Innovationen für eine schonende Forstwirtschaft

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12.09.2019 12:01

Innovationen für eine schonende Forstwirtschaft

Anette Mack Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Steinbeis-Europa-Zentrum

    Rumänischer Preis für das „Produkt des Jahres“ geht an den Prototypen des europäischen Projektes Forwarder2020. Die Hohenloher Spezial Maschinenbau GmbH & Co KG aus Neukupfer, Baden-Württemberg und die Fakultät für Waldbau und Forsttechnik der Universität Transilvania Brașov haben den zweiten Prototypen eines Kranrückezuges des EU-Projektes Forwarder2020 auf der Forstmesse in Rumänien präsentiert und den Preis für das „Produkt des Jahres“ gewonnen.

    Die Hohenloher Spezial Maschinenbau GmbH & Co KG aus Neukupfer, Baden-Württemberg und die Fakultät für Waldbau und Forsttechnik der Universität Transilvania Brașov haben den zweiten Prototypen eines Kranrückezuges des EU-Projektes Forwarder2020 auf der Forstmesse in Rumänien präsentiert und den Preis für das „Produkt des Jahres“ gewonnen.

    Die Messe Forest Romania fand vom 05.-07.09.2019 in Zizin im Kreis Brașov statt. Ein Höhepunkt der Messe war der Wettbewerb um das „Produkt des Jahres“, bei dem in diesem Jahr drei innovative Produkte, die das größte Potenzial zu einer signifikanten Veränderung der nationalen und internationalen Forstwirtschaft aufweisen, ausgezeichnet wurden.

    Der Preis wurde für den hohen Leistungs- und Innovationscharakter des Prototypen vergeben und auf Grund der ausgezeichneten Ergebnisse der unter rumänischen Bedingungen durchgeführten Feldversuche. Es zeigte sich, dass die Effizienz der Maschine in Bezug auf Geschwindigkeit und Produktivität sowie in Bezug auf Umweltauswirkungen und Betriebskosten erhöht werden konnte.

    Innovative Technologien für die Forstwirtschaft

    Für eine nachhaltige Ausführung von Waldarbeiten sind Forwarder von besonderem Interesse, weil diese Forstmaschinen die höchste Radlast und den größten Einfluss auf unbefestigte Waldböden haben. Die Maschinen müssen große Distanzen zwischen dem Fäll- und Aufarbeitungsort und der Waldstraße überwinden. Um die Waldböden zu schonen und die Energieeffizienz zu verbessern, hat die Hohenloher Spezial-Maschinenbau GmbH & Co. KG gemeinsam mit 13 weiteren europäischen Partnern einen Forwarder mit fünf innovativen Modulen entwickelt. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden durch das EU-Innovationsprojekt Forwarder 2020 von der Europäischen Kommission mit rund zwei Millionen für drei Jahre gefördert.
    Der prämierte Prototyp beinhaltet drei der fünf Innovationen, die im Projekt realisiert wurden: das hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigte Getriebe, die gefederte Kabine und das Monitoring System für die Dokumentation der Prozessdaten. Die weiteren zwei Innovationen, die von den insgesamt vierzehn europäischen Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen im Rahmen des EU-Projekts Forwarder2020 entwickelt wurden, umfassen darüber hinaus ein neues hydraulisches System für den Kran mit Energierückgewinnung und ein Achsaggregat mit drei Rädern für die Holzverladung. Dies wurde in einem ersten Prototypen umgesetzt.

    Der Prototyp des prämierten Kranrückezugs wurde bereits im Mai 2019 in den gebirgigen Wäldern Rumäniens unter harten Einsatzbedingungen getestet und bei der dritten und letzten Forstmaschinen-Demo in Rumänien präsentiert. Darunter waren viele interessierte Studenten und Doktoranden der Transilvania University of Brașov sowie Forstexperten und Waldbesitzer, hauptsächlich aus Rumänien, der Ukraine, Weißrussland und Italien. Die Demonstration war beeindruckend, da der Fahrer die Leistungsfähigkeit des innovativen Getriebes an den steilen Hängen des Geländes sehr gut demonstrieren konnte.
    Auch während der Forstmesse in Rumänien hat der Prototyp viel Aufmerksamkeit von Seiten der Holzernteunternehmen auf sich gezogen. Diese hatten die Möglichkeit, die wichtigsten in die Maschine integrierten Innovationen wie das hydrostatisch-mechanische Leistungsverzweigungsgetriebe und die gefederte Kabine in Augenschein zu nehmen.

