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09.09.2019 11:20

HRK-Präsident fordert sofortige Freilassung von Ahmadreza Djalali: Berichte über Versuch, Geständnis zu erzwingen

Susanne Schilden Kommunikation
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

    Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Prof. Dr. Peter-André Alt ergreift abermals Partei für den seit 2016 im Iran inhaftierten Wissenschaftler Dr. Ahmadreza Djalali:
    „In einem offenen Brief habe ich das Staatsoberhaupt des Iran erneut aufgefordert, Dr. Ahmadreza Djalali unverzüglich aus der Haft in Teheran zu entlassen. Ich bin zutiefst bestürzt über Berichte, dass der seit April 2016 inhaftierte Wissenschaftler temporär an einen unbekannten Ort verlegt wurde, wo er zu einem Geständnis gezwungen werden sollte. Das Netzwerk Scholars at Risk erhebt auch den Vorwurf der Folter,“ so Alt heute in Berlin.

    Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Prof. Dr. Peter-André Alt ergreift abermals Partei für den seit 2016 im Iran inhaftierten Wissenschaftler Dr. Ahmadreza Djalali:

    „In einem offenen Brief habe ich das Staatsoberhaupt des Iran erneut aufgefordert, Dr. Ahmadreza Djalali unverzüglich aus der Haft in Teheran zu entlassen. Ich bin zutiefst bestürzt über Berichte, dass der seit April 2016 inhaftierte Wissenschaftler temporär an einen unbekannten Ort verlegt wurde, wo er zu einem Geständnis gezwungen werden sollte. Das Netzwerk Scholars at Risk erhebt auch den Vorwurf der Folter,“ so Alt heute in Berlin. „Die Verhängung der Todesstrafe gegen Dr. Djalali ist für die internationale Wissenschaftsgemeinschaft nicht zu akzeptieren. Die iranische Führung muss die Menschenrechte wahren und die akademischen Freiheiten schützen, andernfalls fehlen die Grundlagen für eine Zusammenarbeit mit iranischen Hochschulen.“

    Nachdrücklich unterstützt die HRK den dringenden Aufruf von Scholars at Risk, dem internationalen Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler, Unterstützerschreiben für Ahmadreza Djalali an die iranische Regierung zu senden.

    Dr. Djalali wurde am 29. Juli 2019 aus dem Evin Gefängnis in eine Isolationszelle an einem unbekannten Ort überführt. Dort soll laut Scholars at Risk versucht worden sein, den Wissenschaftler unter Folter und Androhung der Vollstreckung der Todesstrafe zu einem Geständnis zu zwingen. Bereits seit längerer Zeit wird Dr. Djalali trotz des dringenden Verdachts auf eine Leukämieerkrankung eine adäquate medizinische Versorgung verwehrt. Im Oktober 2017 wurde der in Schweden lebende Wissenschaftler wegen „Verdorbenheit auf Erden“ (ifsad fil-arz) zum Tode verurteilt. Einen Antrag auf Überprüfung des Urteils lehnte das oberste Gericht des Iran im Februar 2018 ab.

    Die HRK hatte sich bereits mehrmals gegenüber der iranischen Staatsführung für eine Freilassung von Ahmadreza Djalali eingesetzt.

    Laut der HRK-Datenbank www.internationale-hochschulkooperationen.de/staaten.html über die internationalen Hochschulkooperationen unterhalten deutsche Hochschulen derzeit 81 Kooperationen mit iranischen Partnern.


    Weitere Informationen:

    https://www.scholarsatrisk.org/2019/09/iran-release-dr-ahmadreza-djalali/?emci=e... "Scholars at risk"
    https://www.internationale-hochschulkooperationen.de/staaten.html "HRK-Datenbank"
    http://www.hrk.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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