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06.12.2018 09:46

Natur ist wichtiger als Holz – Deutsche wollen mehr staatlichen Schutz für den Wald

Matthias Fischer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Naturwald Akademie gGmbH

    82 Prozent der Deutschen fordern laut einer Forsa-Umfrage, dass Bund, Länder und Kommunen sich entschiedener für den Wald als natürlichen Lebensraum einsetzen. Für die Mehrheit der Befragten ist der Schutz der biologischen Vielfalt im Wald zudem wichtiger, als die forstwirtschaftliche Nutzung.

    Die Deutschen empfinden den Wald als besonders schützenswert. Für 91 Prozent der Befragten ist der Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sehr wichtig. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage, die von der Naturwald Akademie in Auftrag gegeben wurde. Den Schutz von Wasser, Klima und Böden durch den Wald bewerten fast ebenso viele der Deutschen (89 Prozent) als sehr bedeutend ein. Mehr Waldnaturschutz, weniger Forstwirtschaft, sagt die Mehrheit der Befragten: 55 Prozent finden es wichtiger, den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bewahren, als mit Holzverkauf Geld zu verdienen. Je jünger die Befragten, desto wichtiger ist ihnen der Wald, als Schutzraum für biologische Vielfalt.

    „In Zeiten von Artensterben und den sichtbaren Zeichen des Klimawandels in diesem Sommer wird den Menschen in der Stadt und auf dem Land immer bewusster, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Die Umfrage zeigt, dass die Bürger erwarten, dass sich Bundes- und Landesregierung mehr für den Wald einsetzen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Wir fordern daher, dass in den Waldgesetzen endlich der Schutz der Wälder deutlicher niedergeschrieben wird“, so Tschimpke. Möglich wäre dies beispielsweise durch eine Definition der sogenannten „Guten fachlichen Praxis“, beziehungsweise der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ nach ökologischen Erfordernissen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung von heimischen Baum- und Straucharten, der Verzicht auf eine Bewirtschaftung bei zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche oder das Verbot von Pestiziden im Wald.
    „Die Befragung zeigt, Bürger wünschen sich natürliche Wälder mit einer intakten Natur. Aber im Wald steht oft die Gewinnung von Holz im Vordergrund. Wir brauchen dringend einen Systemwechsel in der Forstwirtschaft “, sagt Pamela Scholz, Geschäftsführerin der Naturwald Akademie.

    Zum Hintergrund:
    Das Forsa-Institut hat im Auftrag der Naturwald Akademie repräsentativ 1.000 Bürger im Spätsommer 2018 zur „Bedeutung des Waldes“ befragt.


    Weitere Informationen:

    https://naturwald-akademie.org/waldwissen/news/wald-umfrage-forsa/ mit Bildmaterial, Originaldaten und Infografik


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Das ist den Deutschen am Wald besonders wichtig


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    Der Wald als Lebens- und Erholungsraum ist wichtiger als eine intensive Holzwirtschaft


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