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21.08.2019 16:18

Heisenberg-Professur vertieft Kooperation zwischen IPK in Gatersleben und der Uni Halle

Regina Devrient Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung

    Der Entwicklungsgenetiker Thorsten Schnurbusch hat eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Der bisher als Heisenberg-Stipendiat durch die DFG geförderte und international ausgewiesene Wissenschaftler forscht seit 2008 am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben, um entwicklungsgenetische Hintergründe der Blütenstandarchitektur von Gerste und Weizen aufzuklären.

    Die Professur "Entwicklungsgenetik der Kulturpflanzen" ist eine gemeinsame Berufung des IPK und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Schnurbusch hat die Professur ab 1. September inne, diese wird bis 31.08.2021 von der DFG finanziert und danach vom IPK in Gatersleben dauerhaft übernommen.

    Die unabhängige Arbeitsgruppe von Schnurbusch beschäftigt sich mit entwicklungsbiologischen Fragen der Ährenbildung beim Getreide. Durch die Identifizierung der Gene bzw. durch die Aufklärung der Genfunktionen, die für die Bildung komplexer Organe wichtig sind, werden Einblicke in die Entwicklungsbiologie höherer Organismen möglich. Das Wissen, um die dabei ablaufenden molekularen Programme und die Einblicke, was eine Kulturpflanze von einer Wildpflanze unterscheidet, schaffen auch die Möglichkeit, diese gezielter zu verändern. Mit diesem grundlegenden Wissen wird es möglich, neue aber auch besser angepasste Kulturpflanzen zu züchten. Wichtige Ertragskomponenten, wie die Anzahl der Körner in einer Ähre oder deren Größe, lassen sich so gestalten.

    In seiner Lehre an der Martin-Luther-Universität wird Schnurbusch aktuelle Konzepte der Entwicklungsbiologie von Kulturpflanzen einbringen. Zu seinen geplanten Schwerpunkten äußert Thorsten Schnurbusch: „Die Aufklärung der genetischen Grundlagen, bei z. B. der Formung der Ährenarchitektur, ermöglicht auch die praktische Umsetzung dieses Wissens in der Pflanzenzüchtung. Diese unmittelbare Kombination aus Grundlagenforschung und deren Anwendungsoptionen möchte ich den Studierenden näher bringen.“

    Der gebürtige Dortmunder Thorsten Schnurbusch (Jahrgang 1967) studierte an der Fachhochschule Südwestfalen Agrarwirtschaft und anschließend an der Universität Göttingen Agrarwissenschaften und Pflanzenzüchtung. Anschließend promovierte er an der Universität Zürich (Schweiz) im Bereich Molekulare Pflanzengenetik. Im Jahr 2014 habilitierte Schnurbusch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist seitdem als Privatdozent in die Lehre involviert. Das Heisenberg-Stipendium der DFG, welches nun zu einer renommierten Professur umgewandelt wurde, erhielt er 2015. Es ist die erste Heisenberg-Professur im Bereich Pflanzenzüchtung in Deutschland.

    Die Heisenberg-Professur der DFG bietet seit 2006 exzellenten und berufbaren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern maximal fünf Jahre lang eine von der DFG finanzierte Stelle, die - als Tenure Track - die unbefristete Weiterbeschäftigung durch die jeweilige Universität vorsieht. Jährlich bewilligt die DFG rund 30 dieser Professuren über alle Fachdisziplinen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Thorsten Schnurbusch
    Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
    Tel.: +49 39482 5341
    E-mail: schnurbusch@ipk-gatersleben.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


    Prof. Dr. Thorsten Schnurbusch erhält seine Ernennungsurkunde von MLU-Rektor Prof. Dr. Christian Tietje.


    Zum Download

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