idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
12.08.2019 16:36

Die Energielandschaft von Solarzellen kartographieren

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

    Mit einer neuen spektroskopischen Methode ist es möglich, die Energielandschaft im Inneren von Solarzellen aus organischen Materialien zu messen und zu visualisieren. Entwickelt wurde sie von einem Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Yana Vaynzof, Physikerin an der Universität Heidelberg. Diese neuartige Visualisierungstechnik erlaubt es, physikalische Grundlagen der organischen Photovoltaik mit großer Genauigkeit zu untersuchen und Vorgänge wie beispielsweise Energieverluste besser zu verstehen.

    Die Energielandschaft von Solarzellen kartographieren
    Physiker der Universität Heidelberg entwickeln neue spektroskopische Methode

    Mit einer neuen spektroskopischen Methode ist es möglich, die Energielandschaft im Inneren von Solarzellen aus organischen Materialien zu messen und zu visualisieren. Entwickelt wurde sie von einem Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Yana Vaynzof, Physikerin an der Universität Heidelberg. Diese neuartige Visualisierungstechnik erlaubt es, physikalische Grundlagen der organischen Photovoltaik mit großer Genauigkeit zu untersuchen und Vorgänge wie beispielsweise Energieverluste besser zu verstehen.

    „Die Kartierung der Erde und ihrer Landschaften war ein notwendiger Schritt, um Bewegungsmuster und Dynamiken, zum Beispiel von Menschen, Tieren oder auch Wasser, zu verstehen“, erläutert Prof. Vaynzof, Forschungsgruppenleiterin am Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg. „Ebenso wird die Bewegung von elektrischen Ladungen in einer Solarzelle durch die Energielandschaft im Inneren des Bauteils bestimmt“. Bisher war ihre Visualisierung so anspruchsvoll, dass für die Untersuchung grundlegender Funktionsweisen organischer Photovoltaik-Bauteile nur grobe Schätzungen verwendet werden konnten.

    Die von den Heidelberger Wissenschaftlern entwickelte spektroskopische Methode kann die Energielandschaft im Nanometerbereich abbilden und zu jedem Zeitpunkt der Lebensdauer einer Solarzelle eingesetzt werden. „Die Stärke unseres Verfahrens liegt in dieser ausgezeichneten Auflösung und der großen Vielseitigkeit der Anwendung", sagt Vincent Lami, Mitarbeiter im Team von Prof. Vaynzof und Erstautor der Studie. Nach den Worten von Prof. Vaynzof wurde damit ein Schlüsselproblem im Bereich der organischen Photovoltaik gelöst. „Ohne die genaue Kartierung der Energielandschaften ist es schwierig zu verstehen, wie und warum Bauteile beim Umwandlungsprozess von Licht zu Elektrizität Energie verlieren. Jetzt haben wir eine spektroskopische Methode, die es uns ermöglicht, neue Generationen von Solarzellen mit geringeren Energieverlusten und verbesserter Leistung zu entwickeln“, betont die Wissenschaftlerin, die die Forschungsgruppe „Organische Elektronik“ am Kirchhoff-Institut für Physik leitet und am Centre for Advanced Materials der Universität Heidelberg forscht.

    Die Forschungsarbeiten sind Teil des Projekts ENERGYMAPS, für das Prof. Vaynzof Mittel des Europäischen Forschungsrates (ERC) – einen ERC Starting Grant – erhalten hat. Die aktuellen Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Joule“ veröffentlicht.

    Kontakt:
    Universität Heidelberg
    Kommunikation und Marketing
    Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Yana Vaynzof
    Kirchhoff-Institut für Physik
    Telefon: +49 6221 54 9276
    yana.vaynzof@kip.uni-heidelberg.de


    Originalpublikation:

    V. Lami, A. Weu, J. Zhang, Y. Chen, Z. Fei, M. Heeney, R.H. Friend, and Y. Vaynzof: Visualising the Vertical Energetic Landscape in Organic Photovoltaics. Joule (published online 9 July 2019), https://doi.org/10.1016/j.joule.2019.06.018


    Weitere Informationen:

    http://www.kip.uni-heidelberg.de/organicelectronics


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).