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10.01.2019 12:32

„Smarte Karre“ macht Landbewohner/-innen nachhaltig mobil

Friederike Mannig Pressestelle
Frankfurt University of Applied Sciences

    Prof. Dr. Martina Klärle von der Frankfurt UAS erhält Förderung für Digitalisierung ländlicher Räume

    Prof. Dr. Martina Klärle, unter anderem Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), hat eine Anschubfinanzierung von 96.000 Euro für ihr nachhaltiges Projekt „Smarte Karre – Digitale, intelligente und Kooperative Autos – Regional, Rufbereit und Erneuerbar“ erhalten. Die Förderbescheide wurden im Dezember 2018 im Rahmen der Bekanntmachung „Land.Digital“ von Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, im Beisein des Ausschussvorsitzenden für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag, Alois Gerig MdB, in Berlin überreicht. Durch das Projekt soll für die rund 800 Einwohner/-innen des Teilortes Schäftersheim in Weikersheim, Baden-Württemberg, ein nachhaltiges Car-and-Man-Sharing-Angebot eingeführt werden. Das Besondere ist, dass sämtliche Autos Elektrofahrzeuge sind und alle Generationen über eine App Fahrer/-in oder Auto buchen können.

    „Die Digitalisierung wirkt bereits in alle Lebensbereiche des Menschen und stellt eine der drängendsten Herausforderungen der heutigen Zeit dar. Insbesondere für den ländlichen Raum bietet sie die Chance, Standortvorteile gegenüber Ballungsräumen weiter auszubauen“, so Klärle. „Auch viele Studierende am Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der Frankfurt UAS interessieren sich für das Konzept ‚Smarte Karre‘ und haben Arbeiten über Elektromobilität im ländlichen Raum und ‚Smart Villages‘ geschrieben. Es ist viel Bewegung in der Elektromobilitätsbranche und wir möchten mit dem Projekt eine Vorreiterrolle einnehmen.“

    Nachhaltigkeit, die Stärkung des ländlichen Raums sowie die Energiewende sind Themen, die Klärle nicht nur in ihren Vorlesungen anspricht, sondern auch persönlich praktiziert: Sie selbst ist Pionierin auf dem Gebiet und ist auch privat seit sechs Jahren rein elektrisch unterwegs. Insgesamt legte sie in dieser Zeit über 100.000 km mit erneuerbaren Energien zurück. Der von ihr betriebene Plusenergiehof „Hof8“ erhielt den deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 in der Kategorie „Sonderpreis Nachhaltiges Bauen“, den 2018 von der Solarbranche ausgelobten, mit 15.000 Euro dotierten internationalen Wettbewerb „Gebäudeintegrierte Solartechnik“ sowie den von der Architektenkammer ausgelobten Landesarchitekturpreis, den Hugo Häring Preis, der ebenfalls 2018 verliehen wurde. Der Hof8 liefert den Beweis, dass sich auch große landwirtschaftliche Anwesen bei einer zeitgemäßen Modernisierung vollständig CO2-neutral versorgen können. Ergänzend zum Passivhausstandard der Gebäude konnte die Hofstelle durch die großen Photovoltaik-Flächen, Windräder sowie Grundwasserwärmepumpen zu einem Plusenergiehof ausgebaut werden. Dieser dient Klärle als Demonstrator für ihre Vorlesungen. „Mehrfach wurde der Hof auch in Exkursionen von Studierenden der Hochschule eingebunden, um ihnen zu demonstrieren, wie einfach Plus-Energie im Gebäudebestand genutzt werden kann“, ergänzt Klärle.

    Zur Person Klärle
    Prof. Dr. Martina Klärle ist seit 2007 an der Frankfurt UAS Professorin für Landmanagement mit dem Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien. Beispiele für Forschungsprojekte sind das Solarkataster SUN AREA, die Potenzialanalyse für Windkrafträder WIND AREA, das Gründachkataster GREEN-AREA und DORF-Komm, ein Leitfaden für die dörfliche Entwicklung. Als Mitglied des Direktoriums war sie maßgeblich für den Aufbau des Frankfurter Forschungsinstituts Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik (FFin) der Frankfurt UAS verantwortlich und ist stellvertretende Direktorin des Center for Applied European Studies (CAES) der Hochschule. Als Dekanin, Prodekanin und Studiengangsleiterin im Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik konnte sie sich ein umfangreiches Wissen in der Selbstverwaltung aneignen. Seit 2007 gewann sie für die Hochschule rund eine Million Euro Drittmittel und veröffentlichte rund 100 Artikel, Beiträge und Fachbücher. Derzeit ist Klärle im dienstlichen Interesse an das Hessische Wirtschaftsministerium entsendet und mit der Geschäftsführung der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) betraut. Als Landmanagerin ist sie hier Patin des ländlichen Raums. Von dort wird sie im kommenden Jahr an die Hochschule zurückkehren, da Klärle im Juli 2018 zur Vizepräsidentin der Frankfurt UAS für die Schwerpunkte Forschung, Weiterbildung und Transfer gewählt wurde. Die Amtszeit beginnt am 1. April 2019.

    Zum Vorhaben „Land.Digital“
    Mit dem Modell- und Demonstrationsvorhaben „Land.Digital“ sollen die Chancen der Digitalisierung auf den ländlichen Raum übertragen werden. Es ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE), das im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft angesiedelt ist. Im Rahmen von BULE soll der ländliche Raum mit innovativen Ansätzen gestärkt werden.

    Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik, Prof. Dr. Martina Klärle, Telefon: +49 69 1533-2778, E-Mail: martina.klaerle@fb1.fra-uas.de.

    Weitere Informationen zur Person und den Forschungsprojekten unter www.frankfurt-university.de/klärle.

    Zur Person Klärle
    Prof. Dr. Martina Klärle ist seit 2007 an der Frankfurt UAS Professorin für Landmanagement mit dem Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien. Beispiele für Forschungsprojekte sind das Solarkataster SUN AREA, die Potenzialanalyse für Windkrafträder WIND AREA, das Gründachkataster GREEN-AREA und DORF-Komm, ein Leitfaden für die dörfliche Entwicklung. Als Mitglied des Direktoriums war sie maßgeblich für den Aufbau des Frankfurter Forschungsinstituts Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik (FFin) der Frankfurt UAS verantwortlich und ist stellvertretende Direktorin des Center for Applied European Studies (CAES) der Hochschule. Als Dekanin, Prodekanin und Studiengangsleiterin im Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik konnte sie sich ein umfangreiches Wissen in der Selbstverwaltung aneignen. Seit 2007 gewann sie für die Hochschule rund eine Million Euro Drittmittel und veröffentlichte rund 100 Artikel, Beiträge und Fachbücher. Derzeit ist Klärle im dienstlichen Interesse an das Hessische Wirtschaftsministerium entsendet und mit der Geschäftsführung der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) betraut. Als Landmanagerin ist sie hier Patin des ländlichen Raums. Von dort wird sie im kommenden Jahr an die Hochschule zurückkehren, da Klärle im Juli 2018 zur Vizepräsidentin der Frankfurt UAS für die Schwerpunkte Forschung, Weiterbildung und Transfer gewählt wurde. Die Amtszeit beginnt am 1. April 2019.

    Zum Vorhaben „Land.Digital“
    Mit dem Modell- und Demonstrationsvorhaben „Land.Digital“ sollen die Chancen der Digitalisierung auf den ländlichen Raum übertragen werden. Es ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE), das im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft angesiedelt ist. Im Rahmen von BULE soll der ländliche Raum mit innovativen Ansätzen gestärkt werden.

    Weitere Informationen zur Person und den Forschungsprojekten unter www.frankfurt-university.de/klärle.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik, Prof. Dr. Martina Klärle, Telefon: +49 69 1533-2778, E-Mail: martina.klaerle@fb1.fra-uas.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Energie, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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