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10.05.2019 14:10

Perspektiven von Simulation und Modellierung im digitalen Zeitalter - Konferenz ausgerichtet

Christian Ernst Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Clausthal

    Sie optimieren zum Beispiel Fabriken, Fahrpläne und Werkstoffe: In Zeiten der digitalen Transformation kommt der Simulation und Modellierung von Prozessen eine immense Bedeutung zu. Mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Fachrichtung haben sich auf dem zweiten „Clausthal-Göttingen International Workshop on Simulation Science“ vom 8. bis 10. Mai in der Aula Academica der TU Clausthal getroffen.

    Mit der aktuellen Tagung werde die Sichtbarkeit des Simulationswissenschaftlichen Zentrums Clausthal-Göttingen (SWZ) weiter erhöht, unterstrich der Clausthaler Universitätspräsident Professor Joachim Schachtner bei der Begrüßung. Das SWZ war 2013 als gemeinsames Zentrum der beiden südniedersächsischen Universitäten gegründet worden. Vom Land Niedersachsen zwischen 2013 und 2019 mit 4,3 Millionen Euro gefördert, sind seither rund 20 Forschungsprojekte aufgesetzt und zwei Juniorprofessuren installiert worden. „Das stimmt für die Zukunft dieser engen Forschungskooperation zwischen Clausthal und Göttingen optimistisch“, so Professor Schachtner.

    Auch Professor Jens Grabowski, Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen, hob die Bedeutung des SWZ hervor: „Das Zentrum ist eine Erfolgsstory.“ Als Beleg verwies er zum einen auf Professor Marcus Baum. Der Wissenschaftler war zunächst Juniorprofessor am Simulationswissenschaftlichen Zentrum und ist inzwischen als W3-Professor für die Universität Göttingen gewonnen worden. Zum anderen hielt Professor Grabowski den gerade veröffentlichten Forschungsbericht des SWZ in die Höhe. Der Umfang von 260 Seiten spreche für die vielfältigen Aktivitäten des Forschungszentrums.

    Inhaltlich beschäftigt sich das SWZ mit drei Forschungsfeldern: Simulation und Optimierung von Netzen, Simulation von Materialen und verteilte Simulation. Die Kombination dieser Themen und der interdisziplinäre Ansatz mache das Besondere der aktuellen Tagung aus, sagte der Clausthaler Professor Gunther Brenner als Sprecher des Simulationswissenschaftlichen Zentrums Clausthal-Göttingen. Informatiker, Mathematiker und Ingenieure aus Deutschland und aller Welt brachten sich in die Konferenz ein und tauschten sich über 45 Fachbeiträge aus. Leitvorträge hielten: Professor Benoît Appolaire (University of Lorraine, Frankreich) über Phasenfeldsimulationen von plastischer Verformung in Metallen, Thomas Drescher (Leiter Fahrzeugtechnik der Volkswagen AG) über die Bedeutung der Digitalisierung für die Entwicklung der Mobilität und Professor Peter Vortisch (Karlsruher Institut für Technologie) über die Simulation von Verkehr und Mobilität.

    Ein Höhepunkt war zudem die Podiumsdiskussion zu digitalen Lehr- und Lernmethoden. Die Moderation übernahm Juniorprofessorin Nina Gunkelmann, die die Tagung mit Unterstützung von SWZ-Geschäftsführer Dr. Alexander Herzog reibungslos organisiert hatte. Weitgehend einig waren sich die fünf Diskutierenden darüber, dass Simulations- und Modellierungstechniken künftig zu einem zentralen Element in der Lehre an Universitäten werden. „Da steht ein Wandel bevor“, sagte beispielsweise Professor Brenner, auch für die Rolle der Lehrenden.

    Am Rande der Konferenz ist auf der Zentrumsversammlung turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt worden. Vorsitzender für die kommenden zwei Jahre ist Professor Marcus Baum (Universität Göttingen), Stellvertreterin ist Juniorprofessorin Nina Gunkelmann (TU Clausthal). Weitere Vorstandsmitglieder sind aus Göttingen Professor Jens Grabowski und Fabian Sigges, M.Sc., sowie aus Clausthal Professor Jörg Müller und Dr.-Ing. Andreas Reinhardt.


    Weitere Informationen:

    https://www.simzentrum.de/
    https://www.simscience2019.tu-clausthal.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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