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05.06.2019 16:22

Wissenstransfer in die Gesellschaft: Hannoversche Projekte erhalten Förderung vom Land

Mechtild Freiin v. Münchhausen Referat für Kommunikation und Marketing
Leibniz Universität Hannover

    Wissenschaftsminister Björn Thümler übergibt Förderbescheide in der LUH
    Innovative Konzepte, um den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft zu verbessern: Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert fünf Projekte zu diesem Thema sowie ein übergreifendes Begleitforschungsprojekt mit insgesamt knapp 12,4 Millionen Euro.

    Innovative Konzepte, um den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft zu verbessern: Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert fünf Projekte zu diesem Thema sowie ein übergreifendes Begleitforschungsprojekt mit insgesamt knapp 12,4 Millionen Euro. Eines der Verbundprojekte sowie das Begleitforschungsprojekt sind in Hannover angesiedelt. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, hat die Förderbescheide der Ausschreibung „Transfer in Niedersachsen: Starke Strukturen für innovative Projekte“ heute in der Leibniz Universität Hannover an die Präsidentinnen, Präsidenten und Verantwortlichen der hannoverschen Forschungsvorhaben übergeben. Die Projekte haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Niedersachsenweit werden insgesamt fünf Forschungsvorhaben sowie das zunächst auf drei Jahre angelegte Begleitprojekt gefördert. Das Geld für das Förderprogramm wird aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Verfügung gestellt.

    „Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind dringend auf Impulse aus Wissenschaft und Forschung angewiesen“, sagt Minister Björn Thümler. „Mit unserem Förderprogramm wollen wir helfen, Transferprozesse zu verbessern und die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft zu intensivieren. ‚Hannover Transfer Campus‘ setzt diese Intention für die Region Hannover hervorragend um. Von dem von der LUH initiierten Begleitforschungsprojekt erhoffen wir uns zudem, ein besseres Bild davon zu bekommen, was Niedersachsens Hochschulen im Bereich ‚third mission‘ bereits alles leisten und wie sie sich im Lauf der Zeit weiterentwickeln.“ Mit dem Begriff „third mission“ werden Aktivitäten, Leistungen und Tätigkeitsfelder von Hochschulen bezeichnet, die das Ziel haben, in die Gesellschaft hineinzuwirken – also eine „dritte Säule“ neben den Kernaufgaben Forschung und Lehre.

    Am Projekt „Hannover Transfer Campus“ sind die Leibniz Universität Hannover (LUH), die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Hochschule Hannover (HsH) und die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) beteiligt. Die Federführung liegt bei der LUH. Partner wie hannoverimpuls, Region und Stadt Hannover oder die Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. unterstützen das Vorhaben. Ziel des Projekts ist es, als Verbund von vier leistungsfähigen Hochschulen in der Region Hannover gemeinsame, nachhaltige Strukturen zur Unterstützung von Transferaktivitäten aus der Wissenschaft in Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen.

    Im Mittelpunkt steht die Idee, den Transfer-Akteuren – den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der einen Seite und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Praxispartner auf der Seite – die Kooperation so einfach wie möglich zu machen. Dabei wird auf die bestehenden Kooperationen und funktionierenden Strukturen aufgebaut. Der Gründungsservice starting business der LUH existiert zum Beispiel seit Ende der neunziger Jahre, in der aktuellen Form als Kooperation mit hannoverimpuls seit 2015, mit wachsenden Gründungsaktivitäten. An der MHH wurde im Juli 2018 die Stabsstelle Forschungsförderung Wissens- und Technologietransfer gegründet, die mit starting business kooperiert und Transferaktivitäten bündelt.

    Diese und weitere bestehende Strukturen werden im „Hannover Transfer Campus“ einrichtungsübergreifend ausgebaut. Die beteiligten Hochschulen bringen ihre Expertise in ihren speziellen Themenbereichen ein, etwa die Translation von medizinischen Forschungsergebnissen in die Praxis (MHH), die anwendungsorientierte Forschung (HsH) und die etablierte Praxis künstlerisch-wissenschaftlicher Transferaktivitäten (HMTMH). Es ist ein Bündel von Maßnahmen geplant – von regelmäßigen Arbeitstreffen der Projektpartner über einen gemeinsamen Internetauftritt mit Einbindung von Social Media, hochschulübergreifende Angeboten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Entwicklung neuer Transfer-Formate bis hin zur Stärkung der Gründungsaktivitäten aus den Hochschulen in der Region. Die geplante Internetplattform wird umfassenden Zugang zu allen transferrelevanten Informationen und Services der Hochschulen und außeruniversitären Partner bieten. Dadurch entfällt für potenzielle Kooperationspartner die Suche nach Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern auf verschiedenen, unterschiedlich strukturierten Websites. Das Projekt „Hannover Transfer Campus“ wird während der Laufzeit eine umfassende, bedarfsorientierte Transferstrategie für Stadt und Region Hannover ausarbeiten.

    Das an der LUH (Institut für Wirtschaftspolitik, Prof. Dr. Stephan Thomsen) angesiedelte Begleitforschungsprojekt „Wissens- und Technologietransfer in Niedersachsen – Systematisches Monitoring der Beziehungen zwischen Hochschulen und Gesellschaft in Niedersachsen und Benchmarking im Bundesvergleich“ wird ebenfalls im Programm gefördert. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt wird die Beziehungen zwischen Hochschulen einerseits sowie Gesellschaft und Wirtschaft andererseits in Niedersachsen umfassend erheben – beginnend mit einer Bestandsaufnahme und einem Monitoring des Status quo. Zudem soll der Entwicklungsstand des Wissens- und Technologietransfers bundesweit erfasst werden. Dafür werden die Transferaktivitäten an Hochschulen anderer Bundesländer untersucht.

    Hinweis an die Redaktion:
    Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter vonMuenchhausen@zuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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