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08.01.2019 12:03

Werkzeuge für die Datenflut

Stephan Laudien Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Michael-Stifel-Zentrum der Uni Jena erhält drei Millionen Euro Förderung von der Carl-Zeiss-Stiftung

    Das Michael-Stifel-Zentrum Jena für Datengetriebene und Simulationsgestützte Wissenschaften (MSCJ) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) erhält von der Carl-Zeiss-Stiftung eine Fördersumme von etwa drei Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. Das Stifel-Zentrum hatte sich erfolgreich um das erstmals ausgeschriebene Programm „Durchbrüche“ der Carl-Zeiss-Stiftung beworben.

    „Das sind ausgezeichnete Nachrichten für das Michael-Stifel-Zentrum und die Universität Jena“, sagt Prof. Dr. Birgitta König-Ries, die Direktorin des Zentrums. Das Oberthema „Digitalisierung“ im Programm „Durchbrüche“ passe hervorragend auf die Ziele des Michael-Stifel-Zentrums. „Die Förderung würdigt die in den letzten Jahren geleistete Arbeit zur Einrichtung eines interdisziplinären Angelpunktes, wie es unser Zentrum darstellt“, so Prof. König-Ries. Zugleich helfe die zugesagte Finanzierung, einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung der Wissenschaft zu vollziehen.

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Michael-Stifel-Zentrum werden eine „Werkstatt für Digitalisierung der Wissenschaften“ aufbauen. Ziel ist es, die Menge an Daten, die tagtäglich produziert wird, sinnvoll zu verarbeiten. Drei Grundpfeiler dieser „Werkstatt“ soll es geben: die Entwicklung von generischen Werkzeugen für maschinelles Lernen, die Wissensgenerierung mittels maschinellen Lernens und drittens semantische Methoden. Diese drei Säulen seien mit praktischen Anwendungen in verschiedenen Disziplinen wie Physik, Bioinformatik, Biologie oder Biomedizin verbunden, sagt König-Ries. Außerdem werde die Einrichtung dieser „Werkstatt“ die Entwicklung der Wissenschaft fördern; so werden junge Talente ebenso gefördert wie interdisziplinäre Netzwerke für erfahrene Forscherinnen und Forscher.

    Der scheidende Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Thorsten Heinzel, gratuliert den Forscherinnen und Forschern und betont, dass die Digitalisierung strategisch eine zunehmend wichtigere Rolle spielen werde. „Es ist eine Herausforderung, Disziplinen wie beispielsweise die Natur- und die Lebenswissenschaften mit der Informatik zu verschränken“, sagt Heinzel. Das Michael-Stifel-Zentrum sei – nicht zuletzt dank der jetzt bewilligten Förderung – eine geeignete Plattform, über Disziplin-Grenzen hinweg die Kräfte zu bündeln.

    Die erfolgreiche Arbeit des 2015 gegründeten Michael-Stifel-Zentrums war ein wichtiger Pluspunkt für die erfolgreiche Einwerbung der Fördermittel der Carl-Zeiss-Stiftung. Das MSCJ ist ein interdisziplinäres Zentrum für Datenwissenschaften und Simulation, das Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Fakultäten der Universität Jena, der Max-Planck-Institute für Biogeochemie sowie für Menschheitsgeschichte und des neu gegründeten DLR-Instituts für Datenwissenschaften verbindet.

    Die Carl-Zeiss-Stiftung wurde 1889 von Ernst Abbe in Jena gegründet. Sie hat sich der Wissenschaftsförderung in den Ländern Thüringen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verschrieben. Stiftungssitz sind Heidenheim an der Brenz und Jena. In der erstmaligen Ausschreibung der Förderlinie „Durchbrüche“ erhalten fünf Universitäten eine Förderung in Höhe von je drei Millionen Euro.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Birgitta König-Ries
    Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 946430
    E-Mail: birgitta.koenig-ries[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Informationstechnik, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Prof. Dr. Birgitta König-Ries leitet das Michael-Stifel-Zentrum der Universität Jena.


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    Digitale Daten sollen in einer "Werkstatt" des Stifel-Zentrums für verschiedene Wissenschaftsdisziplinen nutzbar gemacht werden.


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