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13.03.2019 17:30

Künstliche Intelligenz: Erfolg für norddeutschen Forschungsverbund im Innovationswettbewerb

Rüdiger Labahn Informations- und Pressestelle
Universität zu Lübeck

    KI-Projekt für intelligente Gesundheitssysteme mit Partnern in Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen

    Ein norddeutscher Forschungsverbund ist im Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in die entscheidende Bewerbungsrunde aufgenommen worden. Mit dem Konzept „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS) wurde es heute unter insgesamt über 130 Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft als einer der 35 besten Teilnehmer benachrichtigt. Sie sind jetzt aufgefordert, detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzeptidee und zur Bildung schlagkräftiger Konsortien auszuarbeiten.

    Konsortialführer war die UniTransferKlinik GmbH in Lübeck. Partner des Vorhabens KI-SIGS sollen die Universitäten Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS in Bremen sein.

    „Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept für einen norddeutschen KI-Verbund für intelligente Gesundheitssysteme so gut angekommen ist“, sagte Prof. Dr. Stefan Fischer, Vizepräsident der Universität zu Lübeck für Transfer und Digitalisierung. „Jetzt heißt es die Ärmel hochkrempeln und das Konzept in den nächsten sechs Monaten so mit Leben zu füllen, dass wir auch im Finale überzeugen und ein großes KI-Zentrum in den Norden holen können."

    Projektziel von KI-SIGS ist die Erarbeitung einer Umsetzungskonzeption für einen „KI-Space“ für intelligente Gesundheitssysteme in Kollaboration von ausgewiesenen KI-Instituten in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein (Lübeck/Kiel) mit den medizin-technischen Unternehmen und medizinischen Entwicklungspartnern der Universitätskliniken der Hanseregion. Intelligente Gesundheitssysteme umfassen sowohl adaptive medizinische Systeme als auch lernende robotische Assistenzsysteme und Smart-Living Home-Assistenten.

    Die KI-Kompetenzen der Wissenschaftspartner im Bereich Deep Learning, Maschinelles Lernen und Kognitive Systeme werden auf die vielfältigen KI-relevanten Produktinnovationspotenziale der Wirtschaftspartner abgebildet und mittels KI-Entwicklungs- und Plattformprojekten in kooperativen Anwendungsszenarien für den systematischen Aufbau eines vielfältigen KI-Ökosystems genutzt. Eine adaptive KI-Plattform wird als Kooperationsbasis für ein dynamisches Wertschöpfungsnetzwerk entwickelt und etabliert.

    Künstliche Intelligenz: Durchsetzungsstarke Leuchtturmprojekte realisieren

    Im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs will das Bundeswirtschaftsministerium her-ausragende Ansätze für die Anwendung von KI in wichtigen Sektoren der deutschen Wirtschaft fördern. Die eingereichten Ideen stammen aus Bereichen wie Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Industrie, Smart Living, Landwirtschaft, Handel und Bauen.

    Der Wettbewerb ist ein wichtiger Beitrag zur raschen Umsetzung der Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung. Bundesminister Peter Altmaier: „Mit unserem KI-Innovationswettbewerb haben wir offenbar einen Nerv in der Wirtschaft und der Wissenschaft getroffen. Die enorme Resonanz zeigt: Wir haben in Deutschland das Potenzial und den Willen, KI schnell und breit in die Anwendung zu bringen. Das gilt es nun, in die Tat umzusetzen. Unser Ziel ist es, große, durchsetzungsstarke Leuchtturmprojekte in zentralen Bereichen unserer Volkswirtschaft zu realisieren. So tragen wir dazu bei, KI rasch aus den Forschungslaboren auf die Straße zu bekommen.“

    In der nun folgenden geförderten Wettbewerbsphase erhalten die 35 besten Teilnehmer die Möglichkeit, detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzeptidee und zur Bildung schlagkräftiger Konsortien auszuarbeiten (April - September 2019). Die aussichtsreichsten Vorschläge werden zum Abschluss des Wettbewerbs prämiert und können in der anschließenden Umsetzungsphase ihr Konzept realisieren (ca. 36 Monate, ab Ende 2019).

    Die Projekte haben in der Wettbewerbsphase eine Laufzeit von maximal sechs Monaten bei einer Fördersumme von max. 900.000 Euro. In dieser Phase sollen herausragende An-sätze für die Anwendung Künstlicher Intelligenz entwickelt werden. Die aussichtsreichsten Konzepte werden im Rahmen von groß angelegten Plattformprojekten mit leistungsstarken Kooperationsverbünden KI-Vorhaben mit Praxisbezug in Kernbereichen der deutschen Wirtschaft umsetzen. Die Projekte der Umsetzungsphase sollen in der Regel über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert werden.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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