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16.05.2019 13:55

Künstliche Intelligenz und Streetart

Nicolas Scherger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

    Das Projekt „Stadtwandforschung“ der Universität Freiburg verbindet Wissenschaft und Kunst im öffentlichen Raum

    Was passiert, wenn sich Streetart von Forschung an Künstlicher Intelligenz (KI) inspirieren lässt? Dieser Frage widmet sich die „Stadtwandforschung“, mit der sich die Universität Freiburg am „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt. Ziel ist, Kunst und Wissenschaft in die Freiburger Innenstadt zu bringen: mit Streetart zum Thema KI auf fünf großformatigen Wandbildern, so genannten Murals, und auf einer Straßenbahn – begleitet von interaktiven Führungen, Diskussionsveranstaltungen, einem Workshop für Jugendliche und einer Ausstellung.

    „Freiburg ist für ‚Stadtwandforschung‘ der ideale Ort“, sagt Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität. „Die Forschung zur Künstlichen Intelligenz an der Universität Freiburg bildet einen bedeutenden und international sichtbaren Schwerpunkt. Die Forschungsaktivitäten sind eingebettet in eine Fächervielfalt, die es uns ermöglicht, die ethischen, rechtlichen und sozialen Folgen dieser Zukunftstechnologie aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven zu behandeln. Der Dialog mit der Öffentlichkeit ist uns in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Das Projekt ‚Stadtwandforschung‘, das wissenschaftliche und künstlerische Zugänge kombiniert, eröffnet der Wissenschaftskommunikation und der gesellschaftlichen Debatte über Zukunftstechnologien ganz neue und zeitgemäße Möglichkeiten. Es füllt das Motto ‚Connecting Creative Minds‘, das für die zukünftige Entwicklung der Universität Freiburg steht, mit Leben.“

    Neben der Vermittlung der Themen und der wissenschaftlichen Inhalte will das Wissenschaftsjahr gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in der Forschung anstoßen und vorantreiben. Da sich die KI potenziell stark auf die Gesellschaft auswirkt, will „Stadtwandforschung“ dieses Thema für Bürgerinnen und Bürger zugänglich machen, sie über den aktuellen Stand der Forschung informieren und in partizipativen Formaten einen offenen Diskurs ermöglichen. Im Zentrum stehen die Wandbilder: Für jedes Mural bildet sich ein Tandem, bestehend aus je einem Streetart-Künstler oder einer Streetart-Künstlerin und einem KI-Wissenschaftler oder einer
    -Wissenschaftlerin. „Wenn sich Künstler Forschungsthemen annehmen und sich mit Wissenschaftlern austauschen, bringen sie neue Perspektiven auf die Fragestellungen ein, insbesondere, wenn sie die gesellschaftlich relevanten Aspekte der Forschung offenlegen“, sagt Oliver Müller, Professor für Philosophie der Gegenwart und Technik und Leiter des Projekts „Nexus Experiments“, einer Kunst-Wissenschaftsinitiative der Universität Freiburg und des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools, in deren Rahmen „Stadtwandforschung“ entstanden ist. „Damit die Kunstwerke eine möglichst breite Diskussion über die Auswirkungen von KI anregen, sollen sie nicht in einer Galerie stehen, sondern im öffentlichen Raum der Freiburger Innenstadt sichtbar sein. Dafür ist das Medium Streetart besonders gut geeignet.“

    Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kulturaggregat e.V., einem Kollektiv aus Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und
    -interessierten mit dem Ziel, mehr Kunst und Kultur beziehungsweise Subkultur in den öffentlichen Raum zu bringen. „Diese Art von Zusammenarbeit von Forschenden und Streetart-Künstlern ist einmalig und wir sind schon sehr gespannt auf die Entwürfe, die gerade entstehen“, sagt Darwin Zulkifli vom Kulturaggregat. „Wer Interesse an einem einzigartigen Bild an der eigenen Wand hat, darf sich gerne bei uns melden – wir suchen noch nach freien Wänden: groß, sichtbar und in der Innenstadt wäre uns am liebsten.“ Für Anfragen und Hinweise ist das Team unter folgender E-Mail-Adresse erreichbar: info@kultur-aggregat.de

    Die „KI-Straßenbahn“ mit einer Gestaltung der Künstler Smy und Fritz Boogie wird vom 1. Juni bis zum 31. November 2019 durch die Freiburger Innenstadt fahren. Auf der Linie 4 finden am Freitag, 21. Juni in dieser Bahn von 16 bis 17 Uhr und von 19 bis 21 Uhr „Tramgespräche“ mit dem Robotiker Prof. Dr. Wolfram Burgard zum Thema KI und Streetart statt. Die Straßenbahn bringt während der internationalen Robotik-Konferenz „Robotics: Science and Systems“ internationale Gäste von der Messe in die Innenstadt. Im Mai und Juni gestalten Smy, Fritz Boogie, Innerfields, Marc C. Woehr, Mr. Woodland und Sare die Murals, für die schon zwei Wände feststehen: der Durchgang am soziokulturellen Zentrum FABRIK, Habsburgerstraße 3, und das an das Kollegiengebäude III angrenzende Gebäude Humboldtstraße 3. Am 30. Juli um 19 Uhr wird ein besonderes „Mural“ gehisst – das Blendschutzbanner an der Universitätsbibliothek, das ebenfalls mit KI-Motiven gestaltet wird. Im Juli finden immer dienstags ab 19 Uhr „Wandgespräche“ an einem der Murals statt – Forscher und Künstler berichten vor Ort von ihrer Zusammenarbeit und diskutieren ihre Standpunkte mit dem Publikum. Die Ausstellung aller Werke im Kulturaggregat e.V., Hildastraße 5 eröffnet am 14. September und endet am 12. Oktober. Während der Laufzeit sind Führungen für Schülerinnen und Schüler, Filmvorführungen nach dem Konzept „Science Fiction im Realitätscheck“, Workshops und weitere Veranstaltungen geplant. Im Oktober und November finden zudem Führungen mit begleitenden Diskussionen zu den Wänden statt.

    Hintergrundinformationen: „Nexus Experiments“
    „Stadtwandforschung“ ist ein Projekt von „Nexus Experiments“, einer Initiative der Universität Freiburg, die einen besonderen Ansatz der Wissenschaftsvermittlung und der ethischen Reflexion verfolgt: Sie entwickelt partizipative, experimentelle und kreative Formate in enger Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern. Die Konzeption und Ausführung der Projekte übernehmen Sabrina Livanec und Mathilde Bessert-Nettelbeck.
    www.nexusexperiments.uni-freiburg.de

    Links
    • Weitere Informationen zu „Stadtwandforschung“
    http://www.nexusexperiments.uni-freiburg.de/stawafo/

    • Programm „Stadtwandforschung“ (pdf)
    http://www.nexusexperiments.uni-freiburg.de/fileadmin/user_upload/05132019-FDC-S...

    • Website zum Wissenschaftsjahr 2019
    https://www.wissenschaftsjahr.de/2019/

    Kontakt:
    Prof. Dr. Oliver Müller
    Philosophisches Seminar / BrainLinks-BrainTools
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-2432
    oliver.mueller@philosophie.uni-freiburg.de

    Mathilde Bessert-Nettelbeck
    Nexus Experiments
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-9504
    mathilde.bessert-nettelbeck@blbt.uni-freiburg.de

    Bildunterschrift 1:
    Der Künstler Marc C. Woehr im Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Projekt „Stadtwandforschung“ bei einem Treffen in den Räumen des Kulturaggregat e.V. in der Hildastraße 5 in Freiburg.

    Bildunterschrift 2:
    Der Künstler Marc C. Woehr zu Besuch im Labor des Informatikers Joschka Bödecker: Sie tauschen sich aus zum Thema künstliche Intelligenz und maschinellem Lernen.

    Bildunterschrift 3:
    Die Robotikerin Marina Kollmitz erklärt Mr. Woodland ihr Forschungsprojekt: den Roboter mit dem Spitznamen „Canny“.


    Weitere Informationen:

    https://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2019/kuenstliche-intelligenz-und-streetart


    Anhang
    attachment icon Siehe Text. Bildunterschrift 3

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Gesellschaft, Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Kunst / Design
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Siehe Text. Bildunterschrift 1


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    Siehe Text. Bildunterschrift 2


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