Stipendien im Ruhrgebiet: Nicht nur für Überflieger

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12.09.2019 14:12

Stipendien im Ruhrgebiet: Nicht nur für Überflieger

Sabine Rehorst Kommunikation
RuhrFutur gGmbH

    Die Bildungsinitiative RuhrFutur und ihre sieben Partnerhochschulen setzen sich mit dem neuen Projekt „Stipendienkultur Ruhr“ gemeinsam dafür ein, das Bewusstsein für die Verfügbarkeit und Wirksamkeit von Stipendien in der Metropole Ruhr zu stärken. Damit soll langfristig die Stipendienquote in der Region erhöht werden. Hierzu werden Studieninteressierte und Studierende im Ruhrgebiet zukünftig besser darin unterstützt, sich erfolgreich um ein Stipendium zu bewerben.

    Für viele Studieninteressierte, vor allem für Erstakademikerinnen und -akademiker, stellt die Finanzierung des Studiums eine große Hürde dar. Die Förderung durch ein Stipendium schafft hier Abhilfe und baut darüber hinaus weitere Barrieren ab, denn viele Förderer unterstützen ihre Stipendiaten während des Studiums nicht nur finanziell. Fortbildungen sowie attraktive ideelle Förderungen eröffnen den Studierenden beispielsweise überaus wertvolle Netzwerke, die sie sich selbst nicht erschließen könnten. Stipendien tragen somit zum Studienerfolg bei und ebnen zudem den Weg in die weitere Berufsbiografie.
    Junge Menschen im Ruhrgebiet sind jedoch bei der Stipendienvergabe im bundesweiten Vergleich unterrepräsentiert. Ursächlich sind unter anderem regional geringere Bewerbungszahlen von Erstakademikerinnen und -akademikern, Studieninteressierten aus einkommensschwächeren sowie aus neu zugewanderten Familien, ebenso wie von Studierenden der MINT-Fächer. Auch verfallen Vorschlagsrechte für Stipendien von Schulen und Hochschulen häufiger als anderswo.

    „Wenn Studierende aus der Region erst einmal im Bewerbungsverfahren für ein Stipendium angekommen sind, haben sie nahezu die gleichen Chancen auf eine Förderung – unabhängig von ihrer sozialen oder regionalen Herkunft“, erläutert Dr. Oliver Döhrmann, Geschäftsführer der RuhrFutur gGmbH. „Viele Erstakademikerinnen und Erstakademiker, deren Zahl im Ruhrgebiet bekanntlich hoch ist, wissen aber häufig nicht, dass sie sich für eine Förderung bewerben können – auch ohne Einser-Abi. Mit Stipendienkultur Ruhr setzen wir genau hier an. Das Projekt soll zudem einen Beitrag dazu leisten, die enormen Potenziale der Bildungsregion Ruhr noch weiter zu erschließen.“

    An der von RuhrFutur koordinierten hochschulübergreifenden Zusammenarbeit beteiligen sich die Hochschule Bochum, Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen und die Hochschule Ruhr West. Diese sieben Hochschulen entwickeln auf dem Weg zu einer neuen Stipendienkultur in der Region gemeinsam zahlreiche Maßnahmen: Sie organisieren den institutionenübergreifenden Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beratungsstellen, stellen spezielle Informationen für Lehrende bereit, schaffen Beratungsangebote für Studierende und verbessern das regionale Monitoring der Stipendiendaten. Die gemeinsame Website ist zentrale Anlaufstelle für Hochschulen und Studierende zugleich. Sie bündelt alle relevanten Informationen zum Thema „Stipendien“ in der Region und darüber hinaus.

    „Besonders spannend ist die gemeinsame Weiterentwicklung des Stipendienwesens, die bei Stipendienkultur Ruhr immer im Austausch der Hochschulen passiert“, sagt Dr. Markus Hesse, Projektleiter bei RuhrFutur. „Wir dokumentieren die einzelnen Schritte des Prozesses genau, so dass Erkenntnisse und Maßnahmen transferiert und künftig auch von weiteren Hochschulen im Ruhrgebiet, aber auch darüber hinaus, adaptiert werden können. Als Ergebnis soll ein Qualitätsrahmen für eine hochschulweite Förderung des Stipendienwesens vorliegen.“

    Über Stipendienkultur Ruhr:
    Stipendienkultur Ruhr ist eine gemeinsame Initiative der RuhrFutur gGmbH, des NRW-Zentrums für Talentförderung der Westfälischen Hochschule und der TalentMetropole Ruhr, gefördert durch die Stiftung Mercator und die RAG-Stiftung.
    In dem von RuhrFutur verantworteten Projektbereich bei Stipendienkultur Ruhr arbeiten die Hochschule Bochum, Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen und Hochschule Ruhr West gemeinsam an der hochschulübergreifenden Stärkung des Stipendienwesens.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Markus Hesse
    Projektleitung Stipendienkultur Ruhr
    0201–177878-287
    markus.hesse@ruhrfutur.de


    Weitere Informationen:

    https://www.stipendienkultur.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


    Logo Stipendienkultur Ruhr


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