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10.12.2018 12:37

Der Nachtfalter macht es vor

Sigrid Neef Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Forschergruppe aus Baden-Württemberg und Jena mit 2. Preis des Lothar-Späth-Awards ausgezeichnet

Am 8. Dezember erhielt eine Forschungsgruppe mit Wissenschaftlern der Nanopta GmbH aus Lonsee (Baden-Württemberg), dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung Heidelberg und der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena den 2. Preis des erstmals vergebenen Lothar-Späth-Awards für ihr Verbundforschungsprojekt „nanoAR – biomimetische Nanostrukturen für Hochleistungsoptiken“.

Bei der Entwicklung der neuen nanoAR-Technologie imitierten die Forscher die Oberflächenstruktur der Augen von Nachtfaltern. „Der Nachtfalter macht es uns vor“, erläutert Prof. Dr. Robert Brunner, Fachbereich SciTec der EAH Jena: „Die Augen nachtaktiver Insekten sind so beschaffen, dass sie einfallendes Licht praktisch nicht reflektieren. Unsere Forschungsgruppe hat sich diese Oberflächenstruktur zum Vorbild genommen und ein Verfahren entwickelt, um eine derartige Struktur zu erzeugen und auf optische Materialien zu übertragen“.

Bei dem neuen Verfahren werden winzige Strukturen von wenigen Nanometern auf Oberflächen aufgebracht. Sie entspiegeln damit optische Bauteile wie Linsen und Prismen. Die besonderen Vorteile dieser Antireflexionsbeschichtungen gegenüber konventionellen Dünnschichtbeschichtungen sind eine sehr hohe optische Qualität mit extrem geringer Reflexion, einer außerordentlich hohen Lichtdurchlässigkeit und einer äußerst geringen Winkelabhängigkeit der Reflexion. Zudem werden ein sehr breitbandiger Wirkungsbereich sowie die Anwendbarkeit auf stark gekrümmten Flächen erreicht. Damit bietet die nanoAR-Technologie neue Lösungsansätze für Hochleistungsoptiken unter anderem im Bereich der Medizin-, Display- und Sensortechnik.


Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Robert Brunner
bobert.brunner@eah-jena.de

http://www.lothar-spaeth-award.de/


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Robert Brunner
bobert.brunner@eah-jena.de


Weitere Informationen:

http://www.eah-jena.de


Ergänzung vom 10.12.2018

Sorry, sorry - hier die richtige E-Mail von Herrn Brunner:

robert.brunner@eah-jena.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Informationstechnik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften, Wirtschaft
überregional
Forschungsergebnisse, Kooperationen
Deutsch


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