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20.03.2019 13:14

Ausstellung: Egon Hartmann 1919–2009. Architekt und Stadtplaner in Ost und West

Dr. Felix Müller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS)

    Der Architekt und Stadtplaner Egon Hartmann war eine Schlüsselfigur des städtischen Wieder- und Neuaufbaus, erst in der DDR, dann in der Bundes-republik. Sein Schaffen spiegelt in einzigartiger Weise wesentliche Entwick-lungslinien des deutschen Städtebaus nach 1945 wider. Anlässlich seines 100. Geburtstags zeigt das Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialfor-schung (IRS) in Erkner eine Ausstellung zu Egon Hartmann.

    Egon Hartmann war eine Schlüsselfigur des städtischen Wieder- und Neuaufbaus, erst in der DDR, dann in der Bundesrepublik. Sinnbild für seine Bedeutung in beiden deutschen Staaten sind seine Berliner Wettbewerbserfolge der 1950er-Jahre: im Osten für die Planung der Stalinallee (1. Platz, 1951), im Westen für eine künftige gesamtdeutsche Hauptstadt Berlin (2. Platz, 1958, vor Scharoun, Le Corbusier und anderen). Hartmanns Schaffen spiegelt in einzigartiger Weise wesentliche Entwicklungslinien des deutschen Städtebaus nach 1945 wider. Dabei schlossen sich für ihn modernistischer Neuaufbau und die Rückbesinnung auf lange gewachsene urbane Strukturen nicht aus.

    Gezeigt wird ein bewegtes Leben voller Brüche und Brücken, wobei Egon Hartmanns Wirken in Berlin anhand von originalen Zeichnungen vertieft wird. Hier hatte der aus Böhmen stammende Hartmann erstmals 1938 im Büro des Architekten Henry König gearbeitet. Noch in hohem Alter verfolgte er mit großem Interesse die städtebauliche Entwicklung Berlins, das nun wieder als Ganzes Regierungssitz war.

    Auf der Grundlage seines umfangreichen Nachlasses haben die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin eine Ausstellung über Egon Hartmann erstellt. Sie wurde 2018 zuerst im Thüringer Landtag in Erfurt präsentiert, dessen Verwaltungshochhaus von Hartmann 1950/51 entworfen und ausgeführt wurde (als erstes Hochhaus der DDR). Anlässlich seines 100. Geburtstags wird die Ausstellung 2019 in drei weiteren Städten gezeigt, in denen Hartmann als Architekt bzw. Stadtplaner Spuren hinterlassen hat: in Berlin, Mainz und München.

    Das Architekturmuseum lädt herzlich zur Ausstellungseröffnung ein:

    Zeit: Donnerstag, 21. März 2019, 19 Uhr
    Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin, Untergeschoss des Flachbaus

    Es sprechen:
    Dr. Hans-Dieter Nägelke, Leiter des TU-Architekturmuseums
    Dr. Kai Drewes, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung

    Die Ausstellung ist vom 25. März bis 16. Mai 2019 in der Zeit von Montag bis Donnerstag, 12 bis 16 Uhr, und nach Vereinbarung zu besichtigen.

    Sie wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Kai Drewes
    kai.drewes@leibniz-irs.de
    03362 793 143


    Weitere Informationen:

    https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=652
    https://leibniz-irs.de/personen-karriere/mitarbeiterinnen/person/kai-drewes-0622...
    https://leibniz-irs.de/forschungsinfrastruktur/wissenschaftliche-sammlungen/


    Anhang
    attachment icon Ausstellung: Egon Hartmann 1919–2009. Architekt und Stadtplaner in Ost und West

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Geschichte / Archäologie, Kunst / Design
    überregional
    Kooperationen, Pressetermine
    Deutsch


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