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14.03.2019 09:38

Digitalisierung in Familienunternehmen

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Ungewöhnlicher Ansatz in der Ringvorlesung „Between Rigor & Relevance“ des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU)

    Dr. Ulrich Bretschneider ist am 20. März 2019 zu Gast in der Vortragsreihe „Between Rigor & Relevance“ des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) an der Universität Witten/Herdecke. In seinem Vortrag „Strategien der Digitalisierung von Familienunternehmen“ wird er Fragen und Erkenntnisse seiner bisherigen Forschung zu diesem Thema vorstellen.

    Digitale Technologien bergen hohe Potenziale für Unternehmen. Sie helfen dabei, Prozesse effizienter sowie Produkte und Dienstleistungen kundenfreundlicher zu gestalten oder gar das Geschäftsmodell des Unternehmens grundlegend zu verändern. Der Einsatz digitaler Technologien geht dabei in der Regel mit einem großen Umbruch im Unternehmen, der allgemein als digitaler Wandel bezeichnet wird, einher. So können sich durch die Anpassung von Wertschöpfungsprozessen, Produkten und Dienstleistungen in autonome computergesteuerte Abläufe und Formate bzw. die Übertragung ganzer Prozessschritte an Großrechner und definierte Algorithmen bisherige Arbeitsweisen, Prozessabfolgen, Einkaufs- oder Vertriebswege und Kooperationsmodelle innerhalb einer Organisation wesentlich verändern.

    Um einerseits den Herausforderungen der hierdurch entstehenden Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen und andererseits der Bewältigung des damit einhergehenden Wandels im Unternehmen zu begegnen, verfolgen Unternehmen spezifische Strategien der Digitalisierung. Dies trifft auch auf Familienunternehmen zu. Dieser Unternehmenstyp zeichnet sich im Vergleich zu Publikumsgesellschaften durch bestimmte Charakteristika aus, beispielsweise durch die Eigentümerfamilie und ihre Rolle in der Governance des Familienunternehmens. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Erfordernis für Familienunternehmen, spezifische Digitalisierungsstrategien zu entwickeln, die insbesondere den Familienfaktor berücksichtigen. In seinem Vortrag greift Dr. Bretschneider die Besonderheiten von Familienunternehmen auf und schlägt unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten spezifische Strategien der Digitalisierung vor.

    „Familienunternehmen, die vor der Herausforderung der Digitalisierung stehen, erhalten wertvolle Hinweise für eine systematische und erfolgreiche Digitalisierung ihrer Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie der damit einhergehenden Bewältigung des Digitalen Wandels“, erläutert Dr. Bretschneider. „Unternehmen dieses Typs, die sich bisher noch wenig mit den Potenzialen und Herausforderungen der Digitalisierung auseinandergesetzt haben, erhalten somit erste Anregungen und können sich über Vorteile, Nutzen und Voraussetzungen informieren.“

    Dr. Bretschneider vertritt seit April 2018 den Lehrstuhl für „Corporate Entrepreneurship und Digitalisierung in Familienunternehmen“ am WIFU. Parallel dazu vertritt er derzeit auch den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Universität Siegen. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und Marketing. Er promovierte an der Technischen Universität München im Themenbereich Wirtschaftsinformatik und hat seine Habilitation an der Universität Kassel Anfang 2019 abgeschlossen. In seiner Forschung befasst sich Dr. Bretschneider mit den Potenzialen der digitalen Transformation und den damit einhergehenden Chancen und Strategien für Unternehmen.

    Die Ringvorlesung ist seit 2009 fester Bestandteil des WIFU-Kalenders und findet regelmäßig drei Mal pro Semester statt. „Die breite Diskussion der Forschungsergebnisse zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, Professionen und in der unternehmerischen Praxis hat am WIFU eine lange Tradition“, so Prof. Dr. Marcel Hülsbeck. „Wissenschaftliche Genauigkeit und unternehmerische Relevanz können sich ergänzen und müssen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

    Der Vortrag findet statt am 20. März 2019 um 18 Uhr im Senatsraum (1.151) der Universität Witten/Herdecke. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Weitere Information erhalten Sie unter www.wifu.de oder bei Nicole Vöpel (nicole.voepel@uni-wh.de, +49 2302 926-506).

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

    Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten Herdecke ist in Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Forschungs- und Lehrbereiche – Betriebswirtschaftslehre, Psychologie/Soziologie und Rechtswissenschaften – bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Ein exklusiver Kreis von 75 Familienunternehmen macht dies möglich. So kann das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für Familienunternehmen agieren. Mit aktuell 18 Professoren leistet das WIFU seit nunmehr 20 Jahren einen signifikanten Beitrag zur generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Wirtschaft
    überregional
    wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    Dr. Ulrich Bretschneider


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