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30.01.2019 10:36

Humboldt und die Bergwelt im Klimawandel

Caroline Wichmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

    Das Wirken des Universalgelehrten und Leopoldina-Mitglieds Alexander von Humboldt hinterließ in der Wissenschaft und Philosophie weltweit zahlreiche Spuren. Anlässlich des 250. Geburtstags von Humboldt lädt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Festveranstaltung „Humboldt und die Berge – Die Auswirkungen des Klimawandels auf ein bedrohtes Ökosystem“ nach Halle (Saale) ein.

    „Humboldt und die Berge – Die Auswirkungen des Klimawandels auf ein bedrohtes Ökosystem“
    Öffentliche Veranstaltung zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt
    Dienstag, 12. Februar 2019, 16.30 bis 19.00 Uhr
    Festsaal der Leopoldina
    Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

    Während seiner Expedition nach Südamerika trug Alexander von Humboldt unzählige wissenschaftliche Daten über die Gebirgszüge der nördlichen Anden zusammen. Als er im Jahr 1802 den damals als höchsten Berg der Welt geltenden Chimborazo im heutigen Ecuador bestieg, vermerkte er detailliert, welche Pflanzen auf welcher Höhe und unter welchen Bedingungen wuchsen.

    Seit der Expedition Humboldts vor über 200 Jahren hat sich die Pflanzenwelt am Chimborazo dramatisch verändert: Die Vegetationsstufen haben sich inzwischen um rund 500 Meter bergauf verschoben. Der Gletscherrand des Vulkans liegt ebenfalls fast 500 Meter höher als zu Humboldts Zeiten. Diese bereits heute sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels verdeutlichen eindringlich, welchen Bedrohungen die Ökosysteme vieler Bergregionen ausgesetzt sind.

    Ausgehend von Humboldts Naturverständnis, in dem vom Kleinsten bis zum Größten alles miteinander verbunden ist, befasst sich die Veranstaltung der Leopoldina mit der Bedeutung von Humboldts Erkenntnissen für die heutige Forschung. Sie fragt, was die Wissenschaft zum Schutz und Erhalt des Natur- und Lebensraums Gebirge beitragen kann und unter welchen Bedingungen eine nachhaltige Entwicklung der Bergwelt angesichts des Klimawandels noch möglich ist.

    Alexander von Humboldt war ein deutscher Naturforscher und Entdecker. Er gilt als einer der letzten großen Universalgelehrten und stand im weltweiten Austausch mit den größten Wissenschaftlern seiner Zeit. Sein Werk hatte großen Einfluss auf Wissenschaft und Philosophie, seine Forschungsreisen eröffneten Einsichten in zum Teil noch unbekannte Welten. Nach Humboldt sind zahlreiche Tiere und Pflanzen, aber auch Berge und Städte benannt. Die Leopoldina wählte Alexander von Humboldt 1793 zu ihrem Mitglied.

    Die Veranstaltung ist öffentlich und findet in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung statt. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung bis zum 12. Februar 2019 wird gebeten.


    Weitere Informationen:

    http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2624/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Geowissenschaften, Geschichte / Archäologie, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


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