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08.07.2019 13:13

Leibniz-Gemeinschaft investiert in Digitalisierung

Christoph Herbort-von Loeper M.A. Pressestelle Berlin
Leibniz-Gemeinschaft

Zehn Institutserweiterungen mit Finanzvolumen von neun Millionen Euro ab 2020

Die Leibniz-Gemeinschaft hat der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zehn Vorhaben mit einem Finanzvolumen von rund neun Millionen Euro pro Jahr als „kleine strategische Institutserweiterungen“ zur Förderung vorgeschlagen. Nach dem positiven Votum der GWK-Gremien werden die Vorhaben ab 2020 sukzessive in die Tat umgesetzt.
Für Leibniz-Präsident Matthias Kleiner ist dies ein wichtiger Schritt in die Zukunft: „Die Digitalisierung ist kein drohendes Schreckensszenario, vielmehr bietet sie eine Vielzahl neuer technischer Möglichkeiten, die wir zum Nutzen von Wissenschaft und Gesellschaft verantwortungsvoll gestalten können und müssen. Unter diesem Aspekt verspreche ich mir von den neuen Vorhaben einen spürbaren Innovationsschub für die einzelnen Leibniz-Institute und für deren Vernetzung.“

Die Vorhaben im Einzelnen:
Akademie für Raumforschung und Landesplanung – Leibniz-Forum für Raumwissenschaften (ARL), Hannover:
Als Teil seiner Strategie zur Internationalisierung auf europäischer Ebene schafft das Institut eine virtuelle, interaktive Wissensplattform, die integrative Raumentwicklungsansätze aus Deutschland und anderen europäischen Staaten im Open Access-Verfahren aufbereiten wird.

Deutsches Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM), Bremerhaven:
Das Museum richtet im Rahmen einer digitalen Forschungs- und Kommunikationsinfrastruktur einen neuen Arbeitsbereich zur Umsetzung seiner Digitalisierungsvorhaben ein, der unter anderem die Digitalisierung von Sammlungsbeständen sowie virtuelle Forschungs- und Lehrumgebungen in Kooperation mit der Universität Bremen umfasst.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ Karlsruhe), Karlsruhe:
Das Institut wandelt seinen kostenpflichtigen mathematischen Informationsservice zbMATH für Literatur, Forschungsdaten und Formeln in eine Open-Access-Plattform um.

Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig:
Mit dem Global Textbook Resource Center baut das Institut eine digitale Forschungs-infrastruktur zu Schulbüchern und Bildungsmedien auf, die weltweit verstreute Bildungsmedienressourcen zentral zusammengeführt, standardisiert und verfügbar macht.

Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner:
Das Institut baut die digitale Infrastruktur seiner wissenschaftlichen Sammlungen zur Architekturgeschichte Ostdeutschlands nach 1945 aus. Die Bestände werden integriert recherchierbar und die vorhandenen Datenbanken werden miteinander verknüpft.

IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf:
Die vom Institut entwickelte Technologieplattform zur computergestützten Expositionsabschätzung erforscht zukünftig dank Simulationen die Zusammenhänge zwischen Luftschadstoffbelastungen und der Gesundheit der Bevölkerung mit einer höheren Präzision.

Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen:
Das Institut erweitert sein Forschungsspektrum um das Aufgabenfeld „Data Science für Wissensmedien“ und erschließt damit das Potential von Data Science für die Analyse der menschlichen Informationsverarbeitung etwa bei der Beobachtung von Verhaltensweisen oder neuronalen Aktivitäten in Lernkontexten.

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB):
Das Vorhaben „Gesellschaftliche Herausforderungen in Zeiten der Digitalisierung“ verankert die Forschung zu Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft als Querschnittsthema in den bestehenden Forschungsschwerpunkten des WZB. Zugleich fördert das Projekt die Entwicklung sozialwissenschaftlicher Methoden, etwa im Hinblick auf die Gewinnung von Daten aus dem Internet (Web Scraping).

Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Bremen:
Das Institut wird eine Forschungsdateninfrastruktur zur Integration heterogener Forschungsdaten aus tropischen Küstenregionen aufbauen. Auf diese Weise werden erstmalig weltweit sozialwissenschaftliche mit meereswissenschaftlichen Daten systematisch verknüpft.

ZPID – Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Trier:
Das Institut wird sich strategisch als Open Science-Einrichtung weiterentwickeln, die qualitätsgesicherte Angebote über den gesamten Zyklus empirischer Forschung zur Verfügung stellt.

Leibniz digital
Um neue Kooperations- und Fördermöglichkeiten für kooperative Forschung im Themenfeld des Digitalen Wandels auszuloten, hat die Leibniz-Gemeinschaft die Initiative „Leibniz digital“ ins Leben gerufen. In verschiedenen agilen Werkstattberichten widmen sich Expertinnen und Experten aus Leibniz-Instituten dabei den Themenfeldern „Bürgerwissenschaften. Neue Möglichkeiten für Bildung und Forschung“, „Expertenwissen für alle. Brennpunktthemen im digitalen Zeitalter“, „Automatisierte Wissensgewinnung. Maschineninterpretierbare Forschungsdaten schaffen“, „Landwirtschaft 4.0. Chancen und Risiken für eine nachhaltige Agrarwirtschaft“ sowie „Wissensgesellschaft. Digitale Chancen für die regionale Entwicklung“.
Weitere Informationen finden sich unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/leibnizdigital/

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:
Mirjam Kaplow
Tel.: 030 / 20 60 49 - 42
Mobil: 0172 8433549
kaplow@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
stellv. Pressesprecher
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 20.000 Personen, darunter etwa die Hälfte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
http://www.leibniz-gemeinschaft.de


Ergänzung vom 08.07.2019

Zur Klarstellung, dass die Förderung der in dieser PM genannten Projekte unter dem Vorbehalt der Haushaltsaufstellung im Bund und in den Ländern steht, muss der Text wie folgt lauten:

Leibniz-Gemeinschaft: Investitionen in Digitalisierung
Die Leibniz-Gemeinschaft unterstützt zusätzliche Investitionen in die Digitalisierung ihrer Institute.

Die Leibniz-Gemeinschaft hat der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zehn Vorhaben mit einem Finanzvolumen von jährlich rund neun Millionen Euro als „kleine strategische Institutserweiterungen“ zur Förderung ab dem Haushaltsjahr 2020 empfohlen. Nach einem positiven Beschluss der GWK im Dezember 2019 im Rahmen der Haushaltsaufstellung können die beantragten Vorhaben ab 2020 dann sukzessive in die Tat umgesetzt werden.
Für Leibniz-Präsident Matthias Kleiner ist dies ein wichtiger Schritt in die Zukunft: „Die Digitalisierung ist kein drohendes Schreckensszenario, vielmehr bietet sie eine Vielzahl neuer technischer Möglichkeiten, die wir zum Nutzen von Wissenschaft und Gesellschaft verantwortungsvoll gestalten können und müssen. Unter diesem Aspekt verspreche ich mir von den neuen Vorhaben einen spürbaren Innovationsschub für die einzelnen Leibniz-Institute und für deren Vernetzung.“

Die beantragten Vorhaben im Einzelnen:
Akademie für Raumforschung und Landesplanung – Leibniz-Forum für Raumwissenschaften (ARL), Hannover:
Als Teil seiner Strategie zur Internationalisierung auf europäischer Ebene plant das Institut eine virtuelle, interaktive Wissensplattform, die integrative Raumentwicklungsansätze aus Deutschland und anderen europäischen Staaten im Open Access-Verfahren aufbereiten wird.

Deutsches Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM), Bremerhaven:
Das Museum beabsichtigt im Rahmen einer digitalen Forschungs- und Kommunikationsinfrastruktur die Einrichtung eines neuen Arbeitsbereichs zur Umsetzung seiner Digitalisierungsvorhaben, der unter anderem die Digitalisierung von Sammlungsbeständen sowie virtuelle Forschungs- und Lehrumgebungen in Kooperation mit der Universität Bremen umfasst.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ Karlsruhe), Karlsruhe:
Das Institut plant die Umwandlung seines kostenpflichtigen mathematischen Informationsservices zbMATH für Literatur, Forschungsdaten und Formeln in eine Open-Access-Plattform.

Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig:
Mit dem Global Textbook Resource Center beabsichtigt das Institut den Aufbau einer digitalen Forschungsinfrastruktur zu Schulbüchern und Bildungsmedien, die weltweit verstreute Bildungsmedienressourcen zentral zusammengeführt, standardisiert und verfügbar macht.

Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner:
Das Institut plant den Ausbau der digitalen Infrastruktur seiner wissenschaftlichen Sammlungen zur Architekturgeschichte Ostdeutschlands nach 1945. Die Bestände werden dann integriert recherchierbar und die vorhandenen Datenbanken werden miteinander verknüpft.

IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf:
Die vom Institut entwickelte Technologieplattform zur computergestützten Expositionsabschätzung soll zukünftig dank Simulationen die Zusammenhänge zwischen Luftschadstoffbelastungen und der Gesundheit der Bevölkerung mit einer höheren Präzision erforschen.

Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen:
Das Institut plant, sein Forschungsspektrum um das Aufgabenfeld „Data Science für Wissensmedien“ zu erweitern und damit das Potential von Data Science für die Analyse der menschlichen Informationsverarbeitung etwa bei der Beobachtung von Verhaltensweisen oder neuronalen Aktivitäten in Lernkontexten zu erschließen.

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB):
Das Vorhaben „Gesellschaftliche Herausforderungen in Zeiten der Digitalisierung“ soll die Forschung zu Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft als Querschnittsthema in den bestehenden Forschungsschwerpunkten des WZB verankern. Zugleich soll das Projekt die Entwicklung sozialwissenschaftlicher Methoden, etwa im Hinblick auf die Gewinnung von Daten aus dem Internet (Web Scraping) fördern.

Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Bremen:
Das Institut plant, eine Forschungsdateninfrastruktur zur Integration heterogener Forschungsdaten aus tropischen Küstenregionen aufzubauen. Auf diese Weise werden dann erstmalig weltweit sozialwissenschaftliche mit meereswissenschaftlichen Daten systematisch verknüpft.

ZPID – Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Trier:
Das Institut beabsichtigt, sich strategisch als Open Science-Einrichtung weiterzuentwickeln, die qualitätsgesicherte Angebote über den gesamten Zyklus empirischer Forschung zur Verfügung stellt.

Leibniz digital
Um neue Kooperations- und Fördermöglichkeiten für kooperative Forschung im Themenfeld des Digitalen Wandels auszuloten, hat die Leibniz-Gemeinschaft die Initiative „Leibniz digital“ ins Leben gerufen. In verschiedenen agilen Werkstattberichten widmen sich Expertinnen und Experten aus Leibniz-Instituten dabei den Themenfeldern „Bürgerwissenschaften. Neue Möglichkeiten für Bildung und Forschung“, „Expertenwissen für alle. Brennpunktthemen im digitalen Zeitalter“, „Automatisierte Wissensgewinnung. Maschineninterpretierbare Forschungsdaten schaffen“, „Landwirtschaft 4.0. Chancen und Risiken für eine nachhaltige Agrarwirtschaft“ sowie „Wissensgesellschaft. Digitale Chancen für die regionale Entwicklung“.
Weitere Informationen finden sich unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/leibnizdigital/

Ergänzung vom 08.07.2019

Deutsches Schifffahrtsmuseum kooperiert im hier genannten Projekt mit der Universität Oldenburg, nicht mit der Universität Bremen.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
fachunabhängig
überregional
Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
Deutsch


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