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17.06.2019 16:28

EU-Forschungsprojekt VicInAqua sorgt für eine nachhaltige Wirkung durch Wissenstransfer und Kapazitätsaufbau in Afrika

Anette Mack Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Steinbeis-Europa-Zentrum

    Pilotanlage zur nachhaltigen Wiederverwendung von Wasser in Fischzucht und Bewässerung am Viktoriasee wird als Trainings- und Demonstrationszentrum genutzt

    Das von der EU geförderte Forschungsprojekt VicInAqua ist am 31.Mai 2019 erfolgreich zu Ende gegangen. Elf Partner aus sieben europäischen und afrikanischen Ländern entwickelten ein innovatives, effizientes und umweltfreundliches System für Abwasserreinigung und Wiederverwendung für die Region des Viktoriasees. Die in Kisumu, Kenia gebaute Anlage kombiniert ein Kreislauf-Aquakultur-System (recirculation aquaculture system, RAS) mit einem innovativen Membranbioreaktor (MBR), intelligenten Überwachungstechnologien und erneuerbaren Energiequellen.

    Der Projektpartner DALF (Department of Agriculture Livestock and Fisheries – Kisumu county, Kenia) in Kenia wird die Pilotanlage nach Projektende als Trainings- und Demonstrationszentrum weiterbetreiben. So können Wissenstransfer und Kapazitätsaufbau auch in Zukunft gefördert und die lokale Bevölkerung sensibilisiert werden. Wenn lokale Gemeinden und Fischzüchter die RAS Technologie übernehmen, kann die Verschmutzung des Viktoriasees stark reduziert werden. Zudem würde dies die Fischproduktion ankurbeln und so zur Ernährungssicherung in der Region beitragen.
    Nichtsdestotrotz können noch weitere Fortschritte erzielt werden. Um das gesamte Potenzial der Technologie auszuschöpfen, prüft das Konsortium momentan weitere Kooperationsmöglichkeiten und Optionen zur Anschlussfinanzierung. Projektkoordinator Prof. Jan Hoinkis von der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Deutschland, erklärt:

    ‚Dank unserem Projektpartner DALF wird die Anlage auch nach Projektende weiterbetrieben. Sie ist ein großartiges Beispiel für ein vollständiges, kostengünstiges RAS-Design, das in der Viktoriasee-Region – aber auch in anderen Regionen der Welt, in denen Wasser- und Nahrungsversorgung problematisch sind – vermarktet werden kann. Damit wir diesen nächsten Schritt im Technologietransfer gehen können, wäre eine Anschlussfinanzierung sehr hilfreich.‘

    Die Steinbeis 2i GmbH unterstützte die Forschungsarbeiten, das administrative und finanzielle Projektmanagement, die Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten im Projekt und die Verwertung der Forschungsergebnisse.
    Das Projekt wurde von Juni 2016 bis Mai 2019 durch Horizont 2020, das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union unter Vertragsnummer 689427 gefördert. Beteiligte Länder sind Dänemark, Deutschland, Italien, Kenia, Malta, Tansania, Uganda.

    KONTAKT:
    Eva Kopf, Steinbeis 2i GmbH
    vicinaqua@gmail.com


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Jan Hoinkis von der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Deutschland


    Weitere Informationen:

    http://www.youtube.com/watch?v=h3-TZxtZuJo&feature=youtu.be - Weitere Informationen im Video
    http://www.dw.com/en/scientists-working-to-save-africas-largest-lake/av-47030825 - Beitrag von Deutsche Welle ECO Africa
    http://www.vicinaqua.eu - Projektwebsite


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Biologie, Energie, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


    VicInAqua Pilotanlage in Kisumu, Kenia


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