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09.08.2019 11:31

»Originalitätsverdacht«: Projekt von Mitgliedern der Jungen Akademie | Mainz durch VolkswagenStiftung gefördert

Petra Plättner Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

    Das Forschungsprojekt, für das Dr. Sylvia Brockstieger und Dr. Mona Garloff (beide Junge Akademie / Mainz), sowie Dr. Michael Jungert (Universität Erlangen-Nürnberg) verantwortlich zeichnen, beschäftigt sich mit dem ›Scheitern in den Wissenschaften – historische und systematische Perspektiven‹ und wird von der VolkswagenStiftung mit rund 144.000,- € gefördert. Durch historische Analysen und im interdisziplinären Vergleich soll ein offenener Umgang mit dem sensiblen Thema des wissenschaftlichen Misserfolgs, der gescheiterten Forschungsansätze und Experimente entstehen. Das Projekt ist maßgeblich aus der gemeinsamen Zusammenarbeit in der Jungen Akademie / Mainz hervorgegangen.

    Untersucht wird das Scheitern als ständiger Begleiter der wissenschaftlichen Praxis. Obwohl wissenschaftlicher Misserfolg omnipräsent ist, wird er im innerwissenschaftlichen Diskurs und in der Außendarstellung von Wissenschaft kaum thematisiert. Auch seine produktiven Implikationen bleiben zumeist verborgen. Gescheiterte Ansätze oder Experimente werden in der Regel nicht publiziert, erfolglose Versuche nicht systematisch sichtbar gemacht. Das Projekt will zeigen, dass das (An-)Erkennen des Prozesscharakters von Wissenschaft und die historische Analyse der Kontexte, Formen und Auswirkungen ›gescheiterter‹ Wissenschaft von entscheidender Bedeutung für einen besseren und produktiven Umgang mit dem Scheitern sind. Es führt hierfür historische und systematische Perspektiven aus Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Wissenschaftsphilosophie zusammen.
    Geleitet wird das Verbundprojekt von Dr. Sylvia Brockstieger (Germanistik, Universität Heidelberg) und Dr. Mona Garloff (Geschichtswissenschaft, Universität Stuttgart / Universität Wien), Mitglieder der Jungen Akademie | Mainz, zusammen mit Dr. Michael Jungert (Philosophie, Universität Erlangen-Nürnberg).
    Die für 18 Monate gewährte Förderung im Rahmen der Initiative »Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften« umfasst unter anderem eine gemeinsame Monographie, den internationalen Fachaustausch und zwei interdisziplinäre Konferenzen. Die erste Konferenz wird im März 2020 an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz stattfinden.

    Die Junge Akademie / Mainz besteht seit 2016: 36 Nachwuchs­wissenschaftler*innen sowie junge Musik- und Literaturschaffende wurden in Anerkennung ihrer bisherigen herausragenden wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen für die Dauer von vier Jahren in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur aufgenommen. Die Mitgliedschaft dient bei der Weiterverfolgung der akademischen Laufbahn und bietet die Möglichkeit, das Netzwerk im Zeichen der Interdisziplinarität zu erweitern. Finanziell wird die Junge Akademie / Mainz von der Fritz Thyssen Stiftung unterstützt.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Sylvia Brockstieger: sylvia.brockstieger@gs.uni-heidelberg.de
    Dr. Mona Garloff: mona.garloff@hi.uni-stuttgart.de


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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