DFG-unterstütztes Open-Access-Projekt erprobt neue Publikationsmodelle

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13.03.2019 11:03

DFG-unterstütztes Open-Access-Projekt erprobt neue Publikationsmodelle

Florian Lüdtke Kommunikation
Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

    Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft beginnen die Umsetzung eines gemeinsamen 18-monatigen Projekts, das die Open-Access-Zeitschrift Internet Policy Review exemplarisch ausbauen wird, um Open-Access-Publikationen nachhaltig zu unterstützen.

    Berlin, 13. März 2019 – Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft beginnen die Umsetzung des gemeinsamen Projekts Innovatives Open Access im Bereich Small Sciences, das die Open-Access-Zeitschrift Internet Policy Review exemplarisch ausbauen wird. Das Projekt zielt darauf ab, Open-Access-Publikationen nachhaltig zu unterstützen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das 18-monatige Projekt.

    Das Wissenschaftssystem, insbesondere im Bereich Internetforschung, lebt von einer dynamischen und vielfältigen Publikationslandschaft, in dem ForscherInnen ohne größere Hürden Ergebnisse und Erkenntnisse lesen und publizieren können. Oft stellen hohe Publikationsgebühren und intransparente Veröffentlichungsprozesse jedoch ForscherInnen und interessierte LeserInnen vor Schwierigkeiten. Die DFG, die seit einigen Jahren Innovationen in wissenschaftlichen elektronischen Publikationen fördert, unterstützt hiermit ein Projekt, das den Zugang zur Wissenschaft nachhaltig vereinfacht.

    Folgende konkrete Maßnahmen werden im Rahmen des Projekts umgesetzt: Es geht um die Implementierung eines automatisierten Redaktionssystems sowie um die Verbesserung des Community Managements der Open-Access-Zeitschrift Internet Policy Review. Zusätzlich wird eine gebührenfreies Open-Access-Modell im Bereich kleine Fächer – wie zum Beispiel Medieninformatik oder Journalistik – nachhaltig etabliert. Im Rahmen des Projekts werden neue Publikationsmodelle evaluiert und weiterentwickelt. Anschließend werden die Ergebnisse in White Papers für die Öffentlichkeit zusammengefasst.
    Das Projekt baut auf Vorarbeiten des seit 2012 vom HIIG veröffentlichten Internet Policy Review auf. Die Zeitschrift veröffentlicht unabhängig von einem Verlag, erhebt keine Publikationsgebühren und hat sich durch einen beschleunigtes und offenes Peer-Review-Verfahren einen Namen gemacht. „Des Weiteren erproben wir ständig neue Inhaltsformate, Organisationsformen, Techniken und Kooperationen mit der Fach- und Open-Access-Community“, sagt Frédéric Dubois, leitender Redakteur des Internet Policy Review. „Die Unterstützung der DFG bestätigt unsere qualitativ hochwertige Arbeit der letzten Jahre und ist ein entscheidender Anreiz unser Modell nachhaltig zu festigen und mit Interessierten zu teilen“, bekräftigt Dubois.

    Das Projekt geht im März 2019 in die Planung und wird von Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Direktorin des HIIG, Prof. Dr. Christian Katzenbach, Forschungsprogrammleiter am HIIG und Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW, geleitet.

    Weitere Informationen: Website des Internet Policy Review
    Pressekontakt: Florian Lüdtke | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de

    Über Internet Policy Review
    Internet Policy Review (ISSN 2197-6775) ist eine Open-Access-Zeitschrift, die hochmoderne Internetforschung aus allen Teilen Europas veröffentlicht. Das Journal wird vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) herausgegeben in Kooperation mit dem RCUK Centre for Copyright and New Business Models in the Creative Economy, Institut des sciences de la communication und dem Internet Interdisciplinary Institute IN3.

    Internet Policy Review verfolgt sowohl rechtliche Änderungen als auch Entwicklungen von Internetstandards und -normen, die langfristige Auswirkungen auf die europäischen Gesellschaften haben. Die Zeitschrift ist eine Ressource für WissenschaftlerInnen, Zivilgesellschaft, UnternehmerInnen, Medien und PolitikerInnen gleichermaßen. Die Zeitschrift ist im Web of Science Emerging Sources Citation Index (ESCI), im Directory of Open Access Journals (DoAJ), in Scopus und als Mitglied der Association of Open Access Publishers (OASPA) gelistet.

    Über das ZBW
    Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist die weltweit größte Spezialbibliothek für Wirtschaftswissenschaften. Im Rahmen ihrer Aufgaben als nationale Informationsinfrastruktureinrichtung arbeitet die ZBW seit vielen Jahren auf dem Gebiet des elektronischen Publizierens, insbesondere mit dem Fokus auf Open Access.

    Über das HIIG
    Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln. Das HIIG verfolgt einen Open-Science-Ansatz.

    Das HIIG wurde 2011 von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) und vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gegründet mit dem Hans-Bredow-Institut Hamburg als integrierter Kooperationspartner. Die ForschungsdirektorInnen des Instituts sind Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Björn Scheuermann, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Wolfgang Schulz.


    Originalpublikation:

    https://www.hiig.de/dfg-unterstuetztes-open-access-projekt-erprobt-neue-publikat...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Recht
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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