation ebnen. Dafür braucht es sowohl Weiterbildung in den Unternehmen als auch gezielte Ausbildung an den Hochschulen. Es freut mich sehr, dass die Telekom mit den Stiftungsprofessuren Verantwortung übernimmt und sich an der Ausbildung unserer zukünftigen Fachleute beteiligt. Sie sind eine gute Ergänzung unserer ohnehin schon hervorragenden Forschungslandschaft. Davon profitiert am Ende nicht nur die Wirtschaft, sondern ganz Sachsen.“
    Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange begrüßt die Vereinbarung: „Diese bundesweit in diesem Umfang einmalige Kooperation einer staatlichen Hochschule und eines privaten Großunternehmens ist wegweisend dafür, wie Staat und Wirtschaft ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Deckung des Fachkräftebedarfs gerecht werden können. Das staatliche Hochschulsystem ist flexibel und leistungsstark, um auf aktuelle Ausbildungsbedarfe in technischen Berufen zu reagieren und herausragende Forschungsergebnisse zu liefern. An der Leipziger HTWK wird ein hochspezialisiertes Studienprogramm eingerichtet, das auch die Fachkräfte für die Telekommunikationsbranche der Zukunft auf ihren Berufseinstieg vorbereiten wird. Wir kooperieren einerseits bei der Ausbildung von Fachkräften in einer Zukunftsbranche und erhalten andererseits die fachlichen Kompetenzen aus der Telekom-Hochschule in Leipzig.“

    Dr. Elke Frank, Senior Vice President Human Resources Developement der Deutschen Telekom AG begründet das Unternehmensengagement: „Die rasant fortschreitende Digitalisierung macht natürlich nicht vor den Hörsälen und Forschungslaboren der Universitäten halt. Deshalb benötigen wir dringender denn je neue Studien- und Forschungsinhalte sowie Projekte, die es mit der voranschreitenden Digitalisierung aufnehmen können. Schon lange reicht es nicht mehr aus, eine Hardware oder Software, zum Beispiel für die neue Mobilfunkgeneration 5G, einfach nur zu installieren. Unsere zukünftigen Fachkräfte müssen sich mit Cybersecurity ebenso gut auskennen wie mit modernen Kommunikationsprotokollen und agilem Projektmanagement. Genau darum geht es bei unserer neuen Stiftungsfakultät hier in Leipzig. Wir versprechen uns davon neue Impulse für unsere Nachwuchsgewinnung.“

    Rektorin Prof. Gesine Grande erklärt: „Die HTWK Leipzig ist die Ingenieurschmiede in der attraktiven Metropolregion Leipzig-Halle. Mit der neuen Partnerschaft wird es gelingen, die Hochschule als Zentrum für angewandte Digitalisierung weiter zu profilieren – zum Nutzen der Hochschule, der Region und des Freistaates Sachsen. Als eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland und die am stärksten nachgefragte HAW in Sachsen verfügt die HTWK Leipzig über die Kompetenzen und die Kontakte, um auf diesem Gebiet künftig starke Impulse setzen zu können.“

    Zu der neuen Fakultät erklärt Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Die Stadt Leipzig begrüßt diese Neugründung ausdrücklich. Damit schaffen wir in Leipzig einen Ort der Wissenschaft, der sich mit der wohl wichtigsten technologischen Frage der nächsten Jahrzehnte befasst. Leipzig wird damit ein Zentrum für Fragen des digitalen Wandels in Deutschland. Wir sehen in der neuen Fakultät auch einen wichtigen Partner für unsere eigenen städtischen Projekte im Bereich der Digitalisierung und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.“

    Der Vertrag zwischen dem Freistaat Sachsen, der HTWK und der Deutschen Telekom AG stellt klar, dass die private Finanzierung die Freiheit von Forschung, Lehre und Studium gewährleistet ist. Der gleichberechtigte Zugang zu den Studiengängen ist für alle Bewerber, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, gegeben.


    Weitere Informationen:

    http://www.htwk-leipzig.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Elektrotechnik, Gesellschaft, Informationstechnik, Maschinenbau, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


    Dr. Elke Frank, Senior Vice President HR der Dt. Telekom AG, HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande und Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange mit HTWK-Nachwuchsforscher Tom Radisch. (v.l.)


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    Die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande am 3D-Drucker im Robotiklabor. (Links wissenschaftlicher Mitarbeiter Michael Sanne.)


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