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06.05.2019 09:35

PM des MCC: CO₂-Preisreform ohne Belastung der Bürger machbar

Ulrich von Lampe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

    Die derzeit in der Bundesregierung diskutierte Option, mit einem „CO₂-Preis“ den Klimaschutz in den Bereichen Verkehr und Gebäude voranzubringen, ist in einer für typische Privathaushalte fast einkommensneutralen Form realisierbar. Wie das laufen könnte, hat jetzt das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in einer Modellrechnung beziffert – auf Basis der durch die EU-Umfrage „Household Budget Survey“ ermittelten Daten über die Ausgabenstruktur der Deutschen.

    „Der Effekt in der Einführungsphase einer solchen CO₂-Preisreform läge je nach Haushaltstyp zwischen 38 Euro Netto-Belastung und 19 Euro Netto-Entlastung pro Jahr, sagt Matthias Kalkuhl, Leiter der MCC-Arbeitsgruppe Wirtschaftswachstum und menschliche Entwicklung. Später seien Entlastungen für typische Familien in großen Städten um mehr als 200 Euro im Jahr möglich, während gutverdienende Haushalte in der Größenordnung von 150 Euro im Jahr belastet werden.

    Die Berechnungen orientieren sich an einem Reformkonzept von MCC-Direktor Ottmar Edenhofer und Christoph Schmidt, dem Chef des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Demnach würden im Jahr 2020 die Energiesteuern auf Heizöl, Erdgas und andere zum Heizen verwendete fossile Brennstoffe so verändert, dass sich daraus ein impliziter Preis von zunächst 20 Euro je emittierter Tonne CO₂ ergibt. Beim Sprit würde der CO₂-Preis auf die bestehenden Steuern, die vor allem mit der Finanzierung von Straßenbau und Rentenversicherung begründet werden, draufgeschlagen. Die Stromsteuer würde auf das europäische Mindestniveau reduziert. Und das Aufkommen aus dieser Preisreform würde als einheitlicher Pro-Kopf-Betrag an die Bürger zurückgegeben.

    Damit die Klimaziele erreicht werden, müsste der CO₂-Preis nach 2020 kontinuierlich steigen. Die MCC-Rechnung (siehe Tabelle im beigefügten PDF-Dokument) ermittelte deshalb auch die Folgen für 40 und 60 Euro. Sie ist jetzt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ erschienen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    https://www.mcc-berlin.net/de/ueber-uns/team/kalkuhl-matthias.html


    Weitere Informationen:

    http://www.mcc-berlin.net


    Anhang
    attachment icon PM des MCC: CO₂-Preisreform ohne Belastung der Bürger machbar_DE.pdf

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Energie, Meer / Klima, Politik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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