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04.11.2003 10:06

Der Mensch und seine kleinen, pelzigen Verwandten

Dipl.-Biol./Journalist Manfred Braun Presse und Kommunikation
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

    Ab Sonntag: Internationaler Kongress für Mausgenetik in Braunschweig

    Die Gene von Maus und Mensch stehen im Mittelpunkt einer Konferenz, zu der sich in der kommenden Woche Experten aus aller Welt in Braunschweig treffen. Bei der "International Mouse Genome Conference" zwischen 9. und 12. November in der Braunschweiger Stadthalle werden rund 400 Wissenschaftler über ihr Spezialgebiet diskutieren.

    Zu etwa 95 Prozent, so das erstaunliche Ergebnis jüngerer Forschungsarbeiten, stimmt die menschliche Erbinformation mit derjenigen der Maus überein. Nicht zuletzt deshalb rückt die Mausgenetik zurzeit in den Brennpunkt des Interesses der medizinischen Forschung. Die Maus hat sich als so genannter "Modellorganismus" etabliert, an dem Wissenschaftler Krankheiten und Stoffwechselprozesse erforschen, die sich so oder ähnlich auch beim Menschen finden lassen. Der Einfluss genetischer Voraussetzungen spielt dabei eine entscheidende Rolle: "An Mäusen untersuchen wir unter anderem, welche Erbfaktoren ein Individuum besonders anfällig oder widerstandsfähig für bestimmte Erkrankungen machen", erklärt Prof. Dr. Rudi Balling, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig. Balling zählt als einer der Koordinatoren zu den Gastgebern der Konferenz.

    Vom Roboter-Fußball zum Nagetier-Gen

    Einer der prominenteren Redner der Braunschweiger Mausgenetik-Konferenz wird der japanische Bioinformatiker Hiroaki Kitano sein. Bekannt geworden als Organisator des "RoboCup" - einer Weltmeisterschaft von Roboter-Teams, die gegeneinander Fußball spielen - erforscht Kitano zurzeit die Gesetzmäßigkeiten komplexer biologischer Systeme. Ergänzt wird das Tagungsprogramm durch einen Bioinformatik-Workshop, der bereits am 8. November in Räumen der GBF von Mitarbeitern des amerikanischen Jackson-Labors organisiert wird, der weltweit größten Forschungseinrichtung für Säugetiergenetik.


    Hinweise

    Veranstalter des Wissenschaftler-Treffens ist die International Mammalian Genome Society (IMGS). Die vorangegangenen Kongresse dieser weltweiten Fachgesellschaft für Säugetier-Genetik hatten in San Antonio (USA), Edinburgh (Schottland) und Narita (Japan) stattgefunden. Im Jahr 2004 wird das amerikanische Seattle der Tagungsort sein.

    Nähere Informationen finden Sie im Internet:

    17th International Mouse Genome Conference 2003: www.mousegenomeconference.com
    International Mammalian Genome Society: www.imgs.org


    Weitere Informationen:

    http://www.mousegenomeconference.com
    http://www.imgs.org


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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