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18.06.2019 17:33

Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

    Mit einem innovativen Forschungsareal, das als „Kollaboratorium“ konzipiert ist und in seinem Mittelpunkt einen Bibliotheks-Neubau beherbergt, hat das Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS) an der Universität Heidelberg Gestalt angenommen: Das nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte CATS wird am 25. Juni feierlich seiner Bestimmung übergeben. Neben der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin und der Finanzministerin des Landes werden zwei besondere Gäste an der Festveranstaltung teilnehmen – die in Indien lebende Fotografin, Installationskünstlerin und Frauenrechtlerin Sheba Chhachhi und der chinesische Konzeptkünstler, Bildhauer und Kurator Ai Weiwei.

    Pressemitteilung
    Heidelberg, 18. Juni 2019

    Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien
    Innovatives Forschungsareal wird übergeben – Festveranstaltung mit Künstler Ai Weiwei

    Mit einem innovativen Forschungsareal, das als „Kollaboratorium“ konzipiert ist und in seinem Mittelpunkt einen Bibliotheks-Neubau beherbergt, hat das Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS) an der Universität Heidelberg Gestalt angenommen: Das nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte CATS wird am 25. Juni 2019 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Dazu lädt der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Mannheim und Heidelberg ein. Neben der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und der Finanzministerin des Landes, Edith Sitzmann, werden zwei besondere Gäste an der Festveranstaltung teilnehmen – die in Indien lebende Fotografin, Installationskünstlerin und Frauenrechtlerin Sheba Chhachhi und der chinesische Konzeptkünstler, Bildhauer und Kurator Ai Weiwei. Die Übergabe wird von einem ganztägigen Veranstaltungsprogramm begleitet.

    Das CATS führt das Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien (HCTS), das aus dem Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ hervorgegangen ist, und die asienwissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Heidelberg räumlich und strukturell zusammen. Auf dem Campus Bergheim wurden dafür vier Gebäude der ehemaligen Hautklinik zur Nutzung durch die beteiligten Institute – das Südasien-Institut, das Zentrum für Ostasienwissenschaften und das Institut für Ethnologie mit seinem Schwerpunkt auf Südostasien – neu strukturiert. Diese zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichteten Bauten umschließen ein Carré, in dessen Mitte ein neuer Forschungsbau entstanden ist. Dieser Neubau mit einem Eingangsbereich auf Erdgeschossebene reicht über vier Geschosse in die Tiefe und beherbergt eine gemeinsame Bibliothek. Auf dem CATS-Areal mit einer Fläche von insgesamt knapp 8.000 Quadratmetern für Forschungs-, Arbeits- und Unterrichtsräume ist auf diese Weise ein „Kollaboratorium“ entstanden, das den zentralen Zugriff auf die drei Bibliotheken der Süd-, Ost- und Südostasienwissenschaften ermöglicht und zudem Medienlabore zur Entwicklung und Nutzung digitaler Ressourcen umfasst.

    Der innovative wissenschaftliche Ansatz des CATS ist ein transkultureller Perspektivenwechsel, mit dem die asienwissenschaftliche Forschung und Lehre nicht nur gebündelt und intensiviert wird, sondern in einen Austausch mit den regional auf Europa ausgerichteten Geistes- und Sozialwissenschaften tritt. Die wachsende Bedeutung der Transkulturellen Studien im Kontext der steigenden Bedeutung Asiens in internationalen Beziehungsgeflechten war Anlass für das Vorhaben, die Asienwissenschaften zusammenzuführen und in dem neuen Forschungsbau zu verbinden. Von den Gesamtbaukosten in Höhe von rund 30,8 Millionen Euro werden rund 19,2 Millionen Euro als Forschungsbauanteil zu 50 Prozent durch den Bund gefördert. Das Land trägt einen Anteil von rund 17 Millionen Euro. Die Universität ist an der Finanzierung mit knapp vier Millionen Euro beteiligt.

    Die Feierstunde anlässlich der CATS-Übergabe eröffnet die Direktorin des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Annette Ipach-Öhmann. Nach einer Ansprache von Finanzministerin Sitzmann folgt die symbolische Schlüsselübergabe. Mit Grußworten wenden sich anschließend Wissenschaftsministerin Bauer, der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel, und Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister der Stadt Heidelberg, an die Gäste, ehe Dr. Veit Probst, Direktor der Universitätsbibliothek Heidelberg, sowie die beiden Gründungsdirektoren des CATS, die Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler und der Indologe Prof. Dr. Axel Michaels, auf die Arbeit des Zentrums eingehen werden. In zwei „Artists‘ Interventions“ erörtern die beiden Künstler Sheba Chhachhi und Ai Weiwei die Frage nach dem sozialen Engagement von Intellektuellen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von der nepalesischen Band Triplets und dem Klangforum Heidelberg.

    Im Rahmen des Begleitprogramms am Eröffnungstag zeigen Heidelberger Asienwissenschaftler im Völkerkundemuseum VPST in Heidelberg ihre Lieblingsobjekte. Zur Einführung (Beginn 10 Uhr) sprechen Prof. Michaels und Dr. Margareta Pavaloi, die Leiterin des Museums. Um 13 Uhr folgt ein indisches Ritual für den ersten Einzug in ein neues Haus, das von Dr. Patanjali Mishra von der Banares Hindu University gestaltet wird. Über Perspektiven und Herausforderungen der Asienforschung in Europa diskutieren Prof. Dr. Christiane Brosius (Südasien-Institut) und Prof. Dr. Joachim Kurtz (Zentrum für Ostasienwissenschaften) mit Kolleginnen und Kollegen aus Kopenhagen, Leiden, Shanghai und Venedig. Das Gespräch in englischer Sprache beginnt um 14 Uhr. Über „Kunst am Bau“ sprechen ab 15 Uhr der Künstler Friedemann von Stockhausen und die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Monica Juneja (Südasien-Institut / Institut für Europäische Kunstgeschichte). Eine Haiku-Performance, organisiert von Prof. Dr. Hans Harder (Südasien-Institut) und Prof. Dr. Judit Arokay (Zentrum für Ostasienwissenschaften) auf den Freiflächen beginnt um 15.30 Uhr. Nach der Festveranstaltung zur Übergabe des CATS besteht die Möglichkeit, den Künstler Ai Weiwei zu treffen. Moderiert wird diese Begegnung (Beginn 19.30 Uhr) von Heidelberger Studierenden der Globalen Kunstgeschichte. Mit Ausnahme der Ausstellung finden alle Veranstaltungen auf dem CATS-Areal an der Voßstraße 2 statt.

    Hinweis an die Redaktionen:
    Die feierliche Übergabe des Forschungbaus findet am Dienstag, 25. Juni 2019, statt. Diese Veranstaltung im Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (Gebäude 4130, Voßstraße 2, Hörsaal 05) beginnt um 17 Uhr. Vertreter der Medien sind zur Teilnahme und Berichterstattung herzlich eingeladen. Eine Anmeldung per Mail an presse@rektorat.uni-heidelberg.de oder per Telefon unter (06221) 54-2311 ist erforderlich.

    Kontakt:
    Kommunikation und Marketing
    Pressestelle
    Tel. +49 6221 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    Weitere Informationen:

    https://www.cats.uni-heidelberg.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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