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14.03.2019 15:08

50 Jahre Wasserwesen an der TU Dresden

Kim-Astrid Magister Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Morgen, am 15. März, feiert die Fachrichtung Hydrowissenschaften mit einer hochkarätig besetzten Veranstaltung ihr 50-jähriges Bestehen. 1968 als Sektion Wasserwesen gegründet, ist sie bis heute einmalig in der deutschen Universitätslandschaft. Trotz aller Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten ist der Grundgedanke derselbe geblieben: Wasser in seiner Gesamtheit zu verstehen – vom Wasserkreislauf über Wasserqualität in all ihren Aspekten bis hin zur Nutzung. Angesichts der globalen Herausforderungen des Klimawandels und des essenziellen Umgangs mit der Ressource Wasser sind die Hydrowissenschaften heute mehr denn je ein vielschichtiges Forschungsfeld von weltweiter Bedeutung.

    Ausgerichtet an dem ambitionierten Vorhaben legten die Gründer um Professor Karl-Franz Busch schon 1968 die Sektion Wasserwesen sehr breit an. Sie umfasste die Wissenschaftsbereiche Hydrologie, Meteorologie, Wasserbau, Technische Hydromechanik, Hydrobiologie, Hydrochemie, Wasserversorgung, Abwasserbehandlung. „Wir können den Initiatoren und Gründern von damals nur dankbar sein für den Weitblick, mit dem sie das Fundament für eine langfristige Entwicklung gelegt haben. Bis heute profitieren wir von der damals angelegten Struktur, um aktuelle Themen wie die Anpassung von Wassersystemen an die Folgen des Klimawandels anzugehen“, erklärt Prof. Peter Krebs, Leiter des Instituts für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft an der TU Dresden.

    Die aus heutiger Sicht kontinuierliche Weiterentwicklung des Wasserwesens zur heutigen Fachrichtung Hydrowissenschaften täuscht beinah darüber hinweg, welchen Herausforderungen die dort forschenden und lehrenden Wissenschaftler insbesondere in den vergangenen 30 Jahren gegenüber standen. Da war zum einen der abrupte und seither stetig fortschreitende Wandel der Universität seit der politischen Wende 1989. Zum anderen werden die Problemstellungen, für die auf wissenschaftlicher Basis Lösungen gefunden werden sollen, immer komplexer. Beispielhaft seien Fragen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen, zum Umgang mit Mikroschadstoffen in Wassersystemen oder zur Entwicklung von effizienten Bewässerungsstrategien genannt.

    „Um diesen Problemen umfassend gerecht zu werden, haben sich 2014 die Wasserforschung des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung – UFZ und die Fachrichtung Hydrowissenschaften im Center for Advanced Water Research (CAWR) zusammengefunden. Wir sind damit für künftige, disziplinübergreifende Wasserfragen gut aufgestellt und freuen uns, die wichtige Entwicklung zu nachhaltigen Wassersystemen gemeinsam anzugehen“, sagt Prof. Krebs, der Ko-Vorsitzender des CAWR ist.

    Grundlage für diese Forschungen sind nicht zuletzt hervorragend ausgebildete junge Menschen. „In der Lehre profitieren wir von der Vereinigung von natur- und ingenieurwissenschaftlichem Know-How. Unsere Studierenden erhalten eine Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, sich in die Komplexität von Wassersystem derart zu vertiefen, dass sie auf die Durchführung einer Promotionsarbeit gut vorbereitet sind“, ergänzt Prof. Christian Bernhofer, Inhaber der Professur für Meteorologie an der TUD.

    Mit einem hohen Anteil an Eigenleistungen in Projekten und Seminaren, netzbasierten Übungen, vielen Gastreferenten und dem alljährlichen veranstalteten Wasserseminar bieten die Hydrowissenschaften ein modernes und vielseitiges Studium, das sich im internationalen Vergleich sehen lassen kann. Nicht zuletzt der englischsprachige Masterstudiengang ‚Hydro Science and Engineering‘ zieht Studierende aus aller Welt an.

    Das morgige Jubiläumsprogramm gibt Interessierten einen Einblick in die Vergangenheit und Zukunft des Wasserwesens und der Hydrowissenschaften an der TU Dresden. Beginn der Veranstaltung im Hörsaal 1 (CHE 89) des Chemie-Neubaus an der Bergstraße 66 ist 15:00 Uhr.

    Jubiläumsprogramm

    50 Jahre Sektion Wasserwesen
    mit Peter Krebs, Christian Bernhofer, Christina Görner, Marc Walther

    Moderation: Prof. Niels Schütze, Sprecher der Fachrichtung Hydrowissenschaften
    Grußworte: Prof. Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, Gunda Röstel, Geschäftsführerin Stadtentwässerung Dresden GmbH, Vorsitzende der German Water Partnership e.V., und Prof. Dr. Olaf Kolditz, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ

    16:30 Uhr: „Von der Sektion Wasserwesen zur Fachrichtung Hydrowissenschaften – Die Entwicklung seit der Gründung“ von Prof. Christian Bernhofer, Prodekan der Fakultät Umweltwissenschaften und Inhaber der Professur für Meteorologie, TU Dresden

    17:00 Uhr: „Wasser im globalen Wandel – Wir organisieren uns im Center for Advanced Water Research (CAWR)“ von Prof. Peter Krebs, Leiter des Instituts für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft, TU Dresden, Ko-Vorsitzender des CAWR

    17:30 Uhr: „Zukünftige Herausforderungen für die Wasserforschung. Von Genen zu Ökosystemen – was tragen neue genetische Methoden zum Verständnis von Gewässerbelastungen bei?“ von Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen, Vorsitzender der Water Research Perspectives Commission der deutschen Water Science Alliance


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Peter Krebs, TU Dresden
    Professur für Siedlungswasserwirtschaft
    Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft
    Tel.: 0351 463-35257
    E-Mail: peter.krebs@tu-dresden.de

    Prof. Niels Schütze, TU Dresden
    Professur für Hydrologie
    Institut für Hydrologie und Meteorologie
    Sprecher der Fachrichtung Hydrowissenschaften
    Tel.: 0351 463-36380
    E-Mail: niels.schuetze@tu-dresden.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Meer / Klima
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


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