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22.05.2019 10:38

Leopoldina und Akademienunion stellen Empfehlungen für zeitgemäßes Fortpflanzungsmedizingesetz vor

Caroline Wichmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

    Seit vier Jahrzehnten steht ungewollt kinderlosen Paaren die Hilfe der Fortpflanzungsmedizin zur Verfügung. Rechtlich geregelt ist der Umgang damit in Deutschland in dem vor fast drei Jahrzehnten verabschiedeten Embryonenschutzgesetz. In der Stellungnahme "Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung" sprechen sich Leopoldina und Akademienunion für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz aus. Anlässlich der Veröffentlichung der Stellungnahme in Berlin diskutieren die Autorinnen und Autoren ihre Empfehlungen mit Gesundheitspolitikerinnen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

    Veröffentlichung der Stellungnahme der Akademien
    "Fortpflanzungsmedizin in Deutschland ‒ für eine zeitgemäße Gesetzgebung"
    Dienstag, 4. Juni 2019, 18 bis 20 Uhr
    Kalkscheune, Johannisstraße 2, 10117 Berlin

    Das Embryonenschutzgesetz von 1990 bildet viele der in den vergangenen Jahrzehnten gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Weiterentwicklung medizinischer Verfahren nicht ab. Zudem haben sich in den vergangenen 30 Jahren die gesellschaftlichen Vorstellungen von Familie und Elternschaft geändert. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat vor diesem Hintergrund medizinische, rechtliche und ethische Fragen der Fortpflanzungsmedizin beleuchtet. In der resultierenden Stellungnahme werden die Analysen sowie darauf aufbauende Empfehlungen publiziert. Im Rahmen der Veröffentlichung werden die Empfehlungen mit Politikerinnen und mit dem Publikum diskutiert.

    Auf dem Podium sprechen:

    Prof. Dr. Jochen Taupitz, Sprecher der Arbeitsgruppe, Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales, Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim
    Karin Maag, Gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion
    Sabine Dittmar, Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion
    Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Bündnis 90/Die Grünen, Obfrau im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages
    Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Mitglied der Arbeitsgruppe, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen
    Prof. Dr. Heribert Kentenich, Mitglied der Arbeitsgruppe, Fertility Center Berlin

    Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung bis zum 27. Mai wird gebeten.


    Weitere Informationen:

    https://www.leopoldina.org/veranstaltungen/veranstaltung/event/2692/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik, Politik, Recht
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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