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05.06.2019 11:34

Europa-Universität forscht zu „Landschaften der Verfolgung“ – Auftaktkonferenz am 20. Juni / Interviewvermittlung

Michaela Grün Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

    Welche Ursachen und Ausmaße hatte die politische Repression in der DDR und wie wirkt diese bis heute nach? Das zu erforschen ist Ziel des interdisziplinären Forschungsvorhabens „Landschaften der Verfolgung“, an dem die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) beteiligt ist. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 5,4 Millionen Euro geförderte Forschungsverbund veranstaltet am Donnerstag, dem 20. Juni, unter dem Titel „ÜberLeben in der Diktatur“ seine Auftaktkonferenz im Senatssaal, Viadrina-Hauptgebäude, Große Scharrnstraße 59, Raum 109.

    Europa-Universität forscht zu „Landschaften der Verfolgung“ – Auftaktkonferenz am 20. Juni / Interviewvermittlung
     
    Welche Ursachen und Ausmaße hatte die politische Repression in der DDR und wie wirkt diese bis heute nach? Das zu erforschen ist Ziel des interdisziplinären Forschungsvorhabens „Landschaften der Verfolgung“, an dem die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) beteiligt ist. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 5,4 Millionen Euro geförderte Forschungsverbund veranstaltet am Donnerstag, dem 20. Juni, unter dem Titel „ÜberLeben in der Diktatur“ seine Auftaktkonferenz im Senatssaal, Viadrina-Hauptgebäude, Große Scharrnstraße 59, Raum 109.

    Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal eröffnet am Donnerstag, dem 20. Juni, 9.45 Uhr, die Konferenz. Im Anschluss wird Prof. Dr. Jörg Baberowski von der Humboldt-Universität zu Berlin als Sprecher des Forschungsverbundes einen Einführungsvortrag „Vom Umgang mit der Diktatur“ halten. Auf vier prominent besetzten Podien geht es anschließend um die Themenfelder Repression, Legitimation, Bewältigung und Perspektiven.
    Über die Praktiken der Repression sprechen ab 10.45 Uhr unter anderem Viadrina-Historikerin Prof. Dr. Claudia Weber, die Autorin Monika Maron und Dr. Helge Heidemeyer, Abteilungsleiter beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.
    Ab 13.15 Uhr geht es in einer weiteren Runde um legitimierende Mittel jenseits von Gewalt und Repression. Es diskutieren: Schriftsteller und Historiker György Dalos, der Theologe Frank Richter und Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig von der Universität Passau.
    Die Bewältigung von Repressionserfahrungen besprechen ab 15.15 Uhr unter anderem Prof. Dr. Isabella Heuser von der Charité-Universitätsmedizin, die Journalistin Regina Mönch und Sporthistoriker Prof. Dr. Giselher Spitzer von der Viadrina-Arbeitsgruppe Aufarbeitung und Recht.
    Ab 17.00 Uhr kommen bei einer Abschlussdiskussion der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Robert Jahn, Viadrina-Jurist Prof. Dr. Johannes Weberling, Dieter Dombrowski vom Menschenrechtszentrum Cottbus e. V., Uta Gerlant von der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße sowie Dr. Olaf (Weißbach Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.) ins Gespräch.

    Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.
    Das Programm sowie Informationen zur Anmeldung und dem Projekt finden Sie unter: http://www.landschaften-verfolgung.de

    Für Medien: Bei der Vermittlung von Interviews mit Expertinnen und Experten im Vorfeld und am Rande der Konferenz sind wir gern behilflich. Wenden Sie sich bei Interesse an: presse@europa-uni.de oder 0335 - 5534 4515.

    Beteiligung Europa-Universität Viadrina
    Die Europa-Universität ist mit der Arbeitsgruppe Aufarbeitung und Recht unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Weberling an dem Forschungsvorhaben beteiligt. Der Viadrina-Jurist untersucht in einem Teilprojekt die Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer politischer Verfolgung und die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf das Rechtsbewusstsein der ostdeutschen Bevölkerung.

    Hintergrund zum Verbundprojekt
    Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens ist die Feststellung, dass drei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR die Ausmaße politischer Verfolgung in Ostdeutschland zwischen 1945 und 1989 noch immer unzureichend erforscht sind. Im Zentrum des Projektes steht die Erstellung einer Datenbank zu den Dimensionen politischer Haft in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR.
    Neben der Viadrina sind folgende Forschungseinrichtungen an dem Verbundprojekt beteiligt:
    das Institut für Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Fachbereich Politikwissenschaft an der Universität Passau sowie die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin. Hinzu kommen Gedenkstätten und Institutionen der DDR-Aufarbeitung wie die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V., die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam und die Robert-Havemann-Gesellschaft. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen ist Kooperationspartner.
    Der Forschungsverbund wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als eines von 14 Verbundprojekten gefördert, die sich mit der Geschichte der DDR auseinandersetzen sollen. Über die Projektlaufzeit von vier Jahren wurden für „Landschaften der Verfolgung“ insgesamt 5.436.229 Euro bewilligt. Davon entfallen rund 887.000 Euro auf die Europa-Universität Viadrina.

    Weitere Informationen:
    Europa-Universität Viadrina
    Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel.: +49 (0)335 - 5534 4515
    presse@europa-uni.de
    http://www.europa-uni.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Recht
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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