    Abschlusskonferenz präsentiert zwei Prototypen

    Am 26. September findet die Abschlusskonferenz des Projekts in Waldenburg-Laurach in der Hohenlohe statt. Am Ende des Projekts werden zwei Prototypen demonstriert. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Verwertung der Ergebnisse und in die Funktionsweise der Projektinnovationen.

    Projektzusammenfassung

    Im Rahmen des EU-Projekts Forwarder2020 haben vierzehn europäische Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Kräfte gebündelt, um ein innovatives Konzept für eine Verbesserung der Effizienz und der Umweltfreundlichkeit von Waldarbeiten zu erstellen. Ziel ist es, während der dreijährigen Projektlaufzeit fünf innovative Module für Forwarder – ein für die Holzbringung und den weiteren Transport essentielles Nutzfahrzeug – zu entwickeln. Diese wurden in zwei Prototypen integriert und unter realen Bedingungen an vier Standorten in Deutschland, Vereinigtes Königreich, Litauen und Rumänien von Forstunternehmen getestet, die Teil des Konsortiums sind. Die Innovationen umfassen ein effizienteres hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigtes Getriebe, eine Kabinenfederung, ein neues hydraulisches System für den Kran mit Energierückgewinnung, ein Achsaggregat mit drei Rädern für die Holzverladung und ein neues Monitoring-System für die Dokumentation der Prozessdaten.

    Das Konsortium:
    Sechs Partner aus der Industrie (Hohenloher Spezial Maschinenbau GmbH & Co KG (HSM) als Koordinator, Roteca SRL, Dana Rexroth Transmission systems SRL, Forstware Informationssysteme GmbH, Hydac System GmbH und Bosch-Rexroth Ltd) arbeiten mit Forschern aus dem Bereich der Forstwissenschaft (Berner Fachhochschule, Universität Aleksandro Stulginskio in Kaunas und Transylvania University of Brasov) und aus dem Bereich mobiler Maschinenbau (Karlsruher Institut für Technologie), Spezialisten im Innovationsmanagement (Steinbeis-Europa-Zentrum der Steinbeis Innovation gGmbH) und drei Forstunternehmen (Forstdienstleistungen Hegenbarth, Treforex SRL und CSP Forestry Ltd) zusammen.

    Das Steinbeis-Europa-Zentrum hat den Koordinator HSM bei der Antragstellung und den Vertragsvereinbarungen mit der EU unterstützt. Als Projektpartner unterstützt es die Forschung, Entwicklung, das Projektmanagement und den Wissenstransfer.
    Projektlaufzeit: 10/2016 – 09/2019
    Beteiligte Länder: Deutschland, Italien, Litauen, Rumänien, Schweiz und Großbritannien

    Kontakt:
    Dr. Anthony Salingre, Steinbeis-Europa-Zentrum der Steinbeis Innovation gGmbH
    E-Mail: salingre@steinbeis-europa.de, Phone +49 (0)721 935 191 16


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Felix Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg, Hohenloher Spezial-Maschinenbau GmbH & Co. KG
    felix.hohenlohe@hsm-forest.com


    Weitere Informationen:

    http://www.forwarder2020-project.eu - Projektwebsite
    https://twitter.com/forwarder2020?lang=fr - Twitter
    https://www.linkedin.com/in/forwarder-eu-project-526551157/ - LinkedIn


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Energie, Maschinenbau, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Koordinator HSM und Partner UTBV auf der Messe Forest Romania


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