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22.01.2019 11:21

„Grundlagen für unsere zukünftige Entwicklung gelegt“

Helena Reinhardt Pressestelle / Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Leipzig AöR

    Vorstand und Dekan danken beim Neujahrsempfang allen Mitarbeitern für das Erreichte / Größter Neubau der letzten Jahre in Betrieb genommen / Geburtenrekord an Sachsens größter Geburtsklinik und erneut mehr Patienten

    Zusammen mit über 300 Gästen begrüßten der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Dekan der Medizinischen Fakultät beim Neujahrsempfang das Jahr 2019. Beim Blick zurück auf die vergangenen zwölf Monate stand vor allem der Dank an die Mitarbeiter im Fokus, die die Fertigstellung und Inbetriebnahme des großen neuen Zentrums Haus 7 bei laufendem Betrieb zu bewerkstelligen hatten.

    „2018 ist zweifellos ein herausforderndes Jahr gewesen“, resümiert Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Wir haben bei laufendem Betrieb unseren Neubau Haus 7 fertiggestellt und bezogen, was für viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem zusätzlichem Aufwand verbunden war“. Haus 7 ist mit einem Investitionsvolumen von 58 Millionen das größte Neubauprojekt der letzten Jahre und setzt die Erneuerung der Klinikgebäude entlang der Liebigstraße fort. Es bietet neue Räume für Stationen der Kinderklinik, der Orthopädie und Rheumatologie, eine Mutter-Kind-Einheit, die Kinderonkologie und das neu strukturierte Krebszentrum mit Ambulanzen und Stationen. Auch Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums sowie Deutschlands erstes Childhood-Haus finden auf den insgesamt 10.100 Quadratmeter Nutzfläche Platz. Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde das neue Gebäude seit September 2018 stufenweise bezogen. Inzwischen sind alle Stationen eingezogen, sodass auch die sich anschließenden Erweiterungsarbeiten in den Bestandsgebäuden beginnen konnten.
    Für das große Engagement in dieser Zeit bedankt sich der Vorstand ganz besonders bei allen direkt und indirekt Beteiligten. „So ein Neubau kann nur als Teamleistung erfolgreich umgesetzt werden – und wir haben hier ein großartiges Team erlebt.“ Dank dieses gemeinsamen Einsatzes konnten trotz intensivem Baugeschehens auch die erneut zahlreicher gewordenen Patienten gut versorgt und ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwirtschaftet werden.

    „Wir freuen uns über das große Vertrauen unserer Patienten, dass sich an den kontinuierlich steigenden Zahlen in verschiedensten Bereichen zeigt“, so Fleig. So hat das Universitätsklinikum als größte Geburtsklinik Sachsens mit 2748 Geburten und 2874 Kindern nicht nur einen Geburtenrekord zu verzeichnen, sondern mit insgesamt 430.000 Fällen auch mehr Patienten auf den Stationen und in den Ambulanzen zu betreuen. „Aus diesem Grund wird für uns auch 2019 ein Jahr der Veränderung – wir werden in vielen verschiedenen Bereichen aus- und umbauen und so unsere Kapazitäten anpassen und erweitern“, so Fleig.

    Zuwachs auch beim Personal

    Der Wachstumskurs wird entsprechend begleitet von einem Zuwachs auch beim Personal: 2018 waren 253 Mitarbeiter mehr an Bord als im Vorjahr. Auch die Zahl der Auszubildenden am UKL ist gestiegen - von 508 auf 563. Insgesamt sind damit nun 5.385 Menschen am Universitätsklinikum Leipzig tätig. „Es spricht für die Attraktivität dieses Standorts, dass wir auch in Zeiten des Fachkräftemangels unsere Teams vervollständigen und so unseren Aufgaben gut nachkommen können“, betont Prof. Wolfgang Fleig. Das führe auch dazu, dass das UKL der seit 1. Januar geltenden Regelung zu Pflegepersonaluntergrenzen entsprechen kann. „Es bleibt aber eine unserer großen Herausforderungen, sicherzustellen, dass es auch so bleibt – indem wir dafür sorgen, dass unsere Mitarbeiter gern am UKL tätig sind und neue Kollegen gern zu uns kommen.“
    Mit all diesen Maßnahmen vom Bau über die interne Umstrukturierung bis zum Personalaufbau seien wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung gelegt worden. „Wir blicken heute mit unserer vom Aufsichtsrat bestätigten strategischen Planung bis mindestens ins Jahr 2025“, beschreibt Prof. Fleig. „Das Universitätsklinikum wird dabei auch weiterhin Erweiterungen und Anpassungen unterliegen, um mit den Veränderungen Schritt halten zu können.“

