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10.04.2019 17:12

Julius Kühn-Institut ehrt Leiter seiner Vorgängereinrichtung zum 80. Geburtstag mit Kolloquium

Dipl.-Biol. Stefanie Hahn Pressestelle
Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

    Das JKI richtet am 11.4.2019 für Manfred Neumann, den ehemaligen Leiter der Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ), ein wissenschaftliches Kolloquium am Hauptsitz Quedlinburg aus.

    (Quedlinburg) Am 11. April richtet das Julius Kühn-Institut an seinem Hauptsitz zu Ehren von Manfred Neumann ein wissenschaftliches Kolloquium aus. Als Anstaltsleiter hatte Neumann die Bundesanstalt von 1996 bis 2004 geleitet. Unter seiner Ägide wurde der Neubau auf dem Moorberg (Erwin-Baur-Str. 27) geplant und die Zusammenführung verschiedener Standorte der Züchtungsforschung umgesetzt.

    Neumann blickt - typisch für Wissenschaftler, die in der ehemaligen DDR nicht voll auf Parteilinie waren - auf einen Lebenslauf mit etlichen Wartezeiten zurück. Seine kritische Einstellung zum System bescherte dem Züchtungsforscher, der zur Wendezeit den Runden Tisch in Quedlinburg mitinitiiert hatte, eine späte Anerkennung als Wissenschaftler und Forschungsmanager. Höhepunkt dieser Anerkennung im neuen Gesellschaftssystem war 2005 die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

    Das JKI möchte als Nachfolgeeinrichtung der BAZ Herrn Prof. Dr. Neumann in diesem Jahr auch noch einmal herzlich für seine Aufbauarbeit danken. Anlässlich seines 80. Geburtstags, den der Jubilar am 30. März beging, findet im Sitzungssaal ein wissenschaftliches Kolloquium zu seinen Ehren statt. Erwartet werden Weggefährten, Vertreter von Partnereinrichtungen sowie Kolleginnen und Kollegen, die mit und unter ihm als Arbeitsgruppenleiter, Leiter des Instituts für Gemüse- Heil- und Gewürzpflanzenzüchtung der BAZ und schließlich als Leiter der BAZ gearbeitet haben. Die Veranstaltung findet im geschlossenen Teilnehmerkreis statt. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sollten sich jedoch in der Pressestelle anmelden.

    Ausgewählte Daten aus dem Lebenslauf von Manfred Neumann:
    • Geboren am 31. März 1939 in Deutsch-Eylau (ehemals Westpreußen)
    • 1957 Abitur in Quedlinburg
    • Studium der Landwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    • Ab Oktober 1965 Tätigkeit im Institut Züchtungsforschung in der Abteilung Genetik des Instituts auf dem Forschungsgebiet „Überwindung von Kreuzungsbarrieren“
    • 1971 Promotion über „Untersuchungen zur postgamen Inkompatibilität und Möglichkeiten ihrer Beeinflussung“, anschließend Leitung der Arbeitsgruppe Ontogenetik;
    • 1988 B-Promotion über „Introgression genetischer Information von Triticum monococcum L. in 6x-Triticale“, die 1991 zur Habilitation umgewandelt wurde
    • In der Wendezeit aktiv am Runden Tisch der Stadt Quedlinburg engagiert, zugleich erster Vorsitzender des neu gegründeten wissenschaftlichen Institutsrates, der nach der Ablösung des Institutsdirektors in Zusammenarbeit mit einem geschäftsführenden Direktor die Leitung übernahm
    • Ab 1992 zunächst kommissarischer, dann ab 1994 ordentlicher Leiter des Instituts für Gemüse- Heil- und Gewürzpflanzenzüchtung der neu gegründeten Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ)
    • Von 1996 bis zur Pensionierung 2004 Anstaltsleiter der BAZ
    • Seit 1999 redaktionelle Betreuung und Herausgabe des für Quedlinburg spezifischen Kunst-Kalenders „Pflanze und Denkmal“


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften
    regional
    Personalia, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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