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01.07.2019 15:51

Forschungsprojekt verbindet smarte Textilien mit IT-Sicherheit

Corinna Korinth Referat für Kommunikation und Marketing
Hochschule Albstadt-Sigmaringen

    In immer mehr Kleidungsstücken und anderen textilen Produkten sind smarte Komponenten integriert. Doch wie sieht es in diesem noch relativ neuen Feld eigentlich mit der IT-Sicherheit aus? Dieser Frage widmet sich ein interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

    Albstadt/Sigmaringen. Die Digitalisierung spielt auch bei textilen Produkten eine immer größere Rolle. In mehr und mehr Bekleidungsstücken und anderen textilen Produkten sind smarte Komponenten wie Sensoren und Chips integriert. Die möglichen Einsatzszenarien sind quasi grenzenlos – jedoch gibt es auch einige Risiken. Diesem Themenfeld widmet sich das Forschungsvorhaben SEKT (IT-Sicherheit von elektronischen Kommunikationssystemen in smarten textilen Produkten) an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

    Von der automatisierten Kommunikation mit der Waschmaschine über intelligente Diebstahlsicherung bis hin zum Vital-Monitoring: Technik in Textilien kann Produkte „smarter“ machen. Als Smart Textiles werden Textilien bezeichnet, die einen Zusatznutzen mit sich bringen. Zum einen gibt es Textilien, die auf chemisch-physikalische Art mit ihrer Umgebung interagieren. Sie werden unter dem Begriff I-Textiles zusammengefasst. Zum anderen gibt es Produkte, die mit Elektronik ausgestattet sind, zum Beispiel mit einer Heizung oder Sensoren. Diese werden als E-Textiles bezeichnet. Durch die zunehmende Integration elektronischer Komponenten – beispielsweise zur Kommunikation – wird es wichtig, dass das Thema IT-Sicherheit in den Fokus gestellt wird.

    „Der Markt der Smart Textiles wird in den kommenden Jahren stark wachsen“, sagt Prof. Manuela Bräuning. Dabei sei Deutschland im Bereich Technische Textilen und Smart Textiles bereits heute Weltmarktführer. „Bisher gibt es jedoch keinen umfassenden Überblick über die integrierten Komponenten in Smart-Textiles-Produkten, wodurch sich das Themenfeld Sicherheit nur schwer einschätzen lässt.“ Hinzu komme, dass traditionelle Textilunternehmen zwar neue Produkte im Bereich Smart Textiles entwickeln, jedoch in der Regel kein Know-how im Bereich der IT-Sicherheit hätten. Das Forschungsvorhaben SEKT hat das Ziel, dieses Themenfeld systematisch zu analysieren und die IT-Sicherheit zukünftiger smarter textiler Produkte zu verbessern.

    Das interdisziplinäre Projekt der Fakultäten Engineering und Informatik hatte vor Kurzem alle Projekt- und Netzwerkpartner zum Kick-Off-Meeting nach Albstadt eingeladen. Dazu waren Mitarbeiter der folgenden Unternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist: Autoflug GmbH aus der Nähe von Hamburg, Hugo Boss AG aus Metzingen, medi GmbH & Co. KG aus Bayreuth, Interactive Wear AG aus der Nähe von München, MeetNow! GmbH aus Albstadt, sodge IT GmbH aus Balingen und das Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer der IHK Reutlingen.

    Als weitere Unterstützer sind der Verband der Süddeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie – Südwesttextil, die Technologiewerkstatt Albstadt, das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg im Projekt engagiert.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Manuela Bräuning
    E-Mail: braeuning@hs-albsig.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Informationstechnik, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Das intersisziplinäre Projektteam kümmert sich um Fragen der IT-Sicherheit in smarten Textilien.


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