    Beste Bedingungen für Studium und Forschung

    Auch die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig hat den Blick auf die Zukunft gerichtet und schafft aktuell die Voraussetzungen, um diese optimal gestalten zu können. So wurden bereits im Herbst die Bibliothek Medizin / Naturwissenschaften und die LernKlinik im neuen Lern- und Kompetenzzentrum auf dem Medizin Campus Haus D in Betrieb genommen. In das Anfang Januar übergebene Gebäude wird zudem noch eine Mensa einziehen und so das Angebot für die Studenten in dem neuen Haus abrunden. Prof. Christoph Josten, Dekan der Medizinischen Fakultät, sieht große Vorteile in der so geschaffenen räumlichen Verbindung: „Durch die Nähe zum Klinikum können Studenten direkt vom Unterricht am Krankenbett in die LernKlinik oder Bibliothek wechseln und umgekehrt, und so das Gelernte schnell praxisnah vertiefen.“

    Das neue Haus biete modernste Räume und Ausstattung und damit die besten Bedingungen für eine zukunftsorientierte medizinische Lehre. „Wir freuen uns sehr über dieses großzügige und funktionale Gebäude, das unseren Campus in jeder Hinsicht gut ergänzt.“ Und Investitionen in Studium und Lehre zahlen sich aus. Der diesjährige Physikums-Jahrgang der Medizinstudenten belegte bundesweit von allen Medizinischen Fakultäten den 5. Platz von insgesamt 38. In allen Prüfungsfächern lagen die Ergebnisse damit weit über dem Bundesdurchschnitt.

    Eine gute Ergänzung der vorhandenen wissenschaftlichen Expertise bieten auch die Berufungen des vergangenen Jahres, darunter die Immunonkologin Prof. Ulrike Köhl, die neben der Institutsleitung am UKL auch die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI übernahm. „Zusammen mit den ebenfalls neu berufenen Professoren Reinhard Henschler am Institut für Transfusionsmedizin und Uwe Platzbecker in der Medizinischen Klinik I, Bereich Hämatologie und Zelltherapie, haben wir damit für den Standort hervorragende Experten gewonnen, um das in der Krebsmedizin wichtige Thema innovative Zelltherapien erfolgreich umsetzen zu können“, so Prof. Josten. „Für den Lehrstuhl für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde konnten wir Professor Sebastian Hahnel gewinnen.“

    Der Universität Leipzig ist es in 2018 erneut gelungen, eine Alexander von Humboldt-Professur einzuwerben. Mit der Berufung von Prof. Jens Meiler von der Vanderbilt University (USA) wird zugleich der Studiengang Pharmazie an der Medizinischen Fakultät erheblich gestärkt. „Es wäre zudem die erste Berufung einer Professur für Pharmazeutische Chemie innerhalb einer Medizinischen Fakultät in Deutschland“, resümiert Prof. Josten. Auch die Adipositasforschung wird am Standort weiter ausgebaut. Das Leipziger Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung, kurz HI-MAG, nahm in 2018 seine Arbeit auf. Das in seiner Struktur einzigartige Institut widmet sich der Stoffwechselforschung mit einem Themenspektrum, wie es weltweit in dieser Form einmalig ist.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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