Wissenschaftler fordern bundesweite Strategie für saubere Luft

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09.04.2019 15:23

Wissenschaftler fordern bundesweite Strategie für saubere Luft

Dr. Thomas Nesseler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.

    München, 9. April 2019 – Heute hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ihre Stellungnahme „Saubere Luft ‒ Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen“ veröffentlicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese beauftragt, sich mit dem Thema Grenzwerte für die Belastung der Atemluft zu befassen.

    Hintergrund ist die breite Diskussion in der Öffentlichkeit darüber, wie diese Grenzwerte ermittelt und festgelegt werden und wie angemessen das Verhältnis von Aufwand und Nutzen für den Gesundheitsschutz ist. Zu diesem Zweck hat die Akademie die Arbeitsgruppe „Grenzwerte der Luftverschmutzung“ zusammengestellt. Zum Expertenkreis gehören 20 führende deutsche Professorinnen und Professoren verschiedener Fachrichtungen, darunter auch Professor Hans Drexler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM).

    Die über 50 Seiten umfassende Stellungnahme der Arbeitsgruppe beinhaltet sowohl Informationen zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand als auch Empfehlungen für den weiteren Weg zu einer saubereren Luft. Der derzeitige Fokus der Debatte auf Stickstoffdioxid sei nicht zielführend, heißt es im Papier der Wissenschaftler. Denn Feinstaub sei deutlich schädlicher für die Gesundheit. Die Experten plädieren dafür, die Anstrengungen zur Luftreinhaltung auf die Reduktion von Feinstaub zu konzentrieren. Sie weisen darauf hin, dass beim Verkehr vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen problematisch ist und fordern daher eine bundesweite Strategie zur Luftreinhaltung und nachhaltige Verkehrswende. Kurzfristige Maßnahmen wie Fahrverbote böten dabei keine wesentliche Entlastung.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter nachfolgenden Links:

    Arbeitsgruppe „Grenzwerte der Luftverschmutzung“
    https://www.leopoldina.org/politikberatung/arbeitsgruppen/grenzwerte-der-luftver...

    Pressemitteilung „Nationalakademie Leopoldina empfiehlt bundesweite Strategie zur Luftreinhaltung und eine nachhaltige Verkehrswende“
    https://www.leopoldina.org/presse-1/pressemitteilungen/pressemitteilung/press/26...

    Stellungnahme „Saubere Luft – Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen“
    https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/saubere-luft-...

    Pressekontakt der DGAUM:
    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.
    Berit Kramer
    Schwanthaler Str. 73 b | 80336 München
    Tel. 089/330 396-15 | Fax 089/330 396-13
    bkramer@dgaum.de | http://www.dgaum.de | http://www.twitter.com/DGAUM_GS

    Die DGAUM wurde 1962 gegründet und ist eine gemeinnützige, wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft der Arbeitsmedizin und der klinisch orientierten Umweltmedizin. Ihr gehören heute über 1.100 Mitglieder an, die auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin arbeiten, vor allem Ärztinnen und Ärzte, aber auch Angehörige anderer Berufsgruppen wie etwa Natur- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die Mitglieder der Fachgesellschaft engagieren sich nicht nur in Wissenschaft und Forschung, um so bereits bestehende Konzepte für die Prävention, die Diagnostik und Therapie kontinuierlich zu verbessern, sondern sie übernehmen die ärztliche und medizinische Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an der Schnittstelle von Individuum und Unternehmen. Darüber hinaus beraten die Mitglieder der DGAUM alle Akteure, die ihren Beitrag zu der medizinischen Versorgung leisten und auf Fachwissen aus der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention, der arbeits- und umweltbezogenen Diagnostik und Therapie, der Beschäftigungsfähigkeit fördernden Rehabilitation sowie aus dem versicherungsmedizinischen Kontext angewiesen sind. Weitere Informationen unter http://www.dgaum.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Politik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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