Meinen – Glauben – Wissen: Klimawandel und die Ethik der Wissenschaften. Tagung des Deutschen Ethikrates am 23.10.19

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
07.08.2019 13:27

Meinen – Glauben – Wissen: Klimawandel und die Ethik der Wissenschaften. Tagung des Deutschen Ethikrates am 23.10.19

Ulrike Florian Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Ethikrat

    Herbsttagung des Deutschen Ethikrates

    Mittwoch, 23. Oktober 2019, 10:00 bis 18:00 Uhr

    Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa
    Wilhelmsplatz 3
    37073 Göttingen

    Online-Anmeldung unter https://www.ethikrat.org/weitere-veranstaltungen/meinen-glauben-wissen-klimawand... erforderlich.

    Interessenten können die Veranstaltung per Livestream verfolgen unter www.ethikrat.org.

    Bitte beachten Sie, dass nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht. Die Anmeldung wird geschlossen, sobald diese vergeben sind.

    Zum Thema

    Weltweite Proteste, vor allem der jüngeren Generationen, haben den Klimawandel ins Zentrum der politischen Öffentlichkeit gerückt. Auch zahlreiche Stimmen aus der Wissenschaft fordern politische Initiativen und eine aktive Klimapolitik. Über die Wege zu einer klimafreundlichen Ressourcennutzung wird gleichwohl heftig gestritten – auch unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Zweifel und qualifizierter Dissens gehören zu den Modi Operandi der Wissenschaft. Diese zu gewährleisten und gegenüber Öffentlichkeit und Politik zu kommunizieren und dabei trotz der prinzipiellen Unabgeschlossenheit des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses zugleich handlungsrelevant zu bleiben, zählt zu den zentralen Aufgaben der Wissenschaft. Doch wie gehen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik damit um, dass gerade im Hinblick auf den Klimawandel wissenschaftliche Erkenntnisse häufig auch als Wertaussagen und politische Forderungen gelesen werden?

    Der Deutsche Ethikrat beschäftigt sich daher im Verlauf seiner Herbsttagung mit dem Themenkomplex Vertrauenswürdigkeit und Wissenschaft am Beispiel des Klimawandels. Im Fokus stehen Fragen nach dem Selbstverständnis, der Verantwortung und der Kommunikation von Wissenschaft sowie wissenschaftstheoretische und methodologische Aspekte. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Debatten über die Akzeptanz und Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse werden Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Klimawissenschaften, Ethik, Rechtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaften, Wissenschaftskommunikation, Journalismus sowie Klima-Aktivistinnen und -aktivisten darüber diskutieren, wie eine vertrauenswürdige Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten für verschiedene Adressaten aussehen sollte.

    Im Zentrum der Tagung stehen ethische Fragen, die sich hinsichtlich der Rahmung, Anerkennung und Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den verschiedenen Öffentlichkeiten – in Medien, Politik und Zivilgesellschaft – stellen.

    Folgende Leitfragen will der Deutsche Ethikrat adressieren:

    • Wie kann/soll eine ethisch verantwortliche und vertrauenswürdige Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte für die verschiedenen gesellschaftlichen Adressaten aussehen? Welche Akteure stehen in der Verantwortung, wissenschaftliche Expertise zu verbreiten, zu unterstützen und zu schützen?
    • Wie kann die prinzipiell unabgeschlossene Wissenschaft „sicheres“ Wissen als Grundlage für gesellschaftliches und politisches Handeln generieren?
    • Welche Rolle spielen unterschiedliche Evidenzpraktiken und methodologische Ansätze in den Klimawissenschaften bei der Bewertung von wissenschaftlichen Ergebnissen in der Öffentlichkeit?
    • Unter welchen Voraussetzungen können auf dieser Grundlage politische Entscheidungen getroffen und Regulierungen implementiert werden? Wie können alternative wissenschaftliche Ansätze zu Gehör gebracht und gefördert werden, ohne die Grundlagen wissenschaftlicher Arbeit zu unterminieren?

    Programm

    10:00 Uhr
    Grußworte
    Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates
    Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen

    10:10 Uhr
    Klimawissenschaften und Verantwortung
    Antje Boetius, Alfred-Wegener-Institut
    Hans von Storch, Universität Hamburg
    Wendy Parker, Durham University
    Moderation: Ursula Klingmüller, Mitglied des Deutschen Ethikrates

    12:00 Uhr
    Mittagspause

    13:00 Uhr
    Öffentlichkeit, Kommunikation und Regulierung
    Senja Post, Georg-August-Universität Göttingen
    Stefan Cihan Aykut, Universität Hamburg
    Peter-Tobias Stoll, Georg-August-Universität Göttingen
    Moderation: Volker Lipp, Mitglied des Deutschen Ethikrates

    14:30 Uhr
    Ethische Debatte
    Ulrike Felt, Universität Wien
    Konrad Ott, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
    Carl Friedrich Gethmann, Mitglied des Deutschen Ethikrates
    Moderation: Elisabeth Gräb-Schmidt, Mitglied des Deutschen Ethikrates

    15:45 Uhr
    Kaffeepause

    16:15 Uhr
    Abschlusspodium
    Maja Göpel, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
    Reinhard Loske, Cusanus Hochschule
    Gernot Klepper, Institut für Weltwirtschaft
    Luisa Neubauer, Fridays for Future
    Moderation: Stephan Kruip, Mitglied des Deutschen Ethikrates

    18:00 Uhr
    Schlusswort
    Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geowissenschaften, Meer / Klima, Philosophie / Ethik, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay