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01.04.2019 12:35

Universität Luzern ist erster WHO-Partner in Rehabilitationsprogramm

Lukas Portmann Stelle für Öffentlichkeitsarbeit
Universität Luzern

    Eine alternde Bevölkerung und zunehmende chronische Erkrankungen stellen eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt dar. Immer mehr Menschen sind auf Rehabilitation angewiesen. Die Universität Luzern nimmt diese Thematik auf und arbeitet dabei mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen.

    Am Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik wurde im vergangenen Jahr das "Center for Rehabilitation in Global Health Systems" gegründet. Thematisch richtet sich das neue Zentrum am Programm "Rehabilitation 2030" der WHO aus. Es ist offizielles Kollaborationszentrum der WHO. Prof. Dr. Gerold Stucki, Leiter des Seminars für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik, sagt dazu: "Die Ernennung als offizielles Kollaborationszentrum der Weltgesundheitsorganisation ist ein Meilenstein für die Universität Luzern und spiegelt die Bedeutung der Arbeit des Seminars und des Centers für globale Themen wider". Dies umso mehr, so Stucki, "als wir das erste von der WHO ernannte Kollaborationszentrum für Rehabilitation sind und es nur einige wenige gibt".

    Eröffnungsanlass mit Gastvortrag

    An einer Eröffnungsveranstaltung feiert das Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik am 4. April 2019 die Ernennung zum WHO-Kollaborationszentrum. In einem Gastvortrag wird Dr. Alarcos Cieza, Koordinatorin des Rehabilitationsprogramms der WHO, die Wichtigkeit von Rehabilitationsleistungen im Gesundheitssystem erläutern und die Arbeit der WHO vorstellen. "Ich freue mich, dass die WHO die Universität Luzern als erstes Kollaborationszentrum zur Integration der Rehabilitation in die Gesundheitssysteme ernannt hat", erklärt Cieza. "Es ist grossartig, dass die Universität Luzern das WHO-Programm unterstützt und ich bin überzeugt, dass wir mit unserem Arbeitsplan viel erreichen können", so Cieza weiter.

    Teilhabe am Alltag ermöglichen

    Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt stehen im 21. Jahrhundert vor grossen Herausforderungen. So steigt der Anteil der alternden Menschen an der Bevölkerung. Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen oder solche des Bewegungssystems nehmen stark zu. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen auf Rehabilitation angewiesen sind. Rehabilitation optimiert die Funktionsfähigkeit der Menschen. Dies umfasst etwa die Mobilität, die Fähigkeit den Alltag zu bewältigen und einen Haushalt zu führen, zu arbeiten oder sich aktiv in der Gesellschaft einzubringen. Daher trägt Rehabilitation dazu bei, dass Menschen trotz Gesundheitsproblemen ein aktives und zufriedenstellendes Leben führen können. Voraussetzung dafür ist aber der Zugang zu qualitativ hochwertigen Rehabilitationsprogrammen im Gesundheitssystem, was in vielen Länder der Welt noch nicht Realität ist.

    Programm will Rehabilitation breit verfügbar machen

    Die WHO hat deshalb 2017 die Initiative "Rehabilitation 2030: A Call for Action" ins Leben gerufen. Ziel ist es, Rehabilitation als Gesundheitsleistung für die gesamte Bevölkerung und über die gesamte Lebensspanne hinweg verfügbar zu machen. Das Center for Rehabilitation in Global Health Systems unterstützt die WHO dabei mit Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Forschung und Implementierung. Es wird mit akademischen, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen und Partnern sowie dem privaten Sektor zusammenarbeiten. Die Schwerpunkte sind Gesundheitspolitik- und Gesundheitssystemforschung.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Gerold Stucki, Lehrstuhlinhaber und Leiter des Seminars für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik sowie Direktor des Center for Rehabilitation in Global Health Systems, +41 41 229 56 30, gerold.stucki@unilu.ch
    PD Dr. Carla Sabariego, Koordinatorin des Center for Rehabilitation in Global Health Systems, +41 41 229 59 17 / +41 41 939 65 63, carla.sabariego@unilu.ch


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Kooperationen
    Deutsch


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