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14.01.2019 17:26

BVL zeigt auf Grüner Woche, warum Lebensmittel beanstandet werden

Nina Banspach Pressestelle
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

    Stand in Halle 23a gibt Einblicke in die Arbeit der Nationalen Referenzlabore

    Mehl, Tomaten, Schinken, Käse, Basilikum, Olivenöl – bei der Zubereitung einer Pizza kommen viele Einzelzutaten zusammen. An diesem Beispiel zeigt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf der Internationalen Grünen Woche (18. – 27. Januar) in Berlin, wie Lebensmittel in Deutschland untersucht werden und welche Gründe es gibt, warum die Überwachungsbehörden der Bundesländer Lebensmittel beanstanden. Der Stand des BVL ist in der Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Halle 23a) zu finden.

    Wenn Verbraucher an Verstöße bei Gemüse und Obst denken, fallen ihnen oft überhöhte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln ein. Insgesamt gehören Obst und Gemüse aber zu den Lebensmitteln, die nur selten Anlass zur Sorge geben – nur 7 % aller untersuchten Proben wurden 2017 beanstandet. Der häufigste Grund für Beanstandungen in der Kategorie „Obst und Gemüse“ waren Verstöße bei der Kennzeichnung und Aufmachung (50,5 %). Nicht zulässige Pflanzenschutzmittelrückstände und andere Verunreinigungen machten 22,9 % aller Beanstandungen aus, mikrobiologische Verunreinigungen 11,0 %.
    Solche und andere Erkenntnisse zur Belastungssituation unserer Lebensmittel zeigt das BVL den Besucherinnen und Besuchern an seinem Stand am Beispiel einer Riesenpizza. Dem BVL werden die von den Bundesländern gesammelten Untersuchungsergebnisse zu Lebensmitteln gemeldet. Das BVL erstellt dann für Deutschland einen Gesamtbericht, den Jahresbericht zum mehrjährigen nationalen Kontrollplan.

    Vergleichbare Laborergebnisse

    Außerdem unterstützt das BVL mit seinen Referenzlaboren die Bundesländer bei der Überwachung. So veranstalten die Referenzlabore Vergleichsuntersuchungen, an denen die Untersuchungslabore der Bundesländer teilnehmen. Damit wird sichergestellt, dass bei Untersuchungen von Lebensmitteln von Glücksburg bis nach Sonthofen, von Selfkant bis nach Görlitz vergleichbare Ergebnisse erzielt werden. Standards gelten dabei von der Probenahme, der Probenvorbereitung, bis zur eigentlichen Bestimmung möglicher Rückstände im Laborgroßgerät wie einem Massenspektrometer. Der BVL-Stand vermittelt den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in eine solche Vergleichsuntersuchung.

    Hintergrund

    Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist eine eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das BVL ist für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit übernimmt es umfassende Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen Union. Im BVL sind ein europäisches und acht nationale Referenzlaboratorien für bestimmte Rückstände und Kontaminanten sowie gentechnisch veränderte Organismen angesiedelt, dazu die Geschäftsstelle für die amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren.

    Weitere Informationen
    Flyer: „Sichere Lebensmittel – Wer macht eigentlich was?“: https://www.bvl.bund.de/FlyerLebensmittelüberwachung


    Anhang
    attachment icon 2019 01 14 PI Grüne Woche

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


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