idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
22.05.2019 11:07

Was können Meinungen heute noch bedeuten?

Bernd Hegen Referat Öffentlichkeitsarbeit
Universität Koblenz-Landau

    Hate Speech, Fake News oder Filterblasen: Ein neues Forschungsprojekt an der Universität Koblenz-Landau untersucht, was Meinungen angesichts der Verunsicherungen durch technische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen für die menschliche Orientierung noch bedeuten können. Das Projekt von Philosophieprofessor Dr. Christian Bermes ist von der VolkswagenStiftung in die Förderlinie „Originalitätsverdacht“ aufgenommen worden und wird mit 66.900 Euro gefördert.

    Mit Facebook, Instagram, Twitter & Co. ist es nicht nur leicht geworden, sich zu informieren, man wird auch verführt, sich blitzschnell zu äußern. „Diese Äußerungen werden häufig als Meinungsäußerungen angesehen“, beobachtet Bermes. „Doch handelt es sich hier wirklich um Meinungen?“, fragt er. „Wissen wir eigentlich noch, was Meinungen sind und welche Funktion sie im menschlichen Leben erfüllen? Ist jede Kundgabe einer Stimmung immer auch eine Meinung?“

    Antworten auf diese Fragen soll sein neues Forschungsprojekt geben, das den Titel „Was können Meinungen (noch) bedeuten? Eine Verteidigung der Meinung in Zeiten der Meinungsverunsicherung“ trägt. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Kommunikationsmöglichkeiten und mit Blick auf die Verfassung moderner Gesellschaften fragt das Forschungsprojekt danach, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um eine Äußerung als Meinungsäußerung zu begreifen. Bermes: „Das Projekt greift vor allem die aktuelle Beunruhigung auf, was Meinungen für die menschliche Orientierung noch bedeuten können angesichts der Verunsicherungen durch technische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Ziel ist, die Eigenständigkeit des Konzepts der Meinung zu entfalten, um eine Theorie der wohlfundierten Meinung zu entwickeln.“

    Die Forschungsergebnisse sollen gemäß dem Programm der VolkswagenStiftung neue Perspektiven für die Theoriebildung in den Wissenschaften ermöglichen, besonders mit Blick auf die Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften und Eingang finden in die öffentliche Debatte über die Veränderungen der modernen politischen und gesellschaftlichen Kommunikation.

    Aufgenommen wurde das Projekt in die Förderlinie „Originalitätsverdacht“ der VolkswagenStiftung. In dieser Förderlinie werden laut VolkswagenStiftung nur Projekte gefördert, die im hohen Maße innovativ sind und neue Perspektiven für verschiedene Disziplinen eröffnen. Die Stiftung bietet mit dem Programm einzelnen Forscherpersönlichkeiten die Möglichkeit, eine neue Idee, eine neue These oder ein neues Thema zu entwickeln.

    Pressekontakt:
    Universität Koblenz-Landau
    Referat L12: Öffentlichkeitsarbeit
    Kerstin Theilmann
    Tel.: (06341) 280-32219
    E-Mail: ktheilmann@uni-koblenz-landau.de

    Universität Koblenz ∙ Landau
    Die Universität Koblenz-Landau gehört zu den jüngsten Universitäten in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat sie sich zu einer mittelgroßen, forschungsorientierten Hochschule entwickelt. Das Studienangebot reicht von den Bildungs-, Geistes-, Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaften über die Informatik in Koblenz und die Psychologie in Landau. Als einzige Universität in Rheinland-Pfalz bietet sie Lehramtsstudiengänge für alle Schularten an. An zwei modernen Standorten am Mittelrhein und in der Südpfalz bestimmen individuelle Betreuung und forschungsnahe Ausbildung den Lehr- und Studienbetrieb.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Professor Dr. Christian Bermes
    Universität Koblenz-Landau
    Fachbereich 5: Erziehungswissenschaften
    Institut für Philosophie

    Tel.: (06341) 280 32 274
    E-Mail: bermes@uni-landau.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay