idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
02.07.2019 10:04

Mit mehr Wissen mehr Grünland und Tiere schützen

Franz-Georg Elpers Pressestelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

    Feldstudie: Wie viel Herbst-Zeitlose und Greiskraut sind zu viel? ‒ DBU gibt 290.000 Euro

    Hannover. Achtung giftig: Auf Grünland wie Weiden und Wiesen finden viele Pflanzen einen Lebensraum, doch auch toxische Arten wie Jakobs-Greiskraut oder Herbst-Zeitlose fühlen sich hier wohl. Das kann schwere Folgen für Tiere wie Rinder oder Pferde haben, wenn sie die Pflanzen mit dem Heu fressen. Deshalb ist der Einsatz des Grünschnitts als Futter grundsätzlich verboten. Ungefährliche, aber wertvolle Pflanzen des artenreichen Futters bleiben in der Folge ungenutzt. Bisher ist nicht bekannt, welche Mengen der Giftpflanzen für die Tiere gefährlich sind und inwieweit sie diese wirklich fressen. Gemeinsam wollen die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover und die Universität Leipzig diese Wissenslücke schließen. Ihr Vorhaben wird fachlich und finanziell mit rund 290.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. „Mit dem Wissen wollen wir helfen, Besitzern von Grünland im Umgang mit den Giftpflanzen mehr Sicherheit zu geben und so mehr dieser wichtigen Lebensräume zu schützen“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

    Später sollen Grenzwerte helfen, Gras und Heu sicher zu nutzen

    „Bisher ist nicht bekannt, wie viel Giftpflanzen im Futter enthalten sein dürfen, ohne dass die Tiere Schaden nehmen. Auch ist nicht klar, in welchem Maße sie diese überhaupt zu sich nehmen. Konkret wollen wir in unserer Studie unter realen Bedingungen messen, inwieweit Pferde und Rinder die Giftpflanzen Jakobs-Greiskraut und Herbst-Zeitlose im Heu von selbst meiden“, erläutert Projektleiterin Dr. Sabine Aboling von der TiHo Hannover. Aus den Ergebnissen sollen anschließend Grenzwerte berechnet werden, welchen Anteil die beiden Gift-Pflanzen auf Weiden und Wiesen haben dürfen, das Gras und anderer Bewuchs aber trotzdem bedenkenlos als Futter genutzt werden können. Aboling: „Am Ende sollen konkrete Zahlen stehen, die später an Landwirte, Tierhalter, Naturschutzverbände und Tierärzte weitergegeben werden können.“

    Wirtschaftlichkeit von Grünland wichtiger Punkt für Erhalt

    Von ihren Ergebnissen erhoffen sich die Projektpartner, dass langfristig weniger Pflanzenschutzmittel gegen die Giftpflanzen auf Wiesen und Weiden eingesetzt werden. Auch soll der Vertragsnaturschutz, also der Schutz von Flächen gegen Geld, gestärkt werden. „Die Wirtschaftlichkeit ist ein wichtiger Punkt: Wir hoffen, dass der Erhalt des Grünlandes sich finanziell lohnt und weniger Flächen in Acker umgewandelt werden oder brach liegen, wenn mehr Grünschnitt als Futter und damit Einnahmequelle genutzt werden kann. Das wäre ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, so Aboling.

    Lead 1.060 Zeichen mit Leerzeichen
    Resttext 1.534 Zeichen mit Leerzeichen

    Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de
    Wir verwenden das generische Maskulinum für eine bessere Lesbarkeit unserer Texte.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Medizin, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Inwieweit Pferde und Rinder giftige Pflanzen im Heu meiden, wollen Experten aus Hannover und Leipzig mit DBU herausfinden, um artenreiches Grünland zu erhalten.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay