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05.08.2019 14:50

Ars Electronica 2019: Medienkünstlerinnen und Medienkünstler präsentieren sich auf weltweit größtem Medienkunstfesti

Claudia Weinreich Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    Mit zahlreichen Werken und Experimenten aus der künstlerischen Forschung ist die Bauhaus-Universität Weimar vom 5. bis 9. September 2019 auf dem renommierten Medienkunstfestival »Ars Electronica« in Linz vertreten. Unter dem Motto »We are not alone!« stellt die Universität ein breites Spektrum ihres medienkünstlerischen Schaffens vor – in Ausstellungen, Panels und einem Showcase. Beteiligt sind Studierende, Lehrende und Alumni – eindrucksvoll zeigt sich im Jubiläumsjahr »Bauhaus 100«, wie breit gefächert die Arbeiten und Forschungen an der Schnittstelle von Kunst, Design, Technologie und Interaktion an der Bauhaus-Universität Weimar sind.

    Die Schauplätze des internationalen Fach- und Publikumsfestivals sind verschiedene Orte der Stadt Linz. So werden auch die Arbeiten aus der Bauhaus-Universität Weimar an unterschiedlichen Institutionen gezeigt: in der Kunstuniversität Linz wird die Themenausstellung »Shared Habitats« gezeigt, während sich in der Postcity, dem Hauptort des Festivals am Linzer Hauptbahnhofsareal, sowie im Ars Electronica Center einzelne Vertreter der Hochschule in die jeweiligen Ausstellungen einreihen.

    Wissenschaftlich-künstlerische Panels eröffnen die Festivaltage

    Als konzeptueller Startpunkt findet am Eröffnungstag des Festivals, Donnerstag, 5. September 2019, das Panel »We are not alone!« statt. Das von Prof. Ursula Damm konzipierte Panel diskutiert aktuelle Lehrmethoden vor dem Hintergrund der Bauhaustradition sowie den Einfluss technologischen Fortschritts und daraus resultierende soziale Implikationen. Lehrende aus verschiedenen Disziplinen erläutern Ansätze, die aus der Begegnung von Kunst und Theoriebildung an Kunsthochschulen entwickelt wurden. Im Zentrum stehen Aufbrüche und Visionen, wie sie sich 100 Jahre nach der Euphorie des Bauhauses manifestieren. Teilnehmende sind Prof. Dr. Frank Eckardt, Prof. Dr. Lasse Scherffig, Jun.-Prof. Alexandra Toland, Prof. Dr. Georg Trogemann und Dr. Yvonne Volkart.

    In einem zweiten Panel hinterfragen Studierende des künstlerischen PhD-Studiengangs der Bauhaus-Universität Weimar kritisch und performativ den Begriff des Algorithmus. Der Titel des von Jun.-Prof. Alexandra Toland organisierten Panels ist »slow algorithms and the hazards of standardization«. Teilnehmende sind Vanessa Farfán, Gabriel S. Moses und Theresa Schubert.

    Shared Habitats – Ausstellung über Beziehungen des Menschen zu seiner Umwelt

    Die Ausstellung »Shared Habitats« wurde ursprünglich mit dem MO Museum Vilnius produziert und gemeinsam von Ursula Damm und Ugnė Paberžytė kuratiert. Sie untersucht den Einfluss von Technologien auf soziokulturelle Prozesse und lädt zu Begegnungen zwischen Menschen und anderen Wesen ein. Im Fokus der 15 digitalen, biologischen und interaktiven Arbeiten stehen die Verortung von Organismen in ihrer Umwelt, die Auswirkungen des Menschen auf deren Lebensräume, Interaktionen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen sowie Mensch-Maschine-Beziehungen. In erweiterter Form wird sie nun in der Kunstuniversität Linz präsentiert mit Arbeiten von Julian Chollet, Ursula Damm, Maria Degand und Leon-Etienne Kühr, Maike Alisha Effenberg, Mindaugas Gapševičius, Jan Georg Glöckner, Kristian Gohlke und Christian Wiegert, Rico Graupner, Stephan Isermann, Sebastian Kaye, Michael Markert, Freya Probst, Homero Ruiz, Maria Antonia Schmidt, Theresa Schubert und Alexandra Toland. Eine Konzertperformance von Rico Graupner wird das Konzept des Zusammenlebens von Mensch und Tier akustisch erlebbar werden lassen.

    Zahlreiche künstlerische Einzelarbeiten in der Hauptausstellung des Ars Electronica-Festivals

    Am Hauptort des Festivals, der Postcity, werden weitere Arbeiten aus dem Umfeld des Digital Bauhaus Lab der Bauhaus-Universität Weimar, der Professur Interaction Design und der Professur Experimentelles Radio zu sehen, interaktiv auszuprobieren und zu hören sein. So zeigt die von der Festivalleitung kuratierte Hauptausstellung Installationen von Jörg Brinkmann, Timm Burkhardt , Max Kullmann, The Center for Haptic Audio Interaction Research (CHAIR), Rachel Smith, Hannes Waldschütz und Moritz Wehrmann.

    Zusätzlich bietet ein Showcase des Experimentellen Radios die Möglichkeit, an einer Kopfhörerstation herausragende Audiostücke aus der Universität anzuhören sowie an der täglich aufgeführten Performance des Künstlers Tommy Neuwirth »Das Netzwerk für ein bedingungsloses Grundeinkommen« teilzuhaben. Mit künstlerischen Hörstücken sind dabei: Susanne Altmann, Julius Baars, Konrad Behr, Laura Anh Thu Dang, Jan Glöckner, Grit Lieder, Eleftherios Krysalis, Johann Mittmann, Janine Müller, Severin Schenkel, Markus Westphal, Anton Worch, Christina Baron, Jason Langheim, Grit Lieder, Doreen Smolensky, Regine Elbers, Christoph Höfferl, Rafael Jové, Fabian Hapich, Stefanie Heim, Nils Lauterbach, Mara May, Ludwig Müller, Maximilian Netter, Josephine Prkno, Christopher Schön, Vivien Schütz, Söhnke Sofar, Andreas Stosch, Benjamin Voßler.

    »We are not alone!« – zur Präsenz auf dem Ars Electronica-Festival

    Die Präsentation auf dem bedeutenden Medienkunstfestival hatte Prof. Ursula Damm bereits 2018 initiiert. Die Professorin für Gestaltung medialer Umgebungen an der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar sagt über die Festivalpräsenz »We are not alone!«: »Der Titel soll daran erinnern, dass wir als Menschen nicht alleine sind und unseren Blick auch auf die Ökosphäre und die Wahrnehmungsweisen von Tieren und Pflanzen erweitern müssen. Gleichzeitig verweist er darauf, dass unsere Technologien keine passiven Werkzeuge sind, sie vielmehr zu co-kreativen Mitspielern mutieren, die Vorhersagen treffen, uns Entscheidungen abnehmen und eigene Handlungsvorschläge nicht nur generieren, sondern auch umsetzen.« Insgesamt sind mehr als 50 Lehrende, Studierende und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar an dem Auftritt auf der Ars Electronica beteiligt, mehrheitlich aus den Bereichen Medienkunst, Interaction Design, Experimentelles Radio und Soundart sowie aus der künstlerischen Forschung.

    Über die Ars Electronica

    Seit 1979 begleitet, antizipiert und analysiert die Ars Electronica die digitale Revolution, ihre Ursprünge, Erfolge und auch Irrwege. Als Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft stand und steht dabei immer die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung neuer technischer und wissenschaftlicher Entwicklungen im Vordergrund. In diesem Jahr feiert die Ars Electronica unter dem Motto »Out of the Box – die Midlife-Crisis der Digitalen Revolution« ihr 40. Jubiläum und lenkt auch diesmal den Blick nach vorne, auf die künstlerisch-wissenschaftliche Vermessung der digitalen Realität, ihrer Zukunftsperspektiven und unserer Handlungsoptionen.

    Ars Electronica-Festival 2019
    5. bis 9. September 2019
    POSTCITY Linz, Österreich
    https://ars.electronica.art/outofthebox

    Website der Ausstellung Shared Habitats
    http://shared-habitats.eu

    Für Rückfragen stehen Ihnen Theresa Schubert, Mitarbeiterin des Organisationsteams, unter der E-Mail theresa.schubert@gmail.com sowie Isa Deco unter isadeco@earthlink.net gern zur Verfügung.

    Die Präsentation auf dem Ars Electronica-Festival wurde durch den Fonds Bauhaus100 der Bauhaus-Universität Weimar unterstützt.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Informationstechnik, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


    Das Ars Electronica Center in Linz, einer der Hauptschauplätze des Ars Electronica-Festivals. Quelle: Ars Electronica


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    Podium der Konferenz »Shared Habitats« in Vilnius: v.l.n.r. Theresa Schubert, Mindaugas Gapševičius, Prof. Ursula Damm und Ugnė Paberžytė


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