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22.05.2019 12:06

Ringvorlesungen der Universität des Saarlandes in der 22. Kalenderwoche

Gerhild Sieber Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Im Sommersemester bietet die Universität des Saarlandes wieder öffentliche Vortragsreihen an, die allen Interessierten offen stehen. Der Eintritt ist frei.

    1. Literaturwissenschaftliche Ringvorlesung „Narren, Clowns, Spaßmacher“
    Montag, 27. Mai, 19 Uhr: „Von Narren und Dibbuks. Komisch-provozierende Perspektiven auf die Shoah“
    (Prof. Christiane Solte-Gresser, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft))

    Es ist kaum eine größere Unvereinbarkeit denkbar als die zwischen Shoah und Komik. Entsprechend irritierend und provozierend sind Auseinandersetzungen mit Deportation, Konzentrationslager und Massenvernichtung aus einer komischen Perspektive. Weshalb, auf welche Weise und mit welcher Wirkung rufen Narrenfiguren, die von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erzählen, ein Lachen hervor, das uns im Halse stecken bleibt?

    Im Mittelpunkt des Vortrags stehen der groteske Roman „Der Tanz des Dschingis Cohn“ von Romain Gary aus dem Jahr 1967 und der Film „Zug des Lebens“ des Regisseurs Radu Mihaileanu von 1998. Anhand dieser beiden Beispiele soll gezeigt werden, wie ein Dibbuk und der ‚Dorftrottel‘ eines osteuropäischen Schtetls – zwei klassische Narrenfiguren der (jüdischen) Kulturgeschichte – die Shoah aus einer sehr eigenwilligen Perspektive erleben und vermitteln; aus einer Erzählperspektive nämlich, die im wörtlichen Sinne unmöglich ist.
    Detailliertes Programm: https://literaturarchiv.uni-saarland.de/ringvorlesung/

    Veranstaltungsort: Festsaal des Rathauses St. Johann, Rathausplatz 1, 66111 Saarbrücken
    Kontakt: Dr. Katharina Meiser, k.meiser@mx.uni-saarland.de, Tel.: 0681 302-4511
    und Prof. Dr. Sikander Singh, s.singh@sulb.uni-saarland.de, Tel.: 0681 302-3327

    2. Ringvorlesung „Bio-Logisch!“
    Mittwoch, 29. Mai, 18.30 Uhr: „Epigenetik – das Spiel der Gene“
    (Prof. Jörn Walter, Genetik/Epigenetik, Saarbrücken)

    Die Epigenetik ist ein neues Fach der Biologie, das sich mit Fragen der Ausgestaltung und Nutzung genetischer Informationen beschäftigt: Wie funktioniert ein Genom? Wie werden Genschalter in den Billiarden von Zellen unseres Körpers auf wundersam exakte Weise „angesteuert“? Welche Fehler treten dabei auf, und was erzählen sie uns über das Altern oder die Ursachen von Erkrankungen? Wie umkehrbar sind solche Prozesse, kann man Zellen epigenetisch gesunden lassen oder gar verjüngen? Welchen Einfluss hat die Umwelt auf diese epigenetische Steuerung der Gene? Antworten auf diese spannenden Fragen liefern modernste Genom-Forschungsansätze, die im Vortrag anhand verständlicher Beispiele erläutert werden.

    Prof. Jörn Walter ist Inhaber des Lehrstuhls für Genetik an der Saar-Universität und widmet sich den Grundlagen der Epigenetik und Epigenomfoschung, unter anderem im Hinblick auf menschliche Erkrankungen, epigenetische Reprogrammierung und frühe Embryonal-Entwicklung. Er hat eine Reihe nationaler und internationaler Forschungsprogramme zur Epigenetik geleitet und ist seit 2016 im Vorstand des Internationalen Humanen Epigenomkonsortiums IHEC.
    Detailliertes Vortragsprogramm: http://zhmb.uni-saarland.de/bio-logisch/

    Veranstaltungsort: Filmhaus, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken
    Kontakt: Zentrum für Human- und Molekularbiologie, Tel.: 06841 16-26184, E-Mail: zhmb@zhmb.uni-saarland.de
    und: Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken / Abt. Film und Wissenschaft, Christel Drawer, Tel.: 0681 93674-13, E-Mail: christel.drawer@saarbruecken.de

    3. Gastvortrag im Rahmen des internationalen Graduiertenkollegs „Diversität“
    Mittwoch, 29. Mai, 16 Uhr: „Philosophie africaine, traduction et heterolinguisme“
    (Professor Souleymane Bachir Diagne)

    Der Referent ist einer der international renommiertesten afrikanischen Intellektuellen und Geisteswissenschaftler und kommt als Gast des internationalen Graduiertenkollegs „Diversität: Vermittlungsprozesse von Differenz in transkulturellen Räumen“ (IRTG 1864) der Universitäten in Saarbrücken, Trier und Montréal nach Saarbrücken. Zurzeit ist er Gastforscher am Institut d’Études Avancées in Nantes (Frankreich). Seine derzeitigen Hauptforschungsgebiete betreffen die Frage der Übersetzung und der Übersetzbarkeit philosophischer Begriffe und Diskurse und die Infragestellung des westlichen Universalismus aus außereuropäischer und islamischer Sicht. Sein Vortrag findet in französischer Sprache statt.

    Souleymane Bachir Diagne ist Absolvent der École Normale Supérieure in Paris, wo er unter anderem bei Jacques Derrida und Louis Althusser studierte und bei Jean-Toussaint Desanti promovierte. Anschließend war Diagne zunächst Professor für Philosophie an der Université Cheikh Anta Diop in Dakar (Senegal) und zwischenzeitlich (1993-99) Conseiller personnel für die Bereiche Kultur und Bildungswesen des senegalesischen Staatspräsidenten Abdou Diouf, bevor er 2002 in die USA ging, um eine Professur für afrikanische Philosophie an der Northwestern University (Evanston/Chicago) und dann ab 2008 an der Columbia University in New York anzutreten.

    Veranstaltungsort: Campus der Universität, Gebäude E1 7, Raum 002

    Weitere Infos finden Sie hier: http://www.irtg-diversity.com/index.php?page=now-and-upcoming&article=361
    Überblick über alle Gastvorträge im Rahmen des Graduiertenkollegs: http://www.amerikanistik.uni-saarland.de/index.php?id=73&no_cache=1


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Sprache / Literatur
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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