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07.05.2019 14:55

Wissenschaftskino: Eine differenzierte Sicht auf das Alter(n) schaffen

Iris Mickein Kommunikation & Marketing
Universität Basel

    Die Alterung der Bevölkerung wirft wichtige soziale und ethische Fragen auf. Eine Kurzfilmreihe von Forschenden aus Basel und Lausanne regt dazu an, den gesellschaftlichen Blick auf ältere Menschen zu hinterfragen. In der Deutschschweiz starten die kostenlosen Kino-Vorstellungen mit anschliessender Diskussion am 7. Mai 2019 in Liestal.

    Das Projekt von Forschenden der Universität Basel und des Institut et Haute Ecole de la Santé La Source, Lausanne, möchte die Wahrnehmung und Einstellung zu Alter und Alterung thematisieren, um das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Missbrauch und Diskriminierung von älteren Menschen zu schärfen. Nach dem Auftakt in Lausanne haben in der Westschweiz bereits drei Veranstaltungen mit rund 250 Teilnehmern stattgefunden. Jetzt kommt das Projekt nach Liestal, Basel und Zürich.

    Reale und differenzierte Filmporträts

    Das Programm der Kino-Vorführungen basiert auf einer Auswahl von acht Kurzdokumentarfilmen, die von Studierenden der Hochschule für Kunst und Design Lausanne (ECAL) produziert wurden. Sie bieten originelle und sensible Porträts von älteren Menschen, die eine Vielfalt von Lebenswegen und Arten des Älterwerdens aufzeigen sowie ihre Erwartungen und Hoffnungen skizzieren.

    «Das Projekt bringt Partner aus ganz unterschiedlichen Bereichen und Lebensphasen zusammen und richtet sich an ein ebenso breites Publikum», sagt PD Dr. Tenzin Wangmo vom Institut für Bio- und Medizinethik der Universität Basel, die das Projekt in Zusammenarbeit mit La Source leitet. «Wir forschen seit vielen Jahren zu den Themen Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung von älteren Erwachsenen im häuslichen Umfeld und in Pflegeinstitutionen. Wenn etwa die Leistungen der Krankenkassen weiter sinken, könnte sich das Problem zukünftig verschärfen. Wir wollen ein Umdenken anstossen, denn diese sozialen und ethischen Fragestellungen betreffen uns alle».

    Generationsübergreifender Austausch

    In der Deutschschweiz finden zwischen Mai und Oktober 2019 insgesamt acht kostenlose Kino-Vorführungen statt. Einige davon bringen gezielt ein generationsübergreifendes Publikum zusammen, dass sich aus Schulklassen und Bewohnerinnen und Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen zusammensetzt; andere richten sich an die breite Öffentlichkeit. Im Anschluss an die Vorführungen findet eine Diskussion mit den Forschenden statt. Basierend auf den gemeinsamen Erfahrungen der Filme, werden die Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, gemeinsam ihre Vorstellungen und Einstellungen bezüglich dem Alter(n) und älteren Menschen zu hinterfragen.

    Das Projekt wird durch das Agora-Programm des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert. Agora-Projekte müssen Interaktion und gegenseitiges Zuhören beinhalten und Dialoge zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit ermöglichen. «Ändern wir unseren Blick auf das Alter» ist eines von drei Basler Projekten, die der SNF im vergangenen Jahr bewilligt hat – neben der Ausstellung Bewegte Einblicke und Jacob Burckhardts Desktop.

    Bildmaterial
    Der Trailer kann für Berichterstattung zum Projekt verwendet werden. Film-Stills aus den Kurzfilmen können bei den Forschenden direkt angefragt werden.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    PD Dr. Tenzin Wangmo, Projektleitung, Universität Basel, Institut für Bio- und Medizinethik, Tel. +41 61 207 17 87, E-Mail: tenzin.wangmo@unibas.ch

    Dr. des. Michael Rost, Projektteam, Universität Basel, Institut für Bio- und Medizinethik, Tel. +41 61 207 17 88, E-Mail: michael.rost@unibas.ch

    Camille-Angelo Aglione, Projekt-Pressesprecher, Tel. +41 79 444 59 97, E-Mail: camilleangelo.aglione@gmail.com


    Weitere Informationen:

    https://ibmb.unibas.ch/en/vieux-alt/


    Bilder

    «Josette» ist einer von acht Kurzfilmen, die für das das Projekt produziert wurden.
    «Josette» ist einer von acht Kurzfilmen, die für das das Projekt produziert wurden.
    Bild: Jann Kessler
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    «Josette» ist einer von acht Kurzfilmen, die für das das Projekt produziert wurden.


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