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04.06.2019 11:33

Leuphana kooperiert mit Nobelpreisträger Professor Muhammad Yunus

Henning Zuehlsdorff Pressestelle
Leuphana Universität Lüneburg

    In Lüneburg entsteht ein Yunus Centre for Social Business.

    Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und die Leuphana Universität Lüneburg haben im Mai in Wiesbaden ein Memorandum of Understanding für die Gründung eines „Yunus Centre for Social Business and Values“ (YSBC) an der Leuphana unterzeichnet. Aufgabe der Einrichtung wird es sein, die Bedeutung von Unternehmen, die soziale Geschäftsmodelle verfolgen, in Forschung und Lehre zu behandeln. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die ethischen Wertvorstellungen der Gründer und auf Nachhaltigkeitsaspekte gelegt werden. Etwa fünf Professoren und weitere Wissenschaftler werden der Einrichtung angehören und voraussichtlich im Herbst dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen.

    Im Jahr 2006 haben der Wirtschaftsfachmann Professor Muhammad Yunus und die von ihm gegründete Grameen Bank den Friedensnobelpreis erhalten. Die in Bangladesch ansässige Bank vergibt Kleinstkredite an arme Menschen und eröffnet ihnen damit eine wirtschaftliche Perspektive. Yunus hat das zugrundeliegende Mikrofinanz-Konzept und das Konzept des Social Business definiert und entwickelt. Weltweit gibt es aktuell 73 Yunus Social Business Centres (YSBC), koordiniert über das Yunus Centre in Dhaka. Sie befinden sich an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und sollen dazu beitragen, den Gedanken der Lösung sozialer Probleme durch wirtschaftliche Aktivität zu verbreiten.

    Mit dem neuen Yunus Centre for Social Business and Values entsteht an der Leuphana eine Einrichtung, die Sozialunternehmertum im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Wertewandel untersuchen wird. Das Lüneburger Zentrum wird sich von anderen YSBC dadurch unterscheiden, dass neben sozialwissenschaftlichen und ökonomischen Gesichtspunkten die Perspektive der Nachhaltigkeitswissenschaft eine besonders hohe Bedeutung erhält. Im Rahmen von Forschungs-, Lehr- und Transferaktivitäten sollen sowohl Studierende als auch Gründer angesprochen und in die Lage versetzt werden, erfolgreiche soziale Unternehmen aufzubauen.

    Leuphana-Vizepräsident Prof. Dr. Markus Reihlen, der zu den Initiatoren des YSBC in Lüneburg gehört, freut sich über die mit der Gründung neu entstehenden Perspektiven: „Die Idee von Professor Yunus, dass Social Business die Dynamik des traditionellen Wirtschaftens mit dem sozialen Bewusstsein der Wohltätigkeit verbindet, passt zu unserer Mission und baut eine wichtige Brücke zwischen Wirtschaft und Nachhaltigkeit.“

    Hintergrund:
    Der Kontakt zwischen Professor Yunus, dem in Wiesbaden ansässigen Joint Venture des Nobelreisträgers „The Grameen Creative Lab“ und der Leuphana besteht seit 2009. In den Gesprächen ging es um die Frage, wie das Wirken und die Philosophie von Professor Yunus und der Anspruch der Leuphana als Universität für die Herausforderungen der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zueinander passen könnten. Im Rahmen der Utopie-Konferenz der Leuphana im vergangenen Jahr, an der auch die beiden Referenten Dominique V. Dauster, Director der Yunus + You Foundation und Yunus‘ Sonderberater für internationale Beziehungen, Grameen Creative Lab, und Manouchehr Shamsrizi, u.a. Grameen Creative Lab/Yunus brain pool, teilnahmen, konkretisierte sich die Idee der Etablierung eines YSBC. Nicht zuletzt auch durch die Zusammenarbeit der Leuphana mit dem Hamburger Institut für Familienunternehmen und Professor Günther Strunk, konnte die Idee eines fakultätsübergreifenden YSBC an der Leuphana schließlich umgesetzt werden.

    Weitere Information:
    https://www.muhammadyunus.org/index.php/yunus-centre/yunus-social-business-centr...
    http://www.yyfoundation.com/
    https://www.grameencl.com
    http://www.socialbusinesspedia.com


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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