MaaS L.A.B.S. – Neue Mobilität für und mit Nutzer*innen gestalten

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06.06.2019 11:13

MaaS L.A.B.S. – Neue Mobilität für und mit Nutzer*innen gestalten

Steffi Brune Stabsstelle Hochschulmarketing
Fachhochschule Potsdam

    Die Fachhochschule Potsdam (FHP) ist Projektpartnerin des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „MaaS L.A.B.S.“ zur Entwicklung innovativer, digital gestützter Mobilitätsangebote in Potsdam, Cottbus und Hannover.

    Am 15. Mai 2019 erfolgte die Förderzusage durch das BMBF für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Nutzer*innen-zentrierte Mobility-as-a-Service-Plattform: Lebendig, Automatisiert, Bedarfs- & Sharing-orientiert“ (kurz MaaS L.A.B.S.).

    MaaS L.A.B.S. gestaltet die Verkehrswende durch einen flexiblen und bedarfsorientierten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der sein leistungsfähiges Angebot um automatisierte Mikrobusse erweitert und mit neuen Car-, Bike- und Ridesharing-Angeboten kombiniert. Diese ökologische, ökonomische sowie soziale und stadtverträgliche Umgestaltung unseres Mobilitätssystems trägt zur Entwicklung von Lösungen für die Herausforderungen Klimawandel, Schadstoff- und Verkehrsbelastungen bei. Die innovativen Angebote stützen sich auf den Wertewandel der städtischen Bevölkerung und daraus resultierenden, bereits heute wahrnehmbaren Änderungen im Mobilitätsverhalten hin zu einer Nutzung von ressourcenschonenderen Sharing-Angeboten sowie zu emissionsärmeren Mobilitätsformen.

    Das interdisziplinäre MaaS L.A.B.S. Projektteam aus den Sozial-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften stellt hierzu die Verkehrsteilnehmer*innen ins Zentrum seiner Forschung und strebt eine schrittweise Erprobung von Technologien und Geschäftsmodellen an, um Fehlplanungen zu vermeiden.

    Vier Serviceangebote greifen ineinander:

    - Eine App informiert die Bürger*innen einer Stadt über integrierte Mobilitätsangebote (ÖPNV und Sharing-Angebote) und erleichtert die Mobilitätsplanung und -abrechnung.
    - Intelligente Sharing-Angebote ergänzen den ÖPNV zu einem attraktiven und zum privaten Auto konkurrenzfähigen Gesamtangebot.
    - Automatisierte Mikrobusse holen die Bürger*innen an der Haustür ab und verbessern so die Erschließung von großen Quartieren.
    - Steuerungssysteme sorgen für den reibungslosen Betrieb dieses integrierten Verkehrssystems, das bedarfsgerecht und in Echtzeit auf aktuelle Fahrgastanfragen reagiert.

    Das MaaS L.A.B.S. System betrachtet erstmals vertieft die spezifischen Anforderungen kleiner und mittlerer Großstädte im Rahmen der Forschung und Entwicklung. Dazu werden ab 2020 in den Städten Potsdam, Cottbus und Hannover „Living Labs“ (Reallabore) eingerichtet, in denen die Angebote im aktiven Dialog mit der Bevölkerung, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und Politik entwickelt werden. Umfangreiche Demonstrationen machen Technologie „erlebbar“ und formen die Technologie- und Prozessentwicklung in schrittweisen Feedback-Prozessen.

    Die Fachhochschule Potsdam erstellte in den zurückliegenden 18 Monaten bereits in einem Vorläuferprojekt eine Machbarkeitsstudie vor dem Hintergrund der Verkehrsprobleme im Potsdamer Norden. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildete das Bornstedter Feld mit dem Klimacampus der Fachhochschule. MaaS L.A.B.S. setzt diese Erkenntnisse nun in einer transdisziplinären Kooperation mit dem ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH, der Landeshauptstadt Potsdam sowie den Industriepartnern um. Das interdisziplinäre Projektteam der FH Potsdam entwickelt im Rahmen des Gesamtprojekts die verkehrswissenschaftliche Gesamtarchitektur der MaaS-Plattform inklusive eines tragfähigen Geschäftsmodells. Das Team konzipiert Living Lab-Szenarien durch zielgruppenspezifische Wissenstransfer-, Beteiligungs- und Kooperationsmethoden. Die Projektleitung an der FH Potsdam liegt bei Prof. Dr. Antje Michel (Fachbereich Informationswissenschaften) und Prof. Dr. Michael Ortgiese (Fachbereich Bauingenieurwesen).
    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird vom BMBF für vier Jahre (15.5.2019-14.05.2023) in der Förderlinie „Individuelle und adaptive Technologien für eine vernetzte Mobilität“ gefördert. Das Gesamtfördervolumen des Projekts beträgt ca. 5 Millionen Euro (Fördervolumen der FH Potsdam: 765.675 Euro). Das Projektkonsortium (s.u.) besteht aus drei Hochschulen, drei Verkehrsbetrieben und fünf privatwirtschaftlichen Anbieter*innen von datenbasierter Mobilitätsinfrastruktur über App-Entwicklung bis hin zu Sharing- und Hardwareangeboten.

    Vollständige Liste der Projektpartner*innen

    - Technische Hochschule Wildau
    - Universität Siegen
    - Fachhochschule Potsdam
    - ASEW-Stadtwerke-Netzwerk
    - Cottbusverkehr
    - Free2Move, GHM Mobile Development GmbH
    - Getaway
    - highQ Computerlösungen GmbH
    - IVU Traffic Technologies AG
    - üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG
    - ViP Verkehrsbetrieb Potsdam


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Christian Berkes
    Akademischer Mitarbeiter
    Dipl.-Ing. Stadtentwicklungsplanung MaaS_L.A.B.S. / IaF Urbane Zukunft 

    Telefon: +49-331-580-2523
    berkes­ (at) fh-potsdam.de

    Prof. Dr.-Ing. Michael Ortgiese

    Fachbereich Bauingenieurwesen
    
Fachgebiet Verkehrswesen

    Telefon: +49 331 580 1322
    
Mobil: +49 151 64 502 131
    
ortgiese­ (at) fh-potsdam.de

    Prof. Dr. Antje Michel
    Professorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer
    Telefon: +49 331 580-1537
    michel­ (at) fh-potsdam.de


    Weitere Informationen:

    https://www.fh-potsdam.de/informieren/aktuelles/news-detailansicht/artikel/maas-...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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