CEWS - Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 veröffentlicht

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
19.09.2019 08:45

CEWS - Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 veröffentlicht

Christian Kolle Kommunikation
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

    Aktuelle Ausgabe des etablierten und langjährigen Instruments zur Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen

    Mit dem Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 legt das Team CEWS (Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung) von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und die neunte Ausgabe dieses Instruments vor. Seit seiner Erarbeitung im Jahr 2003 hat sich das Ranking als ein Bestandteil der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert. Zielstellung des Ranking ist es, die Leistungen der Hochschulen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich und bundesweit zu vergleichen.

    Bei der Gesamtbewertung der Universitäten in Deutschland belegen die Universitäten in Bielefeld, Jena und Potsdam die Spitzenpositionen im Ranking nach Gleichstellungsaspekten. Bei den Fachhochschulen positionieren sich die Hochschule für Gesundheit Bochum, die Hochschule Fulda, die Evangelische Hochschule Ludwigsburg und die Fachhochschule Potsdam in der Spitzengruppe. Bei den künstlerischen Hochschulen sind dies die Hochschule für Bildende Künste Hamburg und die Kunsthochschule für Medien Köln. Im Länderranking belegt Berlin unangefochten den ersten Platz und verteidigt damit seine Spitzenposition, die es seit der ersten Erstellung des Länderrankings 2005 durchgehend belegen konnte.

    Für das Ranking entwickelte das CEWS ein mehrdimensionales Indikatorenmodell. Der Blick auf unterschiedliche Abschnitte der wissenschaftlichen Karriere (wie Promotion, PostDoc-Phase und Professuren) ermöglicht eine differenzierte Bewertung der Gleichstellungssituation einer Hochschule. Zugleich ist die Anzahl der Indikatoren begrenzt (sechs an Universitäten, vier an Fachhochschulen und künstlerischen Hochschulen), so dass die Position einer Hochschule im Ranking nachvollziehbar ist.

    Das CEWS-Hochschulranking berücksichtigt das Fächerprofil der Hochschulen. Die Frauenanteile beispielsweise an den Promotionen oder den Professuren werden zum Frauenanteil in einer niedrigeren Qualifikationsstufe (Studierende bzw. Promotionen) in Beziehung gesetzt. Damit wird eine Hochschule an dem Potenzial gemessen, das ihr zur Verfügung steht (Kaskadenmodell). Auf diese Weise ist die Vergleichbarkeit von technisch oder sozialwissenschaftlich ausgerichteten Hochschulen gewährleistet.

    Das Ranking beruht ausschließlich auf Daten der amtlichen Hochschulstatistik. Selbstauskünfte der Hochschulen werden nicht erhoben. Dieses Vorgehen sichert die Vergleichbarkeit und die hohe Qualität des Ranking.

    In das aktuelle Ranking flossen Daten aus dem Jahr 2017 ein. Bewertet werden die Hochschulen in den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen und Juniorprofessuren, wissenschaftliches und künstlerisches Personal sowie Professuren. Berücksichtigt werden auch Veränderungen im Zeitverlauf beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal sowie bei den Professuren. Ausgewertet wurden die Daten von 292 Hochschulen, das Gesamtranking gibt Auskunft über 63 Universitäten, 134 Fachhochschulen und 44 Künstlerische Hochschulen.

    Zusätzlich zu dem Hochschulranking beinhaltet die Veröffentlichung ein Ranking der Bundesländer, das auf ähnlichen Indikatoren beruht.

    Das Ranking wendet sich an alle, die in Hochschulen und Politik an der Qualität und dem Innovationspotenzial unserer Hochschulen interessiert sind. Dafür ist ein vergleichender Blick auf die Leistungen im Bereich der Gleichstellungspolitik unverzichtbar, um wirkungsvolle Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Situation von Frauen in Wissenschaft und Forschung einzuleiten oder fortzusetzen.

    Das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten ist elektronisch zugänglich unter: https://www.gesis.org/cews/unser-angebot/publikationen/cewspublik

    Bibliographische Angaben:
    Löther, Andrea (2019): Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019. Hg. v. GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften - Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS: Köln (cews.publik, 23). (URL: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-64113-9).

    *****
    Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung, Center of Excellence Women and Science (CEWS) ist Teil von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Gegründet wurde das CEWS im Jahr 2000. Es steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Angeboten zur Verfügung. Das CEWS bearbeitet seine Aufgaben und Ziele in den Tätigkeitsbereichen Gleichstellungspolitik und –maßnahmen, Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft, Statistik und Monitoring, Politikberatung und Vernetzung und Wissenschaftlicher Service.

    Als die größte deutsche Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften steht das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Forscherinnen und Forschern auf allen Ebene ihrer Forschungsvorhaben mit seiner Expertise und seinen Dienstleistungen beratend zur Seite, so dass gesellschaftlich relevante Fragen auf der Basis neuester wissenschaftlicher Methoden, qualitativ hochwertiger Daten und Forschungsinformationen beantwortet werden können. GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und unterhält institutionelle und projektbezogene Kooperationen mit diversen Universitäten. GESIS ist an wichtigen europäischen und internationalen Studien und Projekten wie u.a. dem European Social Survey (ESS) und der European Value Study (EVS), dem europäischen Archivverbund CESSDA und dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) beteiligt.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Andrea Löther
    Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS
    Andrea.loether@gesis.org


    Originalpublikation:

    Löther, Andrea (2019): Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019. Hg. v. GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften - Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS: Köln (cews.publik, 23). (URL: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-64113-9).


    Weitere Informationen:

    https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-64113-9 Originalpublikation
    http://www.gesis.org Homepage von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Pädagogik / Bildung, Politik
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Cover des Hochulrankings 2019


    Zum Download

    x

    Ranking nach Bundesländern


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay