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11.02.2019 16:46

Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg: Biberacher Studierende erhalten Hilfe zur Selbsthilfe

Anette Schober-Knitz Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
HBC Hochschule Biberach

    Der Start in ein Hochschulstudium ist ein Neustart: Hochschule ist nicht Schule, Studentenbude nicht zu vergleichen mit der geübten Wohnsituation bei den Eltern. „Nicht selten sind Studienanfänger im System Hochschule zunächst überfordert und scheitern an dieser Orientierungslosigkeit“, stellt Professor Norbert Büchter, Prorektor für Lehre an der Hochschule Biberach (HBC), immer wieder fest. Viele Studienanfänger benötigen Unterstützung, „um ein passendes Verständnis ihres Studiums und der neuen Rolle zu gewinnen“. Hier setzt die HBC mit einem weiterentwickelten Konzept an, das zum Sommersemester 2019 startet.

    Dabei folgt die HBC der ganzheitlichen Idee, ihre Studierenden kontinuierlich zu begleiten; angeboten wird eine Starter-Woche, ein Programm zur gedehnten Studiendauer und ein Service-Point als zentrale Anlaufstelle. Für die Umsetzung erhält die Hochschule Biberach eine Förderung des Landes: rund 260 000 € für zwei Jahre aus dem Fonds „Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg“. „Eine wichtige Unterstützung für das Vorhaben der HBC“, so Prorektor Büchter, denn die finanzielle Grundausstattung von Hochschulen für angewandte Wissenschaften würden solche innovativen Konzepte nicht abdecken. Daher ist es aus Sicht von Büchter wichtig, dass derartige Konzepte seitens des Landes künftig dauerhaft finanziert werden.

    Das Konzept „Kompetenzentwicklung als Kontinuum“ (kurz „K2“) baut auf bestehende Angebote auf, die bereits in der Vergangenheit durch das Land gefördert worden waren. Das Programm erstreckt sich über alle Phasen des Studiums“, erläutert Dr. Jennifer Blank, wissenschaftliche Leiterin des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung, in dem die sogenannte Studieneingangsphase angesiedelt ist. Blank und ihr Team haben das Konzept entwickelt und dabei weitere Herausforderungen berücksichtigt: Denn, erläutert die Didaktik-Expertin, die Hochschule müsse auch auf Anforderungen der „zunehmenden Heterogenität der Studierenden“ reagieren. Studienbeginner bringen unterschiedliche schulische Lebensläufe mit, was sich fachlich insbesondere in den MINT-Fächer ausdrücke. Dieser Bereich – also etwa die Fächer Mathematik, Physik oder auch Chemie – bedarf „gerade in der Studieneingangsphase einer erhöhten Aufmerksamkeit“, so Blank. Ziel des Projekts sei es, diese mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenz zu fördern, aber auch Hilfe in überfachlichen Bereichen zu geben.

    Dabei denken Jennifer Blank und Norbert Büchter über den Studienstart hinaus: Vom Erfassen der Kompetenzen über den gezielten Aufbau, die Unterstützung bei der Erweiterung und Anwendung, sowie schließlich im Bereich des Kompetenztransfers wollen sie die Biberacher Studierenden bis zu ihrem Studienabschluss begleiten. „Wir wollen keine punktuellen Einzelmaßnahmen anbieten, sondern in einem großen Ganzen nachhaltig wirken“, so Büchter. Dabei stehe die kreative und selbstorganisierte Handlungsfähigkeit im Fokus, ergänzt Jennifer Blank, denn Kompetenzen könnten nicht gelehrt, sondern nur selbstorganisiert anhand realer Herausforderungen antizipiert werden. Dies gelte für alle Dimensionen des Kompetenzbegriffs, also der Fach-, Methoden-, Sozial-, und Selbstkompetenz, wobei aus diesen verschiedenen Dimensionen schließlich die für den Studienerfolg notwendige Handlungskompetenz erwachse – „das übergeordnete Ziel von K2 und der didaktische Leitgedanke der HBC“, so Prorektor Professor Norbert Büchter.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Jennifer Blank, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Biologie, Energie, Wirtschaft
    regional
    Studium und Lehre
    Deutsch


    Dr. Jennifer Blank, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Hochschule Biberach


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