idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
15.02.2019 11:17

Internationale Konferenz künstlerischer Hochschulen

Julia Diebel Öffentlichkeitsarbeit
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

    Vom 18. – 20. Februar treffen sich mehr als 100 Delegierte von 25 europäischen Hochschulen aus den Bereichen Musik, Kunst und Design in Babelsberg, um über Möglichkeiten, Herausforderungen und Strategien einer transnationalen institutionellen Zusammenarbeit zu diskutieren. Ausgerichtet wird die Konferenz von der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Gastgeberinnen sind die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die Bauhaus-Universität Weimar, sowie die Universität der Künste Berlin.

    „Higher Education Institutions of Art, Design and Music as future "European Universities"? Innovative cooperation formats and thematic bridges“ - unter diesem Titel steht eine europäische Konferenz, die vom 18. bis zum 20. Februar auf Initiative der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD an der Filmuniversität Babelsberg stattfindet.
    Im Dezember 2017 forderte der Europäische Rat die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Förderung der Herausbildung von so genannten "Europäischen Hochschulen". Nach dem Bottom-up-Prinzip errichtete transnationale Hochschulnetzwerke sollen es Studierenden ermöglichen, durch eine Kombination von Studien in mehreren EU-Ländern einen Abschluss zu erwerben. Ziel ist eine Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems mit einem starken Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation. Zugleich zielt die Initiative darauf ab, gemeinsame Werte und die europäische Identität der jungen Generation zu fördern, um die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern.
    Mit der Konferenz in Babelsberg sollen die Potenziale für den Bereich der Künste ausgelotet werden. Was sind die Spezifika der kreativen und künstlerischen Hochschulen in Europa? Welche Rolle spielen sie für ihre jeweilige Region? Welche innovativen Ansätze in Lehre und Forschung verfolgen sie? Wie können auf dieser Grundlage strukturierte interuniversitäre Netzwerke gebildet werden, in denen eine Zusammenarbeit in verschiedenen Sprachen und über Disziplinen hinweg ermöglicht wird? In Vorträgen, Workshops und Open Space Diskussionen werden sich die Teilnehmer*innen dem Thema aus politischer, institutioneller und operativer Sicht nähern, unter anderem auch mit Fokus auf innovativen Methoden des transdisziplinären Lernens, Lehrens und Forschens. Ziel ist, auf Grundlage des fachlichen Austausches gemeinsame Strategien für künstlerische Lehre und Forschung zu erarbeiten. Die Konferenz findet als Transnational Cooperation Activity (TCA) statt. TCA umfassen eine Reihe von Veranstaltungen, Seminaren und Workshops, die es den nationalen Agenturen von Erasmus + ermöglichen, zusammenzuarbeiten und bewährte Verfahren in ganz Europa auszutauschen.
    „Kunst und Kultur ermöglichen den internationalen Dialog in besonderer Weise: Ihre medialen, visuellen, audiovisuellen und musikalischen Formate und Ausdrucksformen überwinden Grenzen“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „Aus diesem Grunde zählen Kunst- und Musikhochschulen zu den internationalsten Hochschulen in Deutschland, ihre Vernetzung innerhalb Europas ist traditionell stark und stabil. Gemeinsam mit unseren Mitgliedshochschulen und weiteren Partnern möchten wir in Potsdam das Potenzial noch sichtbarer machen und die starken Austauschaktivitäten zwischen künstlerischen Hochschulen im ERASMUS+ Raum weiter ausbauen.“
    Noch bis Ende Februar können sich Hochschulnetzwerke um den Titel und die Förderung als Europäische Hochschule bewerben. Maximal fünf Millionen Euro verteilt auf drei Jahre sind pro Netzwerk vorgesehen, das – so die Ausschreibung – aus mindestens drei Hochschulen aus mindestens drei Erasmus-Mitgliedstaaten bestehen muss. Hinzukommen können weitere private und öffentliche Organisationen, die sie sich im Bereich Bildung, Forschung oder Innovation engagieren. Die EU hat die Finanzierung der Pilotphase um das Doppelte auf 60 Millionen Euro erhöht. Im Erasmus+-Nachfolgeprogramm, das 2021 startet, sollen die Europäischen Universitäten dann als fester Bestandteil enthalten sein.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Anne-Maria Stresing, Tel: +49 (0)331 6202 553; a.stresing@filmuniversitaet.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Kunst / Design
